#127 Stefan Spieker, Geschäftsführer der FRÖBEL Gruppe
Shownotes
Kürzlich traf ich erneut auf Stefan Spieker, den Geschäftsführer der FRÖBEL-Gruppe, einem der größten Kita-Träger Deutschlands mit rund 250 Einrichtungen bundesweit.
Wir haben zurückgeblickt: auf die Debatten in unseren bisherigen Aufzeichnungen, darauf,wie sich die Berliner Kita-Landschaft in den letzten Jahren verändert hat, vom Kampf der Eltern um einen Kitaplatz zum heutigen demografischen Wandel, bei dem Kitas plötzlich um Kinder werben müssen.
Wir sprachen intensiv über die Sprachförderung bei den Jüngsten: Stefan Spieker hat mir beschrieben, wie FRÖBEL mit einem digitalen Sprachbeobachtungsverfahren arbeitet, um Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen und dass zu meiner Überraschung in Regionen wie Cottbus oder Frankfurt (Oder) besonders große Herausforderungen bestehen.
Außerdem ging es um die neue Kita-Allianz mit anderen großen Trägern, die aktuellen Debatten im Bund zur frühkindlichen Bildung und seine Wünsche an den künftigen Senat für die nächsten fünf Jahre.
Vielen Dank für das Gespräch!
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00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zurück bei Herr Fechner hier zum Gespräch.
00:00:12: Mein Name ist Marco Fechener, dies ist sage-und schreibe Episode onehundertundundseinundzwanzig!
00:00:17: Und mit meinem heutigen Gast war ich in diesem Rahmen
00:00:20: schon
00:00:20: mehrmals im Gespräch auch hier an Ort und Stelle.
00:00:23: Wir sitzen am Alexanderplatz im Haus des Lehrers.
00:00:27: Mir gegenüber sitzt der Geschäftsführer der Frögelgruppe Stefan Spieker.
00:00:29: Schönen guten Tag Herr Spiecker!
00:00:30: Hallo Herr Fechtner
00:00:32: Danke dass Sie sich wieder die Zeit nehmen.
00:00:34: Ich würde ganz gerne mal so ein bisschen zurückschauen.
00:00:37: wie ging es jetzt eigentlich den Fröbel-Kitas im letzten Jahr.
00:00:42: War das dann so gerade ein bisschen die Herausforderung?
00:00:43: Vielleicht auch ein bisschen mit Blick in die Zukunft, in die Glaskugel... Was würde denn so in den nächsten fünf Jahren?
00:00:48: und was würden sie sich dann wünschen wenn wir nun grad schon mal im Kontext der Berliner Abgeordnetenhauswahl sind?
00:00:55: Ich würde mal für diejenigen Hörerinnen und Hörern, die noch nicht ganz so lange dabei sind vielleicht.
00:00:59: Wir haben ja erst einmal vor knapp vier Jahren zusammen gesessen.
00:01:02: Vielleicht eine kurze Einführung!
00:01:06: Fröbel ist ein gemeinnütziger Träger von Kindertageseinrichtungen.
00:01:10: Wir wurden in Berlin gegründet und haben auch unseren Sitz in Berlin.
00:01:13: hier betreiben, wir knapp über vierzig öffentliche Kindertages-Einrichtung mit knapp vierenhalbtausend Plätzen sind aber auch bundesweit unterwegs mit insgesamt zweihundertfünfzig Kitas in dreizehn Bundesländern und da betreuen knapp das einundzwanzigtausend Kinder mit sechstausend Mitarbeitenden.
00:01:34: Sind Sie tatsächlich einer der größten Träger bundesweit?
00:01:37: Aktuell würde ich schon sagen, dass wir mit dem öffentlichen Träge in Hamburg also mit den Elbkindern eine der ganz großen sind ja.
00:01:45: Okay, mal vielleicht die ganz kurze Standortbestimmung.
00:01:51: Das Land Berlin hebt sich aber bei der Kitaplatzversorgung, ich sage mal so ein bisschen ab, vielleicht von anderen Bundesländern.
00:01:56: Vielleicht können sie mal kurz darstellen wo stehen wie in Berlin im Bereich der Kitas aus Ihrer Sicht.
00:02:03: Also bei allen Klagen, die wir freien Träger und die Verbände in Berlin immer wieder anstimmen glaube ich dass wir im Vergleich zu anderen Bundesländern im Bereich zur frühen Bildung ziemlich weit vorne stehen.
00:02:17: also wir haben einen gutes Finanzierungssystem in dem Sinne, dass wir sehr verlässlich planen können.
00:02:24: Dass wir eine sehr stabile Finanzierung haben und eine sehr bürokratiearme Finanzierung.
00:02:30: Klammerauf im Vergleich zu den anderen Bundesländern geht es viel schlimmer zu.
00:02:38: Und dass wir auch in einem sehr guten Austausch Verbände- und Senatsverwaltung sind oder waren.
00:02:47: Das war nicht immer alles friedvoll und da gab es auch viele Konflikte, aber auch da im Vergleich zu anderen Bundesländern wird einvernehmlicher gehandelt.
00:02:54: Und der letzte Punkt Berlin ist nach wie vor uns seit fünfzehn Jahren führend in dem Bereich Qualitätsmonitoring.
00:03:03: Es ist das einzige Bundesland was externe Evaluationen von Kindertageseinrichtungen verpflichtend vorschreibt und durchführt und finanziert.
00:03:13: Und das ist schon etwas Besonderes wir die Qualität in so einer besonderen Form im Blick haben.
00:03:19: Es gibt noch eine ganze Menge andere positive Entwicklungen, aktuell wird oft vor dem Hintergrund vom demografischen Wandel von demographischer Rendite gesprochen.
00:03:28: das heißt was können wir tun um die Infrastruktur die wir in der frühen Kindheit und in der Frühen Betreuung haben zu nutzen um den Rückgang für einen Qualitätsaufbau zu nutzen?
00:03:42: Ehrlich gesagt fällt mir nur Berlin ein, die das konsequent gemacht haben durch die Anhebung des Krippenschlüssel in zwei Stufen.
00:03:49: Und es war schon was ganz Besonderes dass diese Natur und dort durchgesetzt hat.
00:03:53: Das kenne ich aus keinem anderen Bundesland.
00:03:55: überall wird momentan eher zurückgefahren eingespart auch an Dingen wo man es gar nicht glauben kann und einfach weiß dass das auch langfristig problematische Folgen haben wird.
00:04:06: also ich kenne Städte und Bundesländer die gerade die Sprachförderung zurückfahren.
00:04:14: Sie sprachen gerade von externer Evaluation, die in Berlin durchgeführt wird.
00:04:18: Was wird da evaluiert?
00:04:20: Also einfach mal um die Höhren und Höhre ein bisschen mitzunehmen.
00:04:23: Die Berliner Gesetze beziehungsweise die Rahmenvereinbarung zur Finanzierung von Kindertageseinrichtungen schreibt vor dass jeder Träger seine Kindertageseinrichtung alle fünf Jahre einmal durch einen externen Anbieter daher extern evaluieren muss.
00:04:42: Und dann geht halt nach unterschiedlichen Verfahren, gibt es mehrere Anbieter die diese Qualitäts-Evaluationen anbieten durch das Haus durch und Evaluatoren nehmen die Qualität auf.
00:04:56: Und schreiben darüber einen Bericht.
00:04:59: und der Bericht ist dann Basis für die Arbeit an Qualitätenbereichen.
00:05:04: ob das Bereich von Bildungsprozessen ist Sprachbildung oder Sozialemotionale Bildung oder mathematische Bildung etc.
00:05:13: pp, oder ob das auch Pflegeroutinen sind, ob das Sicherheit ist, ob die Zusammenarbeit mit Familien und Eltern ist... In diesen Dimensionen wird halt eine wirklich tolle Basis gelegt.
00:05:28: Ich glaube man kann das System weiterentwickeln.
00:05:30: Das ist etwas wo ich denke da sind wir in einer Phase, wo mehr ginge.
00:05:38: im Sinne von können wir eine Evaluation vergleichbar machen.
00:05:42: Zuletzt durchgeführten können wir sie vergleichbaren zu den anderen Einrichtungen des Trägers, können wir Träger zueinander vergleichen und bei unterschiedlichen Evaluationsanbietern gibt es zumindest eine grobe Einschätzung.
00:05:58: also ich kenne das aus dem Ausland wo dann halt festgestellt wird einig Gita trifft die Qualitätsvorgaben, überschreitet sie oder schafft sie nicht.
00:06:09: Und wenn Sie sie nicht schafft dann muss man natürlich Hilfestrukturen geben.
00:06:13: Wenn sie sie trifft ist das fein und wenn sie sie übertrifft Dann ist es eine Auszeichnung Die dann hoffentlich in einem System wo das Wunsch und Wahrrecht von Eltern Ernst genommen wird dann dazu führen kann dass die halt immer eine gute Auslastung haben.
00:06:27: Jetzt haben Sie gerade den Begriff auslassungen benutzt würde ich mir einfach mal so ein bisschen als Sprungbrett nehmen.
00:06:32: Wir saßen in den letzten Jahren mehrmals zusammen und irgendwie heizte die Führer für jedes Mal, wenn wir über Kitas gesprochen haben.
00:06:40: So ein Stück weit über einen anderen Sachstand besprochen haben.
00:06:43: also vor vier Jahren waren wir an einem Punkt das man überlegt hat was muss ich als Eltern teil tun damit ich meine Bewerbung in der Kita abgeben darf in der Hoffnung dass vielleicht mein Kind dort unterkommen könnte?
00:06:56: Dann haben wir zwischendurch ganz viel über den Kitaplatz Ausbau gesprochen.
00:06:59: und jetzt im Moment sind wir in Berlin in der Situation.
00:07:02: Sie haben gerade dem Griff schon benutzt, demografische Rendite wo eher die Situation so aussieht dass die Kitas um die Kinder kämpfen
00:07:11: tatsächlich
00:07:12: zu schnell kippen.
00:07:14: da hat eine Veränderung stattgefunden von der wir immer ausgegangen sind, dass sie irgendwann mal kommt.
00:07:21: Weil natürlich die Geburtenrate in Deutschland und insbesondere in Berlin nicht besonders hoch ist und wir immer wieder externe Faktoren hatten, die dazu geführt haben das dann doch mehr Kinder da waren als wir immer geschätzt haben.
00:07:36: auf die Zukunft also mehrere Wellen, wo viele Menschen nach Berlin kamen.
00:07:43: Ob aus der Ukraine oder aus insbesondere Syrien und arabischen Staaten Und darüber haben wir halt immer wieder erlebt dass die Anzahl von Kindern höher war als die Kapazitäten.
00:07:58: Das was jetzt gerade zusammenkommt ist zum einen es kommen nicht mehr so viele Menschen aus dem Ausland Insbesondere Kinder in Deutschland an.
00:08:07: Zum zweiten die Geburtenrate singt immer weiter ab, also ich glaube wir haben ja auch in Berlin eine der niedrigsten Geburtenraten in der Bundesrepublik.
00:08:17: Und der dritte Effekt und der kommt jetzt nochmal dazu ist die Tatsache dass wir einen sehr statischen Immobilienmarkt haben.
00:08:25: das heißt Menschen die vor zwanzig fünfundzwanzig Jahren eine große Wohnung angemietet haben vor dem Hintergrund der Tatsachen dass sie ein zwei drei Kinder hatten sind in attraktive Stadtteile für Menschen mit Kindern gezogen, der berühmte Prenzlauer Berg als Beispiel und nach Friedrichshain oder im Mitte in bestimmten Bereichen.
00:08:46: Und deren Kinder haben jetzt mittlerweile die Wohnung verlassen, die Familie verlassen und sich auf eigene Füße gestellt.
00:08:54: aber die Familien werden ihre vier oder fünf Zimmerwohnungen nicht verlassen weil jede zwei oder drei Zimmerwohne teurer ist als die Vier- oder Fünfzimmerwohnung.
00:09:01: und damit haben wir halt so ein eingefrorene Bevölkerungsstruktur, die zu einem älter werden der Struktur führt und insbesondere dass halt keine Familien momentan die Chance haben in diese großen Wohnungen reinzukommen.
00:09:15: Und das führt dazu, dass wir im Jahrgang eins also aller Kinder von null bis einem Jahr alt einen Rückgang in mehreren Bezirken haben.
00:09:25: Also die drastischsten Bezirk sind Friedrichsen Kreuzberg wo wir in den letzten Jahren komolierte Rückgänge von dreißig Prozent sehen, also bezogen auf den Jahrgang eins.
00:09:39: Das heißt wenn der hoch wächst dann haben wir auch dreißzig Prozent Rückgang auf die gesamte Anzahl von Kindern im Kindertageseinrichtung und das ist massiv!
00:09:47: Und das sind halt diese komolierten Effekte, also weniger Kinder aus der Zuwanderung, weniger Kinder vom demografischen Wandel generell und der über weiterfüllenden Geburtenrat Mobilienmarkte dazu führt, dass die Kinder haben woanders hinziehen müssen entweder ins Umland oder in die Stadtteile am Stadtrant.
00:10:10: Das
00:10:11: ist ein merkwürdiger Kreislauf der Geschichte.
00:10:12: wenn sie jetzt, also wo Sie gerade den Prenzlau Berg genannt haben meine Großeltern haben Vorderwände im Prenzelberg gewohntet war damals der totale Rentnerbezirk der sich danach da wende ja sehr verjüngt hat und jetzt in zehn Jahren wird er wieder Landnerbezug sein.
00:10:23: das ist total spannend.
00:10:26: Aber zurück zu den Kitas, also ich würde jetzt einerseits natürlich interessieren.
00:10:30: Sie haben ja gerade so einen Ausschnitt schon beschrieben Wie wäre denn die fünf Jahresperspektive vielleicht mal für Gesamt Berlin betrachtet?
00:10:38: Was das angeht und dann auch was mich natürlich interessiert wurde, was bedeutet es für die Kitas?
00:10:44: am Ende
00:10:46: Also für Gesamt Berlin gibt es ja auch von der Bevölkerungsentwicklung verschiedene Schätzungen, die gehen wir von Szenarien aus.
00:10:54: Es gibt Szenarianen eine Delle erwarten und dann kommt es wieder auf das Niveau, was wir jetzt haben.
00:11:00: Weil natürlich auch die geburtenstarken Jahrgänge halt immer über Generationen schwanken.
00:11:08: Es gibt Szenarien, die gehen von einem deutlichen Rückgang aus und wahrscheinlich wird's irgendwo in der Mitte liegen.
00:11:13: aber von der Tendenz her würde ich jetzt eher davon ausgehen dass die Kinder zahlen in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren maximal ein Plateau bilden mehr oder weniger deutlich absinken werden.
00:11:30: Und das hat natürlich für die Bevölkerung insgesamt eine Herausforderung im Sinne von, wie halten wir eigentlich die Infrastruktur aufrecht?
00:11:40: Die wir hier haben sowohl im Betreuungsbereich aber nach sechs Jahren sind es die Schulen und nach fünfzehn Jahren beginnt es in der Ausbildung.
00:11:48: und nach achtzehn jahren merkt man es am Arbeitsmarkt.
00:11:51: und eigentlich schon jetzt merken sie dann irgendwann auch am Konsum insgesamt weil ja weniger Menschen auch weniger konsumieren und dass man dann halt gesamtwirtschaftliche Auswirkungen hat.
00:12:06: Es gibt aber auch einen positiven Effekt, das was wir im System immer gewünscht haben, dass Eltern die Möglichkeit haben mein sogenanntes Wunsch-und Wahlrecht auf ein Kitaplatz wahrzunehmen wird plötzlich Realität.
00:12:19: Das heißt Eltern haben die Möglichkeit sich genau anzugucken.
00:12:22: welche Kita passt zu mir meiner Idee meinem Kind weil möchte ich mir eine musikalische Ausrichtung, eine Waldkita haben oder ein bilinguales Konzept.
00:12:36: Ich glaube da geht momentan viel mehr als in der Vergangenheit was auch eine besondere Qualität ist und was wir uns eigentlich im Sinne der Familien und der Eltern immer gewünscht haben.
00:12:46: Wir haben einen gewissen Druck auf das Thema Qualität in der Trägerlandschaft eher belebend als bedrohlich empfinde, aber man muss damit natürlich umgehen.
00:12:57: Man muss sich darauf aktiv einstellen und auch seine Leitungen und Teams dazu motivieren, sich dieser Situation zu stellen.
00:13:05: Aber das betrifft am Ende eigentlich alle Wirtschaftsbereiche und eigentlich ist es ansonsten überall eine gewisse Normalität.
00:13:13: Aber es verändert natürlich mein Set In der Kita-Landschaft, so früher hat man Bückware verteilt und man musste sich sozusagen bewerben.
00:13:25: Und jetzt bewirbt sich die Kita bei den Eltern – da ist halt eine große Veränderung da!
00:13:31: Ich glaube es für jeden Träger wichtig, egal ob er ganz groß oder sehr klein ist.
00:13:39: Für die Elternitiativkita genauso wie für den Eigenbetrieb, für den Dreienträger.
00:13:44: wir müssen eine Kundenorientierung.
00:13:46: mit dem Bezug auf die Familienaufbauen.
00:13:50: Wir müssen sichtbarer werden und wir müssen mir zeigen, erklären und nach Außentragen was wir
00:13:58: tun.".
00:14:00: Jetzt war es sich vor zwei Episoden mit Lars Beckeschi zusammen vom Verwand der kleinen Mittelgroßenkita-Träger hier in Berlin.
00:14:06: Mit ihm habe ich auch dieser Thema besprochen.
00:14:09: Und er schilderte mir an der Stelle dass er die Kleinkitas dass die kleinen Kitas mehr Schwierigkeiten haben als die größeren oder mittelgroßen Kitas sich an diese Veränderungen anzupassen, weil sie aufgrund ihrer Größe einfach ein bisschen mehr Flexibilität herstellen können.
00:14:23: Jetzt sprachen Sie gerade von der Vielfalt von Trägern, dann haben wir unter anderem die Waldkitas genannt.
00:14:28: Das sind ja in meiner Wahrnehmung häufig Kitas, die dadurch... Also die einerseits sehr spezialisiert waren aber oft auch relativ klein waren so als Träger funktioniert das Konzept dann noch?
00:14:41: dass man diese Vielfalt abbildet, wenn gleichzeitig die Zahl der Träger kleiner wird und möglicherweise auch größer werden im Durchschnitt?
00:14:49: Also ich glaube, dass man in jeder Größenordnung einer Kita ein besonderes und spannendes und vor allem attraktives Konzept entwickeln kann.
00:15:00: Es gibt Eltern, die fühlen sich unwohl in einer großen Einrichtung.
00:15:04: Die schätzen das Familiäre bei einer Elterninitiative sehr.
00:15:09: Ich glaube, Einrichtungen werden es schwerer haben wenn sie keinen eigenen Garten keine eigenen Außenflächen haben.
00:15:14: Davon gibt's ja schon einige und ich glaube dass das ein starkes Argument ist für die Auswahl.
00:15:20: zu sagen ich habe einen gesicherten Bereich wo die Kinder raus können auch regelmäßig raus können und Spielplätze sind natürlich nicht immer sauber und da sind immer noch Externe die dann darum herum sind.
00:15:38: also Ich denke, man kann aus jedem Konzept was machen und es gibt sehr viele nachgefragte Einrichtungen die sehr klein sind.
00:15:45: Und das gibt natürlich auch ganz große Einrichtung wo die Leute sagen, dass ist mir viel zu groß, viel zu anonym.
00:15:52: Wenn sie dort keine Haltungsveränderung haben, dann haben die mindestens genauso große Probleme wie die ganz kleinen.
00:15:57: Deswegen würde ich schon sagen, das verteilt sich gleich.
00:15:59: Was ich auch erlebe ist... Das ist immer wieder eigentlich sehr schade wenn man in diesem Konzept denkt dieses Wunsch- und Wahlrecht.
00:16:10: Das These von mir, das Thema Wohnortnähe bisher, Klammer auf Leider, klammer zu, das Ausschlaggebende ins Argument ist so nach dem Motto da lauf ich fünf Minuten hin, da laufe ich zehn Minuten hin mache ich nicht, ich nehme die fünf Minuten oder vielleicht zwei fünf oder zehn Minuten noch egal.
00:16:28: aber das besondere Konzept was dann ein bisschen weiter ist nämlich nicht so wahr ist auch eine Frage von Bewusstsein und Bewusstheit.
00:16:39: Da entwickelt sich auch gerade was, und ich denke die Zeit des Kindes in der Kita ist so besonders dass es sich immer lohnt genau hinzugucken welche Konzepte werden angeboten?
00:16:50: Welche Öffnungszeiten sind da?
00:16:53: wie stellt sich die Einrichtung dahin?
00:16:54: Bezug auf Springer Pool Sicherstellung das nicht ständig Die Einrichtungen geschlossen wird weil jemand krank wird oder eine Betriebsversammlung stattfindet oder, also da gibt es halt schon unterschiedliche Kulturen unter den Eltern in den vergangenen Jahren.
00:17:15: Ich glaube das wissen sie sehr gut und haben sehr gelitten.
00:17:19: Das macht man sich im ersten Moment gar nicht so bewusst wenn man eine Kita auswählt.
00:17:24: aber ich glaube das ist was Verbände und Träger immer noch deutlich.
00:17:30: kommunizieren sollten, guckt genau hin und überlegt euch wie wichtig ist euch Betreuungsstabilität?
00:17:36: Wie wichtig sind euch sichere Beziehungen?
00:17:39: Wichtig ist euch ein bestimmtes Konzept.
00:17:42: Wie gerade Kinder in der Großstadt mit dem Thema Natur in Verbindung kommen
00:17:48: kann nicht tatsächlich als Vater und auch als Elternvertreter nur bestätigen wenn ich das mal so darf hier in diesem Podcast.
00:17:56: also macht einen Riesenunterschied.
00:17:58: Allein schon diese Frage von Kontinuitäten beim Betreuungspersonal, Erzieherpersonal.
00:18:04: Es hat einen Unterschied bei den kleinen Knipsen ob die Erziehungspersonen Bezugserzieherinnen und Bezugserziehern dreimal wechselt in den Jahren oder ob es halt irgendwie mehr oder weniger die Gleiche bleibt?
00:18:13: Oder eben ob die Kita häufig schließt weil einfach kein Personal da ist oder so macht viel aus.
00:18:21: Was bedeutet denn dieser veränderte Lage für Sie als Frögel, als großen Träger?
00:18:25: Also ich habe jetzt auch gesehen sie haben jetzt eine Kita-Allianz gegründet Also damit was zu tun mit dieser veränderten Marktlage?
00:18:32: Ich glaube das hat etwas damit zu tun, dass wir das Thema Familie und Beruf besonders im Blick haben.
00:18:38: Und wir pflegen schon seit vielen Jahren bei fröbeln Partnerschaften mit Unternehmen um für Personalabteilung sicherzustellen, dass der Weg in eine gute Betreuung sehr einfach ist und dass man nicht die viele Berliner Betriebe werben ja auch Menschen aus dem Ausland oder aber auch aus anderen Bundesländern an und denen dann sagen zu können, guck mal wir haben hier einen Kontakt der euch Plätze vermittelt.
00:19:11: Den stellen wir euch zur Verfügung.
00:19:13: da hat sich was verändert.
00:19:14: also mit der Pandemie und vor allem mit der Einräumung von Homeoffice ist die betriebsnahe Betreuung und die Bedeutung von Betriebsnahbetreuung deutlich zurückgegangen.
00:19:24: das heißt wenn wir früher im Hause von Zalando, neben dem Gelände einer Klinik in Buch oder zusammen mit der Charité eine Kita betrieben haben.
00:19:38: Ist das zwar nach wie vor ein Angebot was wir dort bereit halten aber die gerade da wo halt Büro-Tätigkeit möglich ist sagen die Familien dann wenn ich jetzt am Freitag oder am Montag Homeoffice machen will dann bringe ich mein Kind nicht ins Büro und fahre dann wieder nachhause Und da ist dann halt die Bedeutung der Wohnortnähe wieder gestiegen.
00:20:02: Das bedeutet aber, dass sie eigentlich flächendeckend ganz Berlin abbilden müssen und wir haben auch noch aus dem Kita-Trägerbündnis gute und seit Jahren stabile Beziehungen zu den anderen Trägern gehabt sowohl in katholischen von Hedikitas zur evangelischen Kirche vom Kitaverband Mitte Nord Aber auch zu inner Kindergarten, die auch teilweise schon Unternehmenskooperation.
00:20:29: alle hatten und haben gesagt Mensch wir stehen jetzt richtig unter Druck.
00:20:32: Und wenn wir gemeinsam in die Vermarktung gehen, haben wir alle was davon weil wir haben nicht wie früher sozusagen zu viele Plätze sondern meistens immer noch irgendwo eine Lücke und so dass wir einfach sehr lange über unser Qualitätsverständnis gesprochen haben wo wir wissen das ist ziemlich vergleichbar also es komplett unterschiedlich in der Ausprägung, also die katholischen Einrichtungen haben schon auch eine eigenständige pädagogische Konzeption.
00:20:59: Genauso wie evangelisch und genauso wie Ina, genauso wie wir.
00:21:03: aber wir haben ein gleiches Bild vom Kind und wir lassen uns alle extern evaluieren wobei wir eben schon gesprochen haben und wir haben alle dieselbe Vorstellung dass wir Betreuungsausfälle nach Möglichkeit irgendwie vermeiden wollen, sei es durch Springer Puls oder andere organisatorische Vorkehrungen.
00:21:20: Das heißt uns eint da eine ganze Menge und dann haben wir uns inspirieren lassen und mehr wo kommt der Name Allianz her?
00:21:27: Also tatsächlich gibt es ja ein Beispiel wo es eine Leistungskooperation gibt die wir ganz spannend finden.
00:21:34: das ist die Starlines bei den Fluggesellschaften wo sie auch sicherstellen dass die Lufthansa fliegt halt nicht nach Australien oder fliegt halt nicht in bestimmte asiatische Länder und wo sie halt über Partner eigentlich jeden Standort dieser Welt sicherstellen.
00:21:49: Und das war die Idee, dass wir halt jeden Standorts in Berlin irgendwann sicherställen wollen und damit den ersten Aufschlag gemacht haben um Unternehmen und Personalabteilung von Berliner Unternehmen im Sinne einer guten Vereinbarkeit ein Angebot bieten zu können für ihre Mitarbeiter was sozusagen flächendeckend ist auf dieses Stadtgebiet.
00:22:08: da braucht man aber als Unternehmen wahrscheinlich auch eine bestimmte Größe für, oder?
00:22:11: Um so ein Angebot unterbreiten
00:22:14: zu können.
00:22:15: Also es macht jetzt wahrscheinlich keinen Sinn wenn man selbstständig ist und einen angestellt hat den Hauptwand zu betreiben.
00:22:24: und in erster Linie wenden wir uns auch an größere Berliner Unternehmen die auch viel realisiert sind über die ganze Stadt.
00:22:32: In jedem Fall ist es interessant für alle, mit der Interesse haben das Thema Vereinbarkeit, Familie und Beruf nach vorne zu stellen.
00:22:40: Die auch als Unternehmen darunter gelitten haben wenn es Streikwellen oder Ähnliches gab dass plötzlich die Auswirkungen auf die eigenen Betriebe waren weil die Leute ins Homeoffice mussten oder nicht Termine wahrnehmen konnten oder oder.
00:22:56: und das war ja in manchen Jahren schon massiv.
00:22:59: Und wo wir sagen wir wollen sicherstellen Alternativlösungen bieten, wo wir gemeinsam dafür sorgen dass das Thema Familie und Beruf was ja so ein bisschen in der Priorität nach unten gerutscht ist im letzten Jahren.
00:23:13: Dass das wieder oben auf die Agenda kommt.
00:23:16: Ich würde mal sozusagen aus dem Themenkomplex raus springen.
00:23:20: Mal gucken... Auf die letzten Jahre hier in Berlin.
00:23:24: Also wir diskutieren jetzt gerade in dem Moment über im Kontext einer bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl.
00:23:29: dann wird es irgendwann danach einen neuen Senat geben der sich dann auch wieder Themen setzt.
00:23:35: Was sind denn jetzt mit ihrem Blick auf die letzten fünf Jahre?
00:23:39: Die Punkte, wo sie sagen, die sind gelungen und welche Punkte sind diejenigen, wo Sie sagen oder haben wir aber noch Nachsteuerungsbedarf oder die wurden vergessen?
00:23:51: Also was gleichzeitig gelungen nicht gelungen ist das ganze Thema Kita-Ausbau.
00:23:56: ich muss mich an einer Stelle korrigieren.
00:23:58: irgendwann haben wir mal vor vier fünf Jahren gesagt so eigentlich muss Kita ausbauen weitergeführt werden, whatever it takes.
00:24:05: Also es muss viel Geld rein und dann werden die Träger auch Standorte aufbauen, die gesucht sind.
00:24:11: Ich glaube da war ich zu optimistisch.
00:24:13: einerseits.
00:24:14: andererseits sehen wir momentan dass uns Standorte gerade in den Randbezirken fehlen also speziell in Spandau und in Marzahn-Hellersdorf und in Treptoköpenick und insbesondere da wo auch Wohnungsbaustadt gefunden hat und wo halt Menschen mit pleinen Einkommen nicht hohen Mieten Und wo wir schon merken, auch wenn wir uns angucken in welchen Bevölkerungsgruppen ist die Teilhabequote an der Kita besonders hoch und besonders niedrig.
00:24:41: Denn sind insbesondere halt Kinder, die zu Hause nicht Deutsch sprechen, zu einem ganz hohen Anteil oder zum Zuhohenanteil immer noch nicht in Kitas.
00:24:55: Da muss noch nachgesteuert werden.
00:24:57: Also wo ich so sage einerseits haben Pankow, Friedrichshain-Mitte wirklich geschafft.
00:25:03: Mir ist es lieber das es zu viel als dass es zu wenig ist.
00:25:07: aber wir haben's halt auch in zentralen Stadtteilen für das Thema Kinder nicht geschafft und da müssen wir nachlegen.
00:25:14: also das ist vielleicht mal der Punkt eins.
00:25:18: Punkt zwei sind wir auch schon darauf eingegangen.
00:25:22: Wir befinden uns in Berlin auf einem hohen Niveau was die Diskussion über Qualitätsentwicklung in der Kita angeht.
00:25:31: Da haben Verbände und Senatsverwaltung wirklich viel vorgelegt.
00:25:38: Und ich finde, den Vorsprung kann man weiter ausbauen.
00:25:41: Und da, finde ich, hätten wir schon in den letzten fünf Jahren das, was ich eben gesagt habe, das System der externen Evolution weiterentwickeln können im Sinne von vergleichbar machen.
00:25:53: Der Systeme zueinander für die Eltern also im Sinne vom Budget-und-Wahlrecht auch, da sind wir vorangegangen die Ergebnisse veröffentlichen auf Websites und Co.
00:26:05: Also dass man darüber redet, dass man sich traut über Qualität zu sprechen und das es aus so einer Black Box rausgeholt wird wie gesagt ist im Ausland total üblich.
00:26:14: deswegen hatten wir da wenig Sorgen als wir es gemacht haben.
00:26:19: und dass wir das vielleicht noch mal mehr in die Diskussion reintragen weiß, wir tun es auf einem hohen Niveau.
00:26:28: Aber es lohnt sich dieses hohe Niveaux zu halten und dort eher in andere Länder im Sinne von Dänemark-Finland Baltikum zu gucken als auch andere Bundesländer die da alle hinterher hinken.
00:26:41: aber da könnten von Berlin aus also stärken Stärken Impulse ausgehen.
00:26:48: Ein weiterer Punkt ist das Thema Sprache Sprachentwicklung in Kitas.
00:26:58: Ich glaube, da hat die Bildungsministerin einen starken Entwurf vorgelegt was das neue Gesetz angeht.
00:27:07: Das wird oft kritisiert dass das Geld zurückgeht.
00:27:14: aber das Gesetz und das was die Grundlage ist es wirklich gut gedacht.
00:27:20: im Sinne von da hat man sich sehr systematisch Gedanken darüber gemacht was in den letzten zwanzig Jahren geklappt hat und was vor allem auch nicht geklappte Und es wurden ganz konkret Größenordnung für bestimmte Qualitäten definiert, die dann auch hoffentlich bleiben.
00:27:39: Also zum Beispiel eine Fachberatungsquote von einer Fachberation auf zwanzig Einrichtungen oder zehn Prozent aller Einrichtung sollen bezogen auf bestimmte sozialräumliche Faktoren gemessene Bildungsergebnisse.
00:28:02: Dazu komme ich aber gleich noch mehr Personal erhalten und da auch beschrieben, dass es ungefähr eine VBE also eine Vollstelle auf einer hunderte Einrichtung ist etwas weniger auf Einrichtungen die unter achtzig Kinder haben und etwas mehr auf Einrichten die über hundertzwanzig Kinder betreuen.
00:28:24: und aber auch noch beschrieben weitere Komponenten.
00:28:27: So, das ist der eine Teil und der ist finanziert.
00:28:29: Der ist vollkommen konnexitätskonform abgebildet im Gesetz.
00:28:35: Dann gibt es damit einen Paragrafen.
00:28:38: Ich glaube, das sind Zweiundzwanzig B., da ist drin festgehalten dass die Bundesländer verpflichtet werden vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Standards Ihren Personalschlüssel in Bezug auf unmittelbare und mittelbare pädagogische Arbeit, im Bezug aus Ausfallzeiten und Leitungszeiten zu begründen.
00:29:05: Da steht noch nicht automatisch drin anzupassen oder oder oder sondern zu begrünten.
00:29:11: Und da wird es spannend und ich glaube auch nicht mal so sehr für Berlin Sondern vor allem für Bundesländer wie Sachsen Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern Also die wirklich ganz am Ende der Kette sind.
00:29:23: Was passiert eigentlich?
00:29:25: Also wie viele Zeiten haben wir vorgesehen, damit mittelbare pädagogische Arbeit im Sinne von Dokumentationen, Gespräche mit Eltern und anderen Themen.
00:29:34: Was ist da überhaupt zur Verfügung gestellt?
00:29:36: Dann werden wir feststellen, da ist nichts.
00:29:39: Wie viel Leitungsanteile stehen de facto bereit?
00:29:42: Und diese Darlegungspflicht und Begründungspflicht sind aus meiner Sicht noch nicht konnexitätsrelevant sondern Es ist relevant dafür, dass man sich wirklich mal genauer damit auseinandersetzt wie der Personalschlüssel noch funktioniert wenn man das mal alles abzieht.
00:29:59: Weil keiner guckt sich momentan die Auswahlzeiten anders an also von der politischen Seite oder von den Verwaltungszeiten her.
00:30:04: Das ist was für die vollkommen irrelevant ist.
00:30:08: aber natürlich es im Alltag Wenn wir merken die Ausfalltage steigen durch Krankheitswellen etc.
00:30:14: deutlich an dann spürt das jede Einrichtung massiv offen, ob das wirklich konnexitätsrelevant ist.
00:30:22: Weil es ist keine Vorschrift sondern eine Prüfregel.
00:30:26: Die Länder wissen natürlich dass das für sie folgen hat weil die Verhandlungspartner also die Ligas und die Verbände müssen natürlich dann vor Ort da genau drauf gucken und wahrscheinlich wird es dann Gerichtsverfahren geben wo's dann überprüft wird wie das Gesetz gemeint ist und das wird definitiv in bestimmten Bundesländern Folgen haben das anpassung erfolgen müssen.
00:30:51: Dann kann man natürlich sagen, damit ist eine Konnexität gegeben und was der Bund bestellt muss er auch bezahlen.
00:30:57: Ich frage mich dann aber um wen geht es denn hier eigentlich?
00:30:59: Geht's um die Kinder des Bundes oder um die kinder eines Landes?
00:31:03: Und hat da nicht auch mal ein Bundesland die Verpflichtung diese Aufgabe zu übernehmen?
00:31:09: und an der stelle das meinte ich halt, jetzt ist ja wirklich gut gedacht kann man mit weniger Geld und wir wissen alle, dass wir im Bundeshaushalt momentan Riesen-Herausforderungen haben.
00:31:19: Und da wird man nicht einfach irgendwie die Milliarden Herzaubern, die es braucht um ein System was insgesamt fünfzig Milliarden kostet so teuer ist nämlich das System der frühkindlichen Bildung aktuell mal eben zu bewegen weil unter fünf Milliarden kriegen sie also immer mal zehn prozent Mittel einsatziert kriegen Sie dann nichts von A nach B bewegt und Das finde ich ziemlich gut.
00:31:41: ach und der weitere Punkt der auch noch drin steht und bemessen ist, also auch richtig mit Zeiten.
00:31:48: Dass Kinder in Bezug auf ihre Kompetenzen beobachtet werden sollen.
00:31:53: Und Beobachtungsverfahren gehören zu den diagnostischen Verfahren.
00:31:58: aber das sind diagnostische Verfahren die im Bereich der Frühpädagoge etabliert sind.
00:32:03: Die werden seit Jahrzehnten ausgebildet.
00:32:07: Da sollte sich auch keiner sträuben, die anzuwenden.
00:32:08: Das gehört zur normalen professionellen pädagogischen Arbeit Auch wenn im erster Linie immer über die Sprachkompetenz gesprochen wird, weil das auch aus meiner Sicht die Kompetenz ist, die am ehesten Teil habe Fähigkeit in Bildungssystemen gewährleistet.
00:32:25: Wird auch ausdrücklich von sozialemotionalen Kompetenzen gesprochen und von Bewegungskompetenzten
00:32:32: etc.,
00:32:33: PP, mathematischen Kompetensen.
00:32:36: also es wird halt breiter gefächert wo man sagen muss dass dem Ziel der Ganzheitlichkeit, die auch weiterhin im Gesetz drinsteht und betont wird.
00:32:48: Auch innerhalb dieses Gesetzes Änderungsvorschlages ein wichtiges Signal also dass es nicht nur blind darum geht das Thema Sprache oder mathematische Kompetenz in den Blick zu nehmen.
00:32:59: Das meine ich damit.
00:33:01: Das Gesetz bietet eine total spannende Vorlage für eine Weiterentwicklung.
00:33:08: Und das könnte Berlin weil auch vieles schon läuft, also Fachberatung wird hier finanziert und wir haben in anderen Bereichen schon gute Vorlagen.
00:33:20: Es wäre gut wenn Berlin die Fahne hochhält und sagt so, wir legen los.
00:33:24: Momentan stehen alle am Spielfeldrand und sagen aber da muss noch mehr und wir brauchen mehr Geld und es wäre immer schön, wenn mehr Geld kommt, aber jeder muss momentan irgendwas tun im seinem Feld um dazu beizutragen.
00:33:38: Da müssen Bund und Länder zusammenwirken, sollten sich nicht immer hin- und her spielen.
00:33:43: Das ist aber zu wenig und wir brauchen mehr und etc.
00:33:47: Ich würde mal bei den ganzen Punkten die Sie jetzt genannt haben ganz an den Anfang nochmal zurückspringen.
00:33:53: Da sprachen sie von Versorgungsquoten in verschiedenen Sozialräumen.
00:33:56: um es ein bisschen akademisch zu formulieren Die Frage wo sind Kinder versorgt?
00:34:00: Wo sind sie nicht versorgt?
00:34:03: Jetzt hat der Senat in einer letzten Legislatur versucht, zu erhöhen diese Quote durch die automatisierte Versendung des Gita-Gutscheines.
00:34:12: Heißt das er eigentlich noch viel früher versandt werden muss oder brauchen wir da andere Instrumente?
00:34:16: Unbedingt!
00:34:17: Also es ist aber glaube ich allen Verantwortlichen klar dass das mit drei Jahren nur der erste Schritt ist.
00:34:23: Eigentlich ist ein Versand nach dem ersten Lebensjahrsinn den Moment wo die Elternzeit ausläuft also mit zwölf oder vierzehn Monaten der ideale Anschlusszeitpunkt.
00:34:36: Ich glaube aber auch, wenn ich mich daran erinnere wie Diskussionen in der Senatsverwaltung geführt werden das breiter Konsens ist dass man das weiter nach vorne zieht.
00:34:46: Okay weil ich hatte jetzt also zu letzter Zeit immer den Eindruck, dass es eben noch ein Streitpunkt gewesen ist.
00:34:51: Macht man schon zum ersten Lebensjahr oder hast du
00:34:53: zu früh?
00:34:55: Das war meine Wahrnehmung, dass man mit dem dritten Lebensjahr beginnt und dann weiter nach vorne zieht.
00:35:01: Ich hoffe, dass es auch so ist aber ich habe die Senatoren da extrem offen diesbezüglich erlebt und eher drückend und ich weiß halt das der Verwaltungsapparat da auch seine Zeit braucht um jetzt zu gucken, dass das mit drei Jahren funktioniert und dann holt man die Zweijährigen vielleicht dazu.
00:35:17: Aber ich bin gespannt wie das da weitergeht!
00:35:19: Man braucht ja auch nicht für alles ein Gesetz, man könnte ja auch mal... also ich glaube verboten ist es nicht Einladungen Früher zu verschicken.
00:35:29: Kleine Randnotice ist total interessant.
00:35:31: übrigens, ich habe eine Freundin gesagt wir sitzen am Alexanderplatz die Sandheitsbildungsverwaltung ist ja einfach noch ein paar hundert Meter Luftlinie entfernt also quasi fast räumlich nebenan.
00:35:40: gibt es dann da aus ihrer Sicht auch weitere mögliche denkbare Instrumente um die betreffenden Eltern zu erreichen?
00:35:46: Also ich sage mal so einen Kita-Gutschein zuzusehen das ist ja eine gute Sache.
00:35:50: aber wie bringt man die Leute dahin?
00:35:54: Wir haben früher mal gesagt, man sollte es noch durch eine Incentivierung in Bezug auf den Kita-Gutschein verstärken.
00:36:01: Also ich sag mal für die Kinder, insbesondere die Kinder die halt eine sprachliche Feststellung erhalten haben dass sie einen Sprachförderbedarf haben Wenn es da hundert oder hundertfünfzig Euro mehr auf den Gutschein gäbe, wenn die in die Kita aufgenommen werden dann hätte man so einen Aspekt bei den Trägern und bei den Einrichtungen das die halt besonders prioritär aufgenommen werde.
00:36:29: Und dass man diesen Kindern auch sucht und versucht sie anzusprechen auf der einen Seite und das Geld ist gut angelegt auf der anderen Seite weil man halt auch mehr Betreuungsressourcen, gerade hier zum Einsatz bringt.
00:36:42: und ob das dann mal die Möglichkeit ist darüber.
00:36:46: Ich sag mal equivalent zu den Kiezmittern, um vierhundertfünfzig Euro Verträge also Minisops anzubieten oder Ähnliches, um Vorleseaktivitäten zu organisieren oder oder oder.
00:36:58: Das sind Dinge, die viele Einrichtungen jetzt schon machen aber für dies eigentlich keine Finanzkomponente gibt.
00:37:04: und wenn man sowas halt miteinander verbinden würde.
00:37:08: Ich bin mir sicher, da hätten wir einen starken Effekt um insbesondere die Kinder bei denen die frühe Förderung in der Kita am meisten bringt wenn wir die nochmal besonders intensiv sozusagen vom Markt holen.
00:37:24: Okay jetzt haben wir diese Thema Sprachbildung.
00:37:26: Sie haben es eben angesprochen und schon mehrmals angesprochen Diese Sprachdefizite haben wir ja bei sehr, sehr vielen Kindern.
00:37:33: Nicht nur bei denen die nicht in den Kita gehen oder denen die sehr spät in die Kita gehen sondern zieht sich also wirklich durch alle Alters- und Bevölkerungsschichten.
00:37:42: woran liegt das aus Ihrer Sicht?
00:37:46: Dass diese Sprachkompetenzen so rückläufig sind?
00:37:50: Also wir müssen momentan einfach feststellen dass wir einen sehr hohen Anteil von Menschen haben die zu Hause in ihrer Umgebung halt nicht Deutsch sprechen Manche auch wirklich gar keine Erfahrung haben, dass damit die Anwendung der deutschen Sprache als Bildungssprache sehr spät erfolgt.
00:38:11: Die später sie erfolgtest du herausfordernder ist.
00:38:15: halt sind halt die Lernschritte da gibt es halt ideale Lernfenster und wenn man die nutzen kann dann wäre das natürlich total sinnvoll im Sinne von einer Zweisprachigkeit ja extrem hoher Wert ist.
00:38:28: Und ich glaube dass wir damals diesen Aspekt der Willkommenskultur viele Menschen nach Deutschland zu holen, nicht unterliegt haben mit einer Anpassung der Bildungssysteme.
00:38:44: Das heißt, wir hätten schon damals sehr intensiv dafür sorgen müssen und sicherstellen müssen das gerade die Menschen, die halt hier hinkommen ihre Kinder in Kitas bringen können den Kommunen überlassen.
00:39:00: Es war nicht im Monitoring auf der Regierungszeit und jetzt haben wir halt, wenn man mal auch sich Vorträge von Elmar Falani anhört eine Entwicklung innerhalb von weniger als einem Jahrzehnt wo wir aus einem Land mit einer durchschnittlichen Einwanderungsrate zu einem Land geworden sind was eine der höchsten Einwänderungskoten international hat.
00:39:25: Und das ist halt kulturell nicht geschluckt bei vielen Menschen und es ist vor allem in den Systemen nicht abgebildet.
00:39:35: Und alle tun genau das Gleiche, was sie schon immer getan haben.
00:39:39: Es ist einfach ein Unterschied ob Sie zehn oder fünfzehn Prozent Kinder haben, die sprachlich... Ich würde noch nicht mal sagen gefördert werden aber die halt eine sehr intensive Sprachanwendung benötigen.
00:39:52: und der Sprachbad mit ganz vielen anderen Kindern, die halt die deutsche Sprache schon sprechen wirkt dann ja auch schon.
00:39:58: Aber das haben sie halt nicht mehr, weil Sie ganz viele Einrichtungen haben.
00:40:02: Wir sehen das momentan durch unsere Analysen – es sind jetzt die Analyse von ca.
00:40:06: seventy, achtzig, neunzig Prozent Kinder, die halt nicht Deutsch sprechen und wo sehr große Herausforderungen herrschen.
00:40:12: Das heißt dann fehlt halt, dass die Kind-zu-Kind-Relation im Sinne von Sprachanwendung und die Erzieherkindernwendung im Sinne der Sprachannwendung ist.
00:40:23: Wenn Sie so einen Tag sehen, dann sind Sie in einem Bereich Wenn Sie die Zeit gleich verteilen nach Personalschlüssel, irgendwo zwischen zwanzig und dreißig Minuten pro Kind.
00:40:33: Die sie als Fachkraft dann verteilen können im Sinne von.
00:40:36: ich spreche jetzt mit diesem Kind und bin dialogisch sehr intensiv im Austausch.
00:40:40: Und das ist schon wenn man sich die aktuellen Untersuchungen anguckt eine ganze Menge.
00:40:44: Das ist sogar in vielen Untersuchung noch viel weniger.
00:40:47: Dann versuchen Sie mal daraus dann halt ein das Lernen einer Sprache zu konstruieren.
00:40:53: Das meine ich damit da es viel Potenzial anders mit umgegangen werden und wir müssen vor allem genauer hingucken.
00:41:02: Was bedeutet das in der administrativen Umsetzung, also wenn wir jetzt schon so ein bisschen in die nächsten fünf Jahre gucken?
00:41:11: Wo haben da die Träger eine Verantwortung oder Möglichkeiten zu drehen und wo muss die Politik vielleicht noch nachsteuern?
00:41:18: Also mich hat in meiner Rolle als Verantwortlicher bei Fröbeln, also beim Trägar es war so mein Schlüsselerlebnis in der Pandemie ziemlich ratlos gemacht, dass wir gesagt haben jetzt kommen die ganzen Kinder nach Hause nur die Systemrelevanten.
00:41:33: Also die Kindersystemrelevante Eltern dürfen in die Einrichtung und was machen wir denn mit denen?
00:41:37: Und gerade die, die halt Sprachen lernen müssen.
00:41:39: und damals waren wir noch etwas kleiner.
00:41:40: aber wir haben gesagt so wir statten Familien auch mit Tablets aus und hatten sechshundert Tablets beschafft und wollten ja einen Eltern vergeben.
00:41:48: und dann haben wir gefragt an Bienen denn jetzt?
00:41:50: und wir hatten keine Übersicht Wir wussten nicht wo sind besonders betroffenen Familien.
00:41:56: und die Idee war dann Sprachsituation, dialogischen Austausch von den Pädagogen, die zu Hause waren.
00:42:05: Zu den Kindern die zuhause waren herzustellen.
00:42:08: also das war die Grundidee und das war halt ziemlich gefloppt und seitdem arbeiten wir sehr intensiv an Strukturmodellprozessen wie wir herausfinden wo Förderbedarfe.
00:42:24: Und dann haben wir irgendwann gesagt und das ist natürlich auch so ein großer Streit bei uns, dürfen wir so fokussiert vorgehen jetzt in Bezug auf die Sprachkompetenz oder muss immer alles ganzheitlich sein.
00:42:33: Wir haben gesagt es gibt wirklich sehr gute Sprachbeobachtungsverfahren, die etabliert sind, die wissenschaftlich evaluiert sind, diese seit Jahren auch in Erzieherfachschulen gelehrt werden und haben eines dieser Verfahren ausgewählt eine Digitalisierungsstruktur dafür gefunden, die auch am Markt erwerblich ist.
00:42:59: Also das ist ein Anbieter der ganz normal, also da hat nichts für uns programmiert und wir haben eines Datenschutzrechtlichen genau prüfen lassen und dann einen Prozess aufgesetzt, der sicherstellt dass jedes Kind in dem Monat nach seinem Geburtstag strukturiert beobachtet wird.
00:43:20: Das wird erfasst.
00:43:22: Es sind Zett von ungefähr Sprachbeobachtungsverfahren, das ich Basik nennt.
00:43:27: Also etabliert und den Übersichten die es gibt wissenschaftlich auch eines der best gerankten ist.
00:43:35: Und wir sehen jetzt nach über einem Jahr Rollout- und vier Jahren Vorbereitungsphase Die Ergebnisse einer Komplettevaluation von allen zwanzigtausend Kindern, die wir bei Fröbel haben Bei vielen auch schon die zweite Beobachtung, die eingespielt wird.
00:43:53: Wir können sie gerade statistisch auswerten Genau in welchen Einrichtungen wir die meisten Kinder haben, die Sprachkompetenzergebnisse haben.
00:44:05: Die im unteren Bereich sind.
00:44:08: und wir haben da wirklich massive Ballungen in bestimmten Standorten und Kommunen.
00:44:16: Interessanterweise genau da wo wir es nicht erwartet haben tatsächlich im Osten also in Frankfurt-Oder und in Cottbus wo auch im Übrigen der Personalstüssel noch besonders schlecht ist.
00:44:27: Und... Auch vielleicht die Ressourcen und die Erfahrungen im Umgang mit solchen Herausforderungen nicht so sind wie da, wo wir es vermutet hatten nämlich meinetwegen in Berlin bestimmten Stadtteilen oder in Köln in bestimmten Stadteilen.
00:44:43: Ja das geht aber gerade.
00:44:44: sagen die Migrationsquote sind den Gegnern nicht so besonders hoch?
00:44:47: Aber es wurde dann halt im Sinne von.
00:44:50: also wie geht man mit dem Thema Flucht und Aufnahme von Menschen mit Migrationshintergrund um, die wurden plötzlich halt geballt in leerstehende Plattenbauten.
00:44:58: Und dann haben sie die Kita, die ist daneben, und die ist dann halt komplett gefüllt... Mit
00:45:03: Kindern, die nicht dort sprechen?
00:45:04: Genau!
00:45:05: Und das sind halt genau die Strukturen, die wir mal mehrfach, also die sehen Sie gerade genau in verschiedenen Städten, also in Cottbus und Frankfurt oder an verschiedenen Stellen die erzeugen Handlungsbedarf.
00:45:16: Und zwar im Sinne von mehr Personal, mehr Struktur, mehr Ressourcen in Bezug auf Wertschätzung von Mehrsprachigkeit, in Bezugs auf Bereitstellung von Büchern, mehr ressourceninbezug auf Vorleseraktivitäten in den Einrichtungen gegebenenfalls auch ehrenamtlich unterstützt etc... und da müssen wir natürlich genau hingucken!
00:45:38: Die Daten in ihrer Gesamtheit ergeben uns ein viel besseres Bild über Förderbedarfe in unseren Einrichtungen, als jeder Sozialindex das bieten könnte.
00:45:48: Weil da streiten wir immer SBIOT oder NDH oder diese ganzen komischen Abkürzungen.
00:45:55: Welches bietet uns den besten Überblick?
00:45:57: und dann sagen wir einen Mix vielleicht auch aus beidem.
00:45:59: Aber hier sehen wir halt wirklich die Kompetenzdaten der Kinder Die sich ja zum Glück auch entwickeln.
00:46:05: Also die entwickeln sicher positiv.
00:46:07: Da haben wir wirklich sehr gute Entwicklung gemacht, dass wir das über ein statistisches Verfahren in einen Kompetenzaufbau raster bringen konnten.
00:46:19: Also genauso wie sich PISA oder Vera abbilden hat ein Kollege von uns das halt in eine ERT-Skala erbringen können.
00:46:29: und wir können ERTs Item Response Theory Also das ist das Verfahren, wie PISA-Vera und IQB-Skalen gebaut wurden.
00:46:38: Und wo wir sie wirklich sehen können, wie sich aufgrund der großen Zahl von Daten die wir haben eine Kompetenztreppe aufbaut.
00:46:47: Das heißt wir sehen genau welche Kompetenz besonders früh oder besonders spät beobachtet wird.
00:46:53: Wenn Sie achtundfünfzig Fragen haben baut sich da eine Struktur auf.
00:46:57: Diese Struktur können wir einfach statistisch abgeleitet aus dieser großen Zahl weit über zehntausend Datensätzen übersetzen in einem Orientierungsinstrument, was pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit gibt wenn man das gut klustert.
00:47:14: Man hat die Zone der nächsten Entwicklung zu sehen.
00:47:16: Das heißt es Kind wird beobachtet mit einer Kompetenz.
00:47:19: ich kann schon das und das und dass Und dann bekommt daraus halt der Pädagogenhinweis.
00:47:25: Dann können wir Mit Anregung zur nächsten Stufe starten Da insgesamt sieben Sprachbereiche beobachtet werden, ist das schon sehr differenziert.
00:47:35: Und ein sehr starkes Instrument was wir bis jetzt noch gar nicht gesehen haben und auch gar nicht im Auge hatten einfach immer die stärksten Impulse zu setzen.
00:47:42: also diese Förderung der jeweils der nächsten Stufe der Entwicklung ist ja alt bekannt und es ist ein etabliertes Verfahren.
00:47:50: und hier die Orientierungsqualität zu stärken.
00:47:52: ich glaube dass es schon wegweisend um die Wirkung von Kindertageseinrichtungen in Bezug auf die Sprachkompetenzentwicklung in eine ganz neue Dimension zu bringen.
00:48:04: Und ich bin ziemlich überzeugt und das werden wir auch nachweisen können, weil wir laufend evaluieren.
00:48:09: Also jeden Monat kommen anderthalbtausend Datensätze dazu und wir sehen dann halt irgendwann die Zweitritt-Viertfünfbeobachtung.
00:48:19: Das mit meiner Hoffnung.
00:48:20: meine Vision ist dass wir es schaffen Die Kinder die dann zum Ende ihrer Kita Zeit im Übergang in die Schule keine Sprachkompetenz in der deutschen Sprache mehr mitbringen, dass die Gen Null geht und wir sicherstellen können, dass halt alle Kinder die Chance auf Teilhabe durch verstehen und zuhören können haben.
00:48:46: Ich glaube das ist das was wir hier auf den Weg bringen können und da engagieren wir uns gerade sehr und er sind selber immer wieder überrascht was das Datenfeld uns bietet.
00:48:59: Das was auch total spannend ist, man denkt ja zuerst so, das sollen die Pädagoginnen und Pädagogen auch noch machen.
00:49:06: Wir kriegen so viel positive Rückmeldung weil plötzlich Entwicklungen also im Bezug auf die Sprachentwicklung der Kinder viel sichtbarer werden.
00:49:17: Das Bemühen der pädagogischen Fachkräfte wird sofort zeigt sich sofort in den Daten.
00:49:27: wir haben eine Kultur dazu bekommen, die neben den vielen anderen positiven Dingen auch so Themen mitnimmt.
00:49:34: So ich schenke dem Kind jeden Tag ein neues Wort und das etablierend von Sprachspielen, die zwischendrin stattfinden und ein bewussteres sprechen ist schon total spannend.
00:49:47: und ich glaube was große Stärke war dass wir dieses Projekt eingeführt haben einer sehr starken Unterstützung von Fortbildung und Qualifizierung, insbesondere auch mit Hilfe von Videografie.
00:49:58: Dass sie sich selber beobachten konnten wie sie sprachlich wirken und daraufhin dann auch sich selber noch stärker weiterentwickeln
00:50:06: können.".
00:50:07: Okay ich finde es total spannend weil wir diskutieren ja schon seit Jahren solange ich diese Themen irgendwie begleite über das was Sie gerade beschrieben haben.
00:50:16: Ich fasse mal kurz die statistische Begleitung von Bildungsprozessen Und da gibt es in meiner Wahrnehmung immer ein großes Fremdeln mit dem Thema.
00:50:26: Jetzt sagen Sie, das ist eigentlich ganz hilfreich weil uns hilft bestimmte Sachen weiterzuentwickeln.
00:50:32: andere Akteure argumentieren vielleicht anders.
00:50:34: Da gibt's dann irgendwie so dieses Sprachbild von der bekannten Saudi nicht fetter wird vom Wien.
00:50:40: Ich frage mich immer woran liegt es?
00:50:42: Sind es einfach zwei Welten aus denen die beteiligten Akteuren kommen?
00:50:46: oder übersetzt man an der Stelle nicht gut genug oder müsste man besser übersetzen, warum das eine dem anderen hilfreich ist?
00:50:53: Also ich glaube es gibt sofort einen Abschalten von vielen Personen in unserem Feld wenn von diagnostischem Verfahren gesprochen wird die jetzt eingesetzt werden sollen und ich bin mit den meisten glaube ich einer Meinung dass uns zusätzliche Tests und Screenings nicht unbedingt helfen.
00:51:13: Und deswegen unterscheide ich halt die diagnostischen Verfahren und dazu gehören halt Nebentestungs-Screenings auch Beobachtungsverfahren.
00:51:19: Die begleiten uns schon immer im frühkindlichen Bereich, eine professionelle pädagogische Fachkraft hat regelmäßig beobachtet und es gehört auch dazu dass man sowohl Defizitorientierter als auch stärken orientierte Verfahren kennt, je nachdem aus welchem Anlass man sie verwendet.
00:51:41: Dieses Sprachbeobachtungsverfahren, was wir verwenden ist entwickelt worden um ausdrücklich eine bestmögliche Förderung des Yvalinkindes zu ermöglichen.
00:51:51: Es ist nicht dazu entwickelt worden das was ich alles eben beschrieben habe zum Messen und Steuerungsdaten zu generieren.
00:51:59: Das spannende ist dass wir durch die digitale Erfassung der Daten datenschutzkonform anonymisiert plötzlich Steuerungs-Daten bekommen automatisch als Zugabe.
00:52:10: Das meint ich die Erfassung einfacher, die Diskussion im Team ist einfacher.
00:52:14: Und sie haben genaue Hinweise darauf, wo ihre Brennpunkte sind als Träger und wo sie genau hingucken müssen und wo Fachberatung mehr machen muss, wo sie Personalentwicklungsmaßnahmen im Sinne von Teamfortbildung oder Bereitstellung von Büchern
00:52:32: etc.,
00:52:33: also da gibt es eine ganze Menge von Methoden, die dazu beitragen können dass Sprachförderung noch wirksamer wird Also die das alles mit ermöglichen, weil wir genau wissen.
00:52:45: Wir können das kartieren und haben mittlerweile über das gesamte Bundesgebiet oder auch für die Landkreise, wo wir Kitas haben.
00:52:53: Die Schrafhoren, wo sie genau sehen – das sind Einrichtungen, die haben eine mäßige oder eine starke oder eine überdurchschnittliche Belastung.
00:53:01: Und also wir sehen die Brennpunkte!
00:53:04: Das macht ja auch was mit uns gucken damit dahin, wo wir jetzt Ressourcen hinschicken was früher so nicht der Fall war weil wir einfach auf dem Auge blind waren.
00:53:15: Das zweite ist das.
00:53:20: ich trau mich das kaum zu sagen aber ich glaube dass unseren Bereich ein wenig so einen Minderwertigkeitskomplex trägt so nach dem Motto die nehmen uns nicht ernst und diese Schulwelt die Professoren und Wissenschaftler von Seiten des IQB und den anderen großen Institutionen auf uns herabgucken.
00:53:46: Das ist zum einen Unsinn, aber auch Self-fulfilling durch eine massive Abwehr der ganzen Methoden die ständige wissenschaftliche Kommission und andere vorschlagen und zu sagen das gucken wir uns gar nicht an weil es ist nicht D&B macht es halt so schwierig.
00:54:08: Ich glaube, es ist ganz wichtig aus der Perspektive der Bildungskette auf die frühe Bildung zu schauen.
00:54:13: und wenn Sie irgendwo Applaus bekommen wollen von einer größeren Gruppe von Erziehern dann sagen sie immer wir bereiten nicht auf die Schule vor.
00:54:22: Wir sind nicht die Zulieferer von Schule sondern wir sind unsere eigene Welt.
00:54:26: Genau die ganze Diskussion?
00:54:27: Ja aber im Sinne einer funktionierenden Bildungskette müssen wir natürlich das gute Fundament legen alles aufeinander passt und dass wir nicht irgendwie Türen bauen, die dann nicht mehr zugehen.
00:54:43: Aus welchen Gründen auch immer weil sie zu groß oder zu klein sind, sondern dass wir einfach mit dem System Schule zusammenarbeiten müssen und gucken wie können wir den Übergang erleichtern?
00:54:54: Es gibt ganz viele Schulen, die geht das nicht ernst nehmen blocken, wenn man auf die Zutritt was wir gerade sehr aktiv machen.
00:55:03: In jeder Einrichtung haben wir einen Übergangsbeauftragten jetzt ausgebildet der halt Übergangsterminkalender führt im Sinne von wann finden Termine mit Schulen statt wann wird welches Thema bearbeitet?
00:55:17: aber es gibt auch umgekehrt genauso von Schulen die Erfahrung das sie auf Kitas zu gehen und den komplett egal ist.
00:55:24: was dann sozusagen nach der Zeit in der Kita stattfindet darf eigentlich nicht mehr sein, sondern wir müssten darüber gucken.
00:55:29: Und ich habe schon so ein bisschen den Ehrgeiz zu sagen Nein die Schulwelt wird nicht immer auf uns irgendwas runterwerfen irgendeinen Testverfahren oder einen Screening oder oder oder.
00:55:39: Sondern wir geben auch mal was nach oben und Ich glaube das Verfahren was wir entwickelt haben also diese Datenbasierte Kompetenzentwicklung im Bereich der Sprache dass das ein Punkt ist, der zumindest die ersten beiden Grundschuljahre weiterentwickelt werden kann wenn sie mit unseren Daten weiterarbeiten und dass wir dann sagen können Mensch guck mal wir können bis Vera III ranreichen.
00:55:59: Und damit sozusagen gute Hinweise geben wo das Kind aus der Kita kommen steht und dann aber auch weiter entwickelt werden kann in einer ersten zweiten Klasse.
00:56:11: Ich muss jetzt an dieser Stelle mal ganz kurz also mal einen Sprung machen weil ich muss noch viel Zeit gucken müssen.
00:56:17: Was wären denn vielleicht so ihre Ihre Wünsche, Erwartungen für die nächsten fünf Jahre – zwanzig, sechsundzwanzig bis einunddreißig?
00:56:26: Und das war sich eine neue Senat vornehmen müsste.
00:56:29: Ich
00:56:29: gucke wahrscheinlich nochmal über den Senat hinaus und glaube wir haben gerade so einen Gelegenheitsfenster auf der Bundesebene unter Karin Prien, die sowohl als Ministerpräsidentin sehr offen für Themen der Kita war auch wenn sie damals nicht zuständig waren Schleswig-Holstein.
00:56:47: Die
00:56:48: Bildungsministerin
00:56:50: ist im Umgang mit Ländern, weil sie die Länderperspektive gut kennt.
00:56:55: Und ich hoffe sehr, dass wir in dieser Legislatur etwas schaffen das nicht aus einer Bund-Länder-Finanzierungskonkurrenz dazu führt, dass das Gesetz jetzt komplett vom Tisch fällt, denn ich glaube dann ist die Tür auch zu und war es mit der Beteiligung des Bundes.
00:57:11: auch vor dem Hintergrund der Entwicklung mancher Parteien, dass wir diese Legislatur nutzen für die Entwicklung von Kindern zwischen Kita und Schule eine Veränderung zu erreichen.
00:57:22: Und da hilft es nicht wenn die Akteure am Spielfeldrand stehen und immer sagen lieber starten.
00:57:29: und jetzt sind wir wieder bei Berlin oder beim Bund du musst das machen als Staat oder du muss das machen Als Land oder Du musst das Machen als Bund.
00:57:38: Sondern sich jeder in seiner Rolle die Kita, der Träger, der Verband fragt wo kann ich mitwirken und wo kann nicht an einigen wenigen Stellen halt dabei helfen dass diese Situation, die manchmal sehr schwierig ist oder in vielen Stellen sehr schwierig isst das sie besser wird.
00:57:55: Und wie kann ich auch also jetzt diese Fälle.
00:58:00: es werden Gesetze vorgelegt und Sie werden irgendwie von allen Seiten wird drauf gehauen und so nach dem Motto dann macht doch den nächsten Entwurf und da muss er besser werden.
00:58:07: Also da muss sich was verändern.
00:58:08: Und das, was auch nicht passieren darf und das war jetzt auch mal weggeguckt aus Berlin nach NRW diese ABC-Klassen... Das ist die Katastrophe, die ich sehe dieses Eingreifen des Systems Schule in der Systemkita.
00:58:22: Die Kinder werden rausgeholt zweimal die Woche geschattelt in die Schule.
00:58:26: dort finden ABC Klassen statt damit sie dann im Schul Setting sprechen lesen oder Sprache lernen.
00:58:37: Und damit so was nicht stattfindet, müssen wir einfach in der frühen Bildung mit Wissenschaft gemeinsam und auch einer Innovationsoffenheit an Themen rangehen.
00:58:48: Ich glaube das Thema Sprache ist ein ganz großes Thema und wie gesagt einige werden mich jetzt wieder schlagen weil ich halt Sprache so fokussiert sehe.
00:58:56: natürlich ist unsere Stärke die Ganzheitlichkeit aber es muss sich ja nicht widersprechen dass man mal sagt man nimmt halt mal einen Thema besonders an vor dem Hintergrund von späterer Teilhabefähigkeit so entscheidend ist.
00:59:09: Ich glaube, dass Eltern von Kindern die nicht Deutsch sprechen ihren Kindern alles mitgeben können aber sie können halt die deutsche Sprache nicht beibringen und das wird auch immer in den Umfragen thematisiert.
00:59:20: Das ist eine Erwartung, die auch Familien und Eltern aus anderen Ländern an das deutsche Kitasystem haben, dass man dort Sprache lernt und deswegen gucke ich da so genau hin weil es dann dass Fundament für alles weiter ist.
00:59:37: Okay, dann würde ich das an der Stelle so stehen lassen?
00:59:41: Haben Sie jetzt noch einen Punkt den sie gerne ansprechen würden, wo Sie sagen, da hatten wir vielleicht noch nicht dabei, noch nicht mehr drin gehabt, wäre noch wichtig?
00:59:50: Nö!
00:59:51: Ich habe den Eindruck, dass Sie mich sehr intensiv zu allem befragt haben und ich habe nach bestem Wissen und Gewissen versucht zu antworten.
00:59:59: Sehr schön.
01:00:00: Herr Spiekert, ich danke Ihnen recht herzlich!
01:00:02: Vielen Dank, Herr Rechen.
01:00:04: Liebe Zugerun und Zürcher, herzlichen Dank für das wieder einschalten wenn Sie mögen.
01:00:08: Gerne bis zum nächsten Mal.
01:00:09: Ich verrate noch nicht ganz wie er kommt nur vielleicht so viel.
01:00:13: es wird der Namensvetter meines heutigen Gesprächsgastes sein auch einsteffern.
01:00:17: Der Nachname wird noch nicht verraten.
01:00:18: Vielleicht können sie sich schon denken.
01:00:21: Bis dahin eine gute Zeit und bis bald.
01:00:35: Vielen Dank fürs Einschalten.
01:00:36: Dies war Herr Fechner die zum Gesprächen.
01:00:39: Ich lade mir in diesem Podcast regelmäßig Menschen, die mit den Themen Bildung
01:00:42: und Kultur zu tun haben
01:00:43: zum Gespräch ein und herauszufinden wer sie sind was sie tun.
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