#126 Felicia Kompio und Gökhan Akgün, Vorsitzende der GEW Berlin

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00:00:10: So, hallo und herzlich willkommen zurück bei Herr Fechner-Lezunggespräch.

00:00:12: Mein Name ist Marco Fechener.

00:00:13: Dieses Episode, Einhundertsechsundzwanzig ausgestrahlt knapp vierzehn Tage vor der Wahl aufgenommen am siebenundzwantigsten August zweitausendundseixundzwanzig Und ich freue mich heute zu sprechen mit den Vorsitzenden der Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Frau Felicia Kompio und Herrn Gökhan Akgühen.

00:00:34: Schönen guten

00:00:35: Tag!

00:00:35: Guten Tag Herr Feichner

00:00:38: Sehr schön.

00:00:38: Wir wollen heute mal so ein bisschen über Ihren Blick auf die aktuelle Lage in der Berliner Bildungslandschaft werfen, genau und ich würde einfach mal ganz kurzer Thema überlegen.

00:00:50: Mal gucken was sind aus Ihrer Sicht die großen Baustellen?

00:00:54: Was sind so die Themen des nächsten Legislatur die angefasst werden müssten?

00:00:57: und wie gucken Sie auch zurück auf die vergangenen Legislatur vielleicht als Einstieg gar nicht allzu langer Zeit.

00:01:09: Was erreicht, was Sie wofür sie lange gearbeitet haben gekämpft haben?

00:01:12: Eine Vereinbarung mit der Senatsbildungsverwaltung zum Thema kleinere Klassen.

00:01:17: Vielleicht können Sie mal ganz kurz dazu erzählen, was dann sozusagen der Endepunkt war an dem es dann funktioniert hat und ob Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

00:01:27: Letztes Jahr wurden ja die Ergebnisse der Arbeitszeitstudie veröffentlicht und wir haben dann im Mai glaube ich auch mehrmals zum Streik aufgerufen Und ich habe da schon appelliert an die Politik, dass wir gesprächsbereit sind.

00:01:43: Davor hat es nicht so gut geklappt das heißt es gab keine Reaktion auf unsere Appelle und Herr Wegner der regende Bürgermeister hat mich dann eingeladen ins Rote Rathaus.

00:01:57: Wir haben ihm die Ergebnisse der Arbeitszeitstudie nochmal vorgestellt und haben da noch mal ganz stark betont die Politik jetzt handeln muss.

00:02:11: Ich glaube, eine Woche später gab es dann auch die Reaktion der Bildungssenaturin so dass wir dann auch eine Gesprächsvereinbarung erst mal unterzeichnet haben miteinander das wie ins Gespräch kommen und diese Gesprächshereinbarungen sollte in einer Entlastungsvereinwahrung münden.

00:02:32: Es waren Zähgespräche Aber die Senatoren war gesprächsbereit, der Regierende Bürgermeister hat interveniert.

00:02:40: Wir haben jetzt erreicht dass das ungefähr der Berliner Grundschulen von der Entlastungsvereinbarung profitieren.

00:02:50: Das heißt je nach Schultypisierung sie dann auch gelistet werden gibt es zwei bis drei Lehrkräfte zusätzlich und da kommen einige Lehrkräftezusammen, das sind glaube ich so zwischen hundertdreißig bis hundredvierzig Grundschulen die von dieser Maßnahme profitieren werden.

00:03:11: Ungefähr sieben Komma fünf Prozent der Lehrkräften werden von der Alltagsermäßigung profitieren heißt eine Stunde weniger.

00:03:18: Und dann gibt es daneben auch einige Maßnahmen Von den alle Kolleginnen und Kollegen profitieren.

00:03:25: Wichtig ist, dass wir jetzt die Gespräche weiterführen.

00:03:29: Weiter im Gespräch bleiben so dass auch die weiterführenden Schulen damit genommen werden aber das wir auch explizit für sie dann auch Entlastungsmaßnahmen beschließen aber auch alle anderen Grundschulen weil da besteht auch Handlungsbitter.

00:03:48: Sie haben jetzt mir richtig Worte angesprochen auf die gerne mal zurückkommen würde.

00:03:52: Die erste war die Arbeitszeitstudie, also sie hatten als GEW in der Arbeitszeitsstudie einen Auftrag gegeben bei der Uni Göttingen.

00:03:58: da gab es auch eine Debatte zu im Bildungsausschuss.

00:04:00: ich hatte damals in der Sitzung den Eindruck dass sich die GEW und die Bildungsverwaltung nicht so richtig einig gewesen sind darüber Ob diese Studie jetzt sozusagen den Kern trifft oder ob nicht andere Arbeitszeitmessungen, andere Akteure zutreffender wären.

00:04:17: Konnten Sie darüber eine Einigung erzielen?

00:04:19: Naja welcher?

00:04:19: Wie ist die Arbeitszeitstudie zu bewerten?

00:04:20: ist?

00:04:21: Wichtig wäre... Die GE Weberlin hat die Studie nicht in Auftrag gegeben.

00:04:29: Die Ergebnisse sind dekungsgleich mit den Ergebnissen auf die sich die Senatoren immer wieder berufen.

00:04:35: zum Beispiel die Studi aus Sachsen.

00:04:38: Es gab eine Studie in Hamburg und wenn man die Ergebnisse quasi sich anschaut, dann wird in der Wissenschaft überhaupt nicht infrage gestellt ob tatsächlich sie verifizierbar sind oder nicht.

00:04:52: Das ist eine ganz klare Sache.

00:04:56: Aber was folgt daraus?

00:04:58: Wir sagen, die Restlage ist klar, die Arbeitszeiterfassung muss kommen.

00:05:03: Die Arbeitszeaterfassung gehört zum Gesundheitsschutz, zum Arbeitsschutz ein Teil des Arbeitsschutzes.

00:05:10: Übrigens startet Bremen mit einem Pilotprojekt, da ist Rackles ehemaliger Staatssekretär aus Berlin in Bremen jetzt dabei die Arbeit-Zerfassung einzuführen und wir haben im Gespräch mit der Senatorin immer wieder versucht auch dieses Thema für Berlin nach vorne zu bringen weil Berlin ja Spitzenwerte erreicht über zwei Millionen unbezahlte Mehrarbeit.

00:05:35: Wir haben eine hohe Fluktuation, wir hatten auch die Arbeitsbelastungsbefragung.

00:05:40: Wir erreichen bundesweit Spitzenwerte und müssen schauen dass wir den Job attraktiver machen.

00:05:45: Lediglich zwanzig Prozent der Berliner Lehrkräfte sagen sie würden dem Job wenn Sie die Möglichkeit hätten nochmal ergreifen und das sind alarmierende Zahlen.

00:05:54: Und diese Natur war der Meinung, dass wir erstmal Ergebnis offen über eine Pilotierung sprechen können und wir haben gesagt, die Ergebnisse offen können wir darüber nicht sprechen.

00:06:09: Das Ziel muss sein dass wir den Piloten tatsächlich auch realisieren Und wir haben eindrücklich davor gewarnt.

00:06:16: ich war bei der Arbeitssenatoren Ich habe mit dem regierenden Bürgermeister darüber gesprochen.

00:06:21: Die Restlage ist klar.

00:06:23: Es ist wichtig das wir gemeinsam im Sinne der Beschäftigten aber auch der Schüler einen Lösungen finden.

00:06:31: Was heißt denn wenn Lehrkräfte nicht mehr können?

00:06:33: wenn sie ausfallen.

00:06:34: Was heißt die Belastung?

00:06:36: Jetzt könnte man sagen, schaffen wir mit der Arbeitszerfassung ein Bürokratiemonster?

00:06:41: Ich würde eher sagen Nein!

00:06:44: Wir bekämpfen sogar Bürokrateen.

00:06:46: Weniger kranke Lehrkräfte heisst weniger Bürokretee und wir haben davor gewarnt, wir haben auch ganz klar kommuniziert dass die GEW Berlin die Füße nicht stillhalten kann.

00:07:00: Und wir starten jetzt.

00:07:03: Wir haben ein restsicheres Instrument den Kolleginnen und Kollegen mitgegeben.

00:07:10: Unsere Kolleginnen, unsere Mitglieder können ihre Arbeitszeit erfassen.

00:07:14: wir bereiten Musterklagen vor und wir werden unseren Kolleginnen dabei begleiten individuell auch ihr Recht durchzusetzen.

00:07:23: Und ich frage was bedeutet das denn für die Berliner Verwaltung?

00:07:29: Die Politik hat immer noch die Möglichkeit sich mit uns hin zu setzen Lösungen zu finden.

00:07:36: Wir haben Interesse, wir sind gesprächsbereit und wenn nicht dann müssen wir schauen dass wir auf einer anderen Ebene dieses Thema weiter bearbeiten.

00:07:49: Eine andere Zahl die sie genannt hatten ist diese Aufstockung.

00:07:53: da sprachen Sie von zwei bis drei Lehrkräften pro Schule.

00:07:56: Ist das wirklich ein Entlastung am Ende?

00:07:58: Also zwei bis vier Lehrkräfte sind natürlich gut wenn man die hat.

00:08:01: Aber wenn ich mir so ein Collegium angucke, was vielleicht aus Sechzig, Siebzig, Achtzig Lehrkräften besteht.

00:08:08: Macht es dann wirklich einen Unterschied?

00:08:12: Wir gehen ja über Grundschulen und das heißt explizit... Die Kollegen

00:08:16: sind ein bisschen kleiner.

00:08:17: Genau!

00:08:17: Und wir reden über die Schulanfangsphase.

00:08:20: Wir rechnen damit erste bis dritte Klasse, dass da die zusätzlichen Lehrkräfte kommen.

00:08:25: Und sie dürfen nicht vergessen, wir haben uns auf den Weg gemacht.

00:08:27: Wir führen eine Tarifauseinandersetzung für kleinere Klassen.

00:08:31: Das ist der erste Schritt nach Jahrzehnten, dass wir da mit der Senatsverwaltung für Bildung eine Entlastungsvereinbarung abschließen um gezielt die Klassenfrequenz auch zu senken.

00:08:43: Aber ich bin vollkommen bei Ihnen!

00:08:47: Wir brauchen viel mehr!

00:08:50: Jetzt kann man drüber schreiten... Die Senats Verwaltung sagt, wir haben die Lehrkräfte nicht und wir sagen aber wir müssen den Job attraktiver machen damit wir die Lehr Kräfte gewinnen, damit wir Menschen gewinnen, die diesen Job auch machen wollen.

00:09:04: Und die GE wie Berlin ist da ganz klar... Es muss Priorität haben den Lehrkräftejob wieder attraktiver zu machen.

00:09:12: und was wir in der Politik in den letzten Jahren erlebt haben ging eher in die andere Richtung.

00:09:16: immer mehr Aufgaben sind dazugekommen.

00:09:18: Der Anteil für Unterricht ist immer weniger geworden aber die sogenannten unterrichtnahen Tätigkeiten haben zugenommen und da ist diese Nahrsverwaltung tatsächlich ziemlich kreativ jedes Jahr neue Sachen einzuführen.

00:09:35: Der Punkt an der Stelle ist auch aus meiner Sicht, dass wir hier was sehen... Wo es einfach auch wichtig ist, dass die Senatsverwaltung das auch die Senatorin sich da endlich ehrlich macht.

00:09:48: Wir hatten das eben angesprochen bei dem Thema Die Zahlen aus der Arbeitszeitstudie werden im Grunde genommen nicht einfach anerkannt, dass sie existieren um dann gemeinsam zu gucken wie gehen wir damit um?

00:10:01: Wie können wir diese Situation verbessern?

00:10:03: sondern Es wird dann darüber verhandelt ob man die vielleicht auch anders lesen könnte.

00:10:07: und wir haben doch Sachsen noch dort.

00:10:12: Dann kommt man zu dem Punkt, es gibt eine Rechtsanspruch darauf oder eine Verpflichtung des Arbeitgebers darauf die Arbeitszeit zu erfassen der eigenen Beschäftigten.

00:10:21: dann wird gesagt aber wir können doch da so ne Bereichsausnahme machen weil das da irgendwie drin steht ist ausjudiziert.

00:10:28: Bremen hat das ja jetzt anerkannt dass es ausjudiziert ist und die anderen Bundesländer haben sich entschlossen jetzt doch nochmal zum Bundesarbeitsministerium zu gehen um das zu beantragen einer die das Bundesarbeitsministerium auch schon mal zurückgewiesen hat.

00:10:43: Und trotzdem ist ja Frau Günther Wünsch jetzt auch wieder in der Öffentlichkeit damit, dass man doch da noch einen Ausweg finden könnte.

00:10:51: und dann haben wir auch wieder die andere Sache mit der Frage des Lehrkräftebedarfes, der aus unserer Sicht ja auch klein gerechnet wird.

00:11:01: Da sind wir dann beim Thema wo sie jetzt auch hergesagt hat oh als ich angetreten bin waren es und es wären eigentlich noch weniger, wenn wir nicht diese Vereinbarung mit der GEW Berlin abgeschlossen hätten.

00:11:15: Die rechnerisch wieder Vollzeitequivalente erfordert.

00:11:19: Wir haben aber ja uns hingestellt haben gesagt Sehen Sie unsere kollegin sind massiv überlastet Und alles was Frau Günther wünscht dann tut Ja wer sind ins Gespräch gegangen?

00:11:30: Wir sind sehr froh dass da auch eine Einigung erzielt werden konnte.

00:11:32: Aber Gökhan Agnün hat es gerade gesagt, es waren sehr zehe Gespräche.

00:11:37: Waren für uns auch höchstens ein erster Schritt.

00:11:40: Und selbst diese Erfolge, diese Ansätze um eine Perspektive zu schaffen für die KollegInnen vor Ort werden dann gewissermaßen wieder angerechnet und gesagt das hat aber auch einen Nachteil weil dann steigt ja der Lehrkräftepedarf.

00:11:53: Und darüber nur mit diesen Zahlen zu reden wird völlig ausgeblendet dass die Belastung der KollegInn vor Ort die ganze Zeit ja die gleiche bleibt bzw.

00:12:01: steigt wegen der steigenden Anforderungen die Gökang gerade angesprochen hat.

00:12:06: Also dieses sich ehrlich machen, zu sagen das ist die Situation und hier ist die Perspektive.

00:12:12: Wie können wir das gemeinsam angehen?

00:12:14: Dass tatsächlich in den Schulen mehr Lehrkräfte sind, mehr pädagogisches Personal auch aus anderen Professionen, die multiprofessionellen Teams, die wir fordern?

00:12:25: wie können wir dafür sorgen dass da auch dann die Bildungsqualität hochgehalten wird, dass die Schülerinnen die Förderung bekommen, die ihnen zusteht Das ist ihr Recht, dass sie gut gefördert werden und das unsere Kolleginnen auch wieder gern zur Arbeit gehen.

00:12:39: Also wenn ich Sie richtig verstehe, korrigieren Sie mich bitte!

00:12:43: Wenn ich Sie falsch verstanden habe... Die Entlastung die sozusagen die Zahlen hergeben, die erleben Sie nicht in der Praxis.

00:12:50: also wenn es dann heißt wir haben jetzt den Lehrkräftebedarf auf zweihundert bis fünfhundert Stellen gesenkt je nach Aussage werken Sie nicht.

00:12:58: Es gibt natürlich Unterschiede an den Schulen in Berlin, aber wir hören das von sehr vielen Kolleginnen.

00:13:04: Nein daraus deswegen weil Frau Günther Wünsch die und die Zahlen präsentiert hat ist jetzt hier noch keine Lehrkraft aus dem Fußboden gewachsen.

00:13:13: An der Stelle fähre ich mir die Zahlen.

00:13:16: anschaue insbesondere wie Matzahn Hellersdorf aufgestellt ist alarmierend.

00:13:24: Die Bildungssenatoren müsste eigentlich unverzüglich eine Konferenz einberufen und schauen, dass wir mehr Lehrkräfte gewinnen für Motsan-Hellersdorf.

00:13:35: Das heißt ich bin vollkommen bei meiner Co-Vorsitzenden wenn sie sagt das auf dem Papierfläch ist anders auszieht.

00:13:44: aber real spüren die Kolleginnen das macht sich in den Schulen nicht bemerkbar.

00:13:51: Und von den vielen neu eingestellten Kolleginnen sind ja unglaublich viele Studierende mit dabei, dann pensionierte Lehrkräfte.

00:14:00: Mittlerweile haben wir oder bilden die voll ausgebildeten Lehrkräften bei den Einstellungen nicht die Mehrheit und das kann auch nicht sein.

00:14:11: Ganz kurze Arbeitszeitstudie nochmal.

00:14:14: Wir haben einen Schreiben vom Bundesministerium für Arbeit.

00:14:20: Die Bundesministerin hat ihr Haus gebeten, uns zu antworten.

00:14:25: Sie hat die Arbeitszeitstudie von uns erhalten und da steht schwarz auf Weiß dass die Arbeitzerderfassung geltendes Recht entspricht und die Arbeitserderfassung muss kommen.

00:14:37: Das heißt wie wir hören jetzt von der Senatoren da gäbe es andere Restauffassungen.

00:14:43: das ist für uns ist das überhaupt nicht gegeben.

00:14:46: wenn sogar die Bundesarbeitsministerin sagt die Arbeitszeiterfassung, dass es gelten ist recht.

00:14:51: Darüber braucht man sich jetzt überhaupt nicht mehr auseinanderzusetzen sondern vielleicht wie.

00:14:57: und da sind wir auch ganz klar beginnende und pausen.

00:15:00: Mehr braucht das nicht um den Arbeitsschutz zu hinzubekommen.

00:15:05: aber ich kann Ihnen das schreiben sehr gerne zur Verfügung stellen dann können Sie sich das in Ruhe nochmal anschauen.

00:15:10: Jetzt gab's, ich erinnere mich an eine Ausschusssitzung.

00:15:12: Ich hatte sie vorhin schon mal ganz kurz erwähnt wo es eben genau um diese Arbeitszeitstudien ging also sowohl die von der Uni Göttingern als auch die aus Sachsen.

00:15:21: Da gab es auch verschiedene Positionen, die dargelegt worden sind.

00:15:23: Unter anderem ging's um die Verteilung der Arbeitszeit also das Lehrkräfte das wohl auch wurde von mehreren Seiten gesagt wohl schätzen würden.

00:15:31: zu sagen ich arbeite vormittag in der Schule und kann dann sozusagen meine Korrekturen und alles was halt noch so anfällt dann abends zu Hause machen war ja teilweise wenn man sich denn so die Länge von Arbeitstagen anschaut schon wieder eigentlich mit Arbeitsschutzrecht kollidiert.

00:15:47: wo stehen sie da als GEW?

00:15:50: In der Frage.

00:15:52: Da ist als allererstes mal anzumerken, dass wir ja schon einen seit einer ganzen Weile darauf hinwirken, das wir uns eigentlich gemeinsam daran machen eine Funktion für die Kollegin vor Ort funktionierende Arbeitszeiterfassung einzuführen.

00:16:07: Die unsere Kollegen in den Personalräten im Beschäftigtenvertretung sind da sehr engagiert und haben auch Initiativanträge gestellt

00:16:16: etc.,

00:16:17: um genau dahin zu kommen, dass man sich gemeinsam hinsetzt weil wir gar nicht bestreiten der Lehrkraftberuf, dass es die Berufe an den, die Tätigkeiten an den Schulen durchaus besondere Herausforderungen haben um eine gute Arbeitszeiterfassung einzuführen.

00:16:33: Das Problem ist nur das uns da jemand gegenüber sitzt, sie einfach sagen hier, das ist besonders deswegen geht nicht und das ist unser zentrales Problem.

00:16:40: natürlich muss man Antworten auf genau diese Fragen finden.

00:16:44: Es ist allerdings schwachsinn zu behaupten, das ginge einfach nicht und

00:16:52: Ich war ja in der Sitzung und ich kann mich sehr gut erinnern.

00:16:56: Ich finde es an dieser Stelle ziemlich interessant, auf der einen Seite der GEW-Unfachlichkeit vorzuwerfen, der Wissenschaft Vorwürfe zu machen und auf der anderen Seite aber wir kennen da Lehrkräfte und die Schätzen, die Flexibilität.

00:17:10: Mich würde interessieren ob es dazu eine Erhebung gibt oder wissenschaftliche Studien.

00:17:14: Die gibt es nämlich nicht!

00:17:15: Und wie haben aber die Ergebnisse der Arbeitsbelastungsbefragungen?

00:17:19: Wir haben die Arbeitszeitstudie Und in der Ausschusssitzung gab es auch eine Situation, wo über eine alleinerziehende Mama berichtet wurde die Nacht zu arbeiten muss.

00:17:30: Eigentlich ist dort das Problem dass eine alleineziehende Mutter nachts arbeiten muss und das muss man doch angehen.

00:17:38: Wir müssen schauen wenn wir eine Vereinbarkeit hinbekommen Familie und Beruf.

00:17:42: vielleicht müssen die Angebote noch ausgebaut werden.

00:17:45: Übrigens OGH in der Sache ganz klar.

00:17:53: Die Flexibilität wird den Lehrkräften nicht genommen, sie werden weiterhin auch zu Hause arbeiten können.

00:17:58: In Corona-Zeiten haben wir es auch gesehen dass das sehr gut möglich ist.

00:18:03: daneben müssten aber die Arbeitsplätze in den Schulen auch installiert werden besser ausgebaut werden.

00:18:08: viele Schulen haben ja da haben ja die Kolleginnen überhaupt nicht die Möglichkeit in der Schule zu arbeiten Aber ich finde es ziemlich fragwürdig, billigend in Kauf zu nehmen.

00:18:18: Dass Lehrkräfte mit Kerverpflichtungen noch bis in die Nacht arbeiten und dann noch sagt man würde ihnen die Flexibilität nehmen und den Job unattraktiv machen wenn man das ihnen verbieten würde.

00:18:32: Das geht nicht.

00:18:33: Wir müssen schauen wie können wir die Kolleginnen und Kollegen entlasten?

00:18:36: Das ist doch der Punkt!

00:18:38: Wir machen mehr Arbeit sichtbar Und der zweite logische Schritt müsste heißen, wie können wir Kolleginnen und Kollegen entlassen?

00:18:46: Die GEW Berlin hat dazu ganz viele Vorschläge.

00:18:49: Also vielleicht, ich erlaube mir jetzt hier mal aus einer anderen Perspektive vielleicht tatsächlich so ein Stück weit zu sekundieren.

00:18:55: also sie kommen ja eigentlich aus der Elternschiene und dann wünsche ich mir natürlich als Elternteil schon dass die Lehrkraft die irgendwie morgens vor der Klasse meines Kindes steht das sie einfach

00:19:04: wach ist

00:19:06: So und nicht bis morgens, nach zum eins irgendwie die Arbeiten korrigiert hat.

00:19:12: Das ist eben da auch nochmal ein Job mit einer anderen Verantwortung als es gibt viele Jobs mit einer erhöhten Verantwortung.

00:19:21: aber die Arbeit an Schule gehört dazu dass die Kollegin Sie sagen ja, die Verantwortung auch für Schülerinnen und Schüler haben.

00:19:29: Und wenn sie morgens nicht wach sind dann ist es keine Frage der Produktivität oder ähnliches sondern das ist schlicht und ergreifend einfach verantwortungslos.

00:19:38: Ja.

00:19:38: Und das merken auch Kinder?

00:19:39: Natürlich!

00:19:40: Wenn die Person vorne nicht ganz da ist, muss man ja auch nicht ganz dasein.

00:19:44: Natürlich!

00:19:48: Ich würde mal jetzt haben wir sozusagen schon ein zwei Themen irgendwie angesprochen... eigentlich schon länger virulent und baustellen sind.

00:19:56: Was sind dann aus Ihrer Sicht noch die weiteren eigentlich aktuellen Baustellen, aus GEW-Sicht?

00:20:04: Ich glaube wir haben vieles schon angesprochen aber ich habe den Eindruck Jürgen hat noch

00:20:09: einen Zusatzpunkt.

00:20:10: In den letzten drei Jahren mussten Hundertfünfzig Kitas schließen.

00:20:15: Herr Fechner Wir beobachten die Entwicklung mit Sorge.

00:20:21: Die Senatorin Sie hat den Erzieher in Kindschlüssel im U-Dreibereich verbessert.

00:20:31: Das reicht aber nicht!

00:20:33: Wenn wir uns den Personalschlüssel anschauen, dann werden zum Beispiel Ausfallzeiten bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

00:20:41: D.h.,

00:20:41: dafür gibt es keine Ressourcen.

00:20:42: aus Fallzeiten, worüber reden wir?

00:20:44: Krankheit, Fortbildung wenn Kolleginnen nicht Energierter sind und daneben müssen wir halt schauen dass die Kollegen auch Zeit haben um sich vorzubereihen.

00:20:55: Die mittelbare pädagogische Arbeitszeit.

00:20:57: Elterngespräche vorbereiten, beobachten, dokumentieren.

00:21:02: In Finnland gibt es dazu dafür Ressourcen die die Wissenschaft sagt dass wir ungefähr achtunddreißig Prozent der Arbeitszeit genau das ausmacht einmal die Ausfallzeiten und einmal die mittelbare pädagorische Arbeits Zeit.

00:21:22: Und wenn wir diese Faktoren mit berücksichtigen, dann erreichen wir beim Erzieher in Kindschlüssel auch Spitzenwerte und das kann nicht sein.

00:21:32: Auf der anderen Seite müssen wir schauen dass die Kitas als soziale Infrastruktur unserer Stadt erhalten bleiben.

00:21:37: Wir wissen die Einrichtungen die schließen sind schon mal weg.

00:21:41: oder sind wir im Gespräch wie das Gewerbemietrecht zum Beispiel verändert werden könnte damit besser schützten.

00:21:53: Als Beispiel ist ja auch Bundesrecht, aber lassen Sie uns auch schauen was Berlin konkret machen könnte?

00:22:01: Wir haben mit vielen Kolleginnen gesprochen.

00:22:04: wenn die Kitas nicht ausgelastet sind hätte man noch die Möglichkeit eine Nutzung für Jugendhilfe zum Beispiel der Elternberatung noch zu einer Nutzungen mehr Jugendarbeit oder Elternarbeit noch hinzubekommen, sodass das trotz ... Ich bekomme diesen Satz nicht hin.

00:22:33: Dass die Kitas trotzdem weiterlaufen können in der Stadt erhalten bleiben und für die Jugendhilfe zum Beispiel da gibt es ganz viel Potenzial.

00:22:45: Da werden auch Räume gesucht oder können Angebote an Kitas stattfinden.

00:22:50: ganz kurz um die Kontext gerade zu ziehen.

00:22:52: Also ich vermute mal, dass sie diese Kita sterben, nennt man jetzt mal oder den Rückgang der Kita-Zahlen zurückführen auf sinkende Kinderzahlen.

00:23:02: Ja das sind ja die offiziellen Zahlen.

00:23:06: Genau

00:23:07: okay ich wollte es nur gerade für den Kontext, dass wir

00:23:09: nichts übersehen.

00:23:10: Genau da sind die zurückgehenden Kinderzahlen einmal positiv genutzt.

00:23:17: wurden für diese einen Schritt bei der Verbesserung des Betreuungsschlüssel, aber an anderen Stellen eben dann auch wieder in die Logik verfallen wird weniger Kinder oder brauchen wir diese Kita nicht mehr?

00:23:31: und das ist natürlich... Aus meiner Sicht, das ist natürlich ein zweifacher Fehlschluss.

00:23:38: Weil auf der einen Seite wir vorher ja die Situation hatten dass wir eine massive Überlastung des Systems hatten.

00:23:44: also erst mal zu gucken wie kann man die die Ressourcen eigentlich jetzt wieder in Anführungszeichen normal nutzen weil sie vorher die ganze Zeit eigentlich unter Notbetrieb gelaufen sind also weiterhin an den Betreuungsschlüssel zu gehen Personalschlüssel.

00:24:03: anderen Seite, das was Gökern gerade ja auch angesprochen hat.

00:24:06: So eine Kita im Kiez ist halt nicht nur dafür da um dafür X Stunden am Tag Kinder aufzubefahren sondern es ist ein Teil der sozialen Infrastruktur und um die machen wir uns eben auch massiv Sorgen.

00:24:19: Gökert hat es angesprochen dass wir da unterwegs sind um auch einfach bisschen Lösungen irgendwie auf dem Tisch zu liegen die vielleicht jetzt im ersten Moment den Leuten nicht so präsent sind, aber natürlich erwarten wir eigentlich da vorn der Politik auch dass sie auf Lösungen kommen weil selbst wenn man zu dem Schluss kommt das ein paar Kitas weniger sinnvoll sind.

00:24:41: Das was wir im Moment sehen ist natürlich einen im Grunde ungeplanter und strategischer Abbau und Schrumpfen und da sehen wir riesen Probleme und wir sehen vor allen Dingen auch dass das eben Folgeprobleme zeitigt Thema, was wir auch häufig sehen in der Bildungspolitik frustrierenderweise seit Jahrzehnten.

00:25:04: Dass über diese Vollgewirkungen ganz selten mitgedacht wird und dass es eben bei diesem sogenannten Kita-Sterben definitiv aktuell auch wieder der Fall ist.

00:25:14: Und Staatssekretär Lieke hat sich ja dazu auch geäußert und das ist der Meinung man müsse halt paar Unternehmensbetreterinnen die Einrichtungen schicken Und man müsse die Eigenbetriebe zum Beispiel umstrukturieren, dann wird das schon.

00:25:30: Wir hören von vielen Kolleginnen dass sie in eine Marktsituation gebracht werden wo sie gegen andere Kitas konkurrieren müssen und diese Marktlogik ist total gefährlich.

00:25:45: Was heißt denn das übersetzt?

00:25:48: Das hören wir auch von der Politik.

00:25:50: Die stärkeren überleben Überleben dann halt nicht.

00:25:55: Und das ist keine Tierdokum, d.h.

00:25:57: Kitas haben unterschiedliche Herausforderungen.

00:26:00: Dann haben wir Träger die Gebühren noch verlangen, die zusätzliche Angebote anbieten, obwohl das Land Berlin versprochen hatte, dass sie das decken wollen.

00:26:11: und dann haben wir öffentliche Kitas, die diese Möglichkeiten nicht haben, die keine Wellnessprodukte an Eltern verkaufen, keine Macaroni-Bilder.

00:26:24: Ich weiß, dass die Eigenbetriebe ganz große Schwierigkeiten haben um die Betriebe weiter finanzieren zu können.

00:26:29: Und dann müssen wir schauen das die Eigen betriebe auch erhalten bleiben weil sie eine unglaublich wichtige Funktion haben.

00:26:35: Die Eigenbetrieb sind... ich würde jetzt behaupten das sind alle Kitas aber insbesondere wenn wir uns die Zahlen anschauen dann wird es bei den Eigenbetrieben deutlich sind offen für alle Kinder d.h.

00:26:49: Mitteilzeit Bescheid, ohne Teilzeitbescheid alle Kinder kriegen einen Kita-Platz.

00:26:57: Und die Eigenbetriebe haben auch eine Signalwirkung weil die Eigen Betriebe auch tarifgebunden sind.

00:27:03: bei den Eigenbetrieben gibt es Beschäftigtenvertretungen und mit den Eigen betrieben können wir auch den freien Trägern quasi sagen hier so kann Kita funktionieren und daher müssen wir schauen.

00:27:16: Wir haben jetzt aus wir haben mit allen demokratischen Fraktionen gesprochen.

00:27:22: Zumindest haben sie uns gesagt, dass Sie die Eigenbetriebe erhalten wollen.

00:27:26: Aber wir werden genau hinschauen und ich kann nur wiederholen, dass wir diese Logik, die Markt-Logik an der Stelle auch ablehnen.

00:27:36: Was heißt das?

00:27:37: Also was heißt das in der Konsequenz wenn Sie sagen, Sie lehnen diese Marktlogik

00:27:40: ab?

00:27:41: Naja Bedarf... Wenn man sich die Kita-Finanzierung anschaut.

00:27:48: Also ganz kurz also heißt es, die Eigen Betriebe wieder zu vergrößern oder...?

00:27:53: Die Marktlogik heißt Angebot Nachfrage.

00:27:56: Lassen Sie uns da mal anfangen, das ist sowieso eine total interessante Situation.

00:28:02: Die Eltern müssen dem Bedarf erst einmal nachweisen.

00:28:06: Dann sagt die Gutscheinstelle ja sie haben ein Bedarf und dann werden Verträge abgeschlossen Und je nach Kinderzahl gibt es eine Finanzierung.

00:28:17: Wir sehen ja dass das nicht funktioniert weil wenn wir einen geboten Rückgang haben, wie jetzt befinden sich dann auf einmal ganz viele Kitas im personalen Überhang und müssen halt Personal abbauen.

00:28:30: Wir wissen aber auch dass Erziehungsarbeit Beziehungsarbeit ist.

00:28:32: das heißt die Kitas die haben wie Felicia Compio das auch sehr gut glaube ich zutreffend dargestellt hat eine besondere Funktion in den Kieten In der sozialen Stadt ist es besonders wichtig.

00:28:49: Und dann zu sagen, weniger Kinder bedeutet wir schließen Kitas und wenn der Bedarf wieder wächst, dann bauen wir wieder Kitas.

00:28:57: Das ist auch überhaupt nicht ökonomisch.

00:29:00: jetzt.

00:29:01: in den letzten Jahren wurden mit Bundesmitteln die Kita-Plätze ausgebaut.

00:29:06: Berlin hat unglaublich viel investiert auch mit Bundesmittel und jetzt werden Kitas geschlossen.

00:29:11: das ist doch gaga!

00:29:14: Daher müssen wir schauen dass das jetzt in die Qualität investiert wird, dass wir wegkommen, dass Kitas ausschließlich nach Bedarf finanziert werden.

00:29:27: Sondern dass sie zum Teil auch über Pauschalen finanzieren werden.

00:29:30: Das wäre doch eine Möglichkeit.

00:29:33: Also da vielleicht nur ganz kurz zum Kontext im Moment ist es so, man könnte sagen, das Kind bringt das Geld und die Stelle mit.

00:29:39: Und je nachdem wie viele Kinder eine Kita aufnimmt umso mehr Stellen kann sich dann sozusagen... Und Sie wollen jetzt eine Pauschale haben?

00:29:46: Das wäre eine Möglichkeit.

00:29:47: Natürlich muss man trotzdem schauen, dass die Anzahl der Kinder nicht aus dem Augen verliert ist ja auch ein Kriterium aber daneben braucht es halt mehr.

00:29:58: das ist der Punkt

00:30:00: Genau.

00:30:00: also nur um das nochmal zu unterstreichen Es geht ja hier darum, dass wir als Stadt Gesellschaft formulieren, was sind unsere Bedarfe und wie fügt sich da die Kita ein?

00:30:12: Wie fügen Sie sich die Kitas in die Kitze ein?

00:30:15: Welche Funktionen sollen sie da auch leisten.

00:30:18: Und das liegt eben... nicht immer, aber unter Umständen über Kreuz mit den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen damit nach Marktlogik Kitas zu betreiben.

00:30:29: Und dementsprechend geht das dann auch gar nicht darum, dass einzelnen Trägern vorzuwerfen, sondern es ist vollkommen klar, dass da eben auf den eigenen Betrieb und die sinnvolle Durchführen des eigenen Geschäfts geachtet wird.

00:30:45: Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass das im Sinne der Stadtgesellschaft

00:30:49: Ich würde nur ganz kurz ankiesern, weil wir jetzt in Episode Hundertzechsundzwanzig sind.

00:30:54: In Episode Hundertfünfundzwandzig und der nächsten Episode Hunderdseinzwanziger sprach ich mit Betreibern von privaten Guitars also wohl mit Lars Bekoschi vom VKMK als auch mit Stefan Spieker von Fröbel über ähnliche Probleme oder die gleichen Probleme und über deren Herangehensweise aus der Sicht von verschiedenen großen Trägern.

00:31:15: Also vielleicht einfach eine kleine Hörermpfehlung, aber ich würde jetzt ganz gerne wieder zu Ihnen zurückkommen.

00:31:18: Sie haben vorhin von Lösungen gesprochen die sie im Moment versuchen zu streuen bei den Verantwortlichen.

00:31:24: da haben Sie jetzt eins oder zwei Sachen schon genannt.

00:31:26: was zählt dann noch dazu?

00:31:30: Wie könnte man das Problem noch lösen?

00:31:33: Ne ne man in die Qualität investiert Das heißt der Erzieher- und Kindschlüssel muss unbedingt angepasst werden.

00:31:38: wir haben... Ich kann Ihnen sehr gern die Zahlen zur Verfügung stellen wenn man ganz konservative Zahlen oder Empfehlungen nimmt vom Bertelsmann dann sehen wir, dass wir nicht so gut aufgestellt sind.

00:31:50: Alleine was die mittelbare pädagogische Arbeitszeit angeht und was ist überhaupt Aufgabe der Kita?

00:31:58: Viele haben halt die Vorstellung, die Kita soll die Kinder auf die Schule vorbereiten und wir sagen nein!

00:32:04: Die Kita hat ein Bildungsauftrag Und diesen Bildungsaufgang können Kolleginnen nicht immer zurecht werden, weil sie eher die Kinder beaufsichtigen und das Beginn der Bildungsprogramm zum Beispiel nicht umsetzen können.

00:32:17: Wir haben einige Träger.

00:32:18: da gibt es Dienstvereinbarungen wo den Kollegen eine Stunde für mittelbare pädagogische Arbeitszeit quasi zur Verfügung gestellt werden und oft haben wir aber die Situation dass für die mittelware pädagorische Arbeitszeiten überhaupt keine Ressourcen zur Verfügung stellen stehen und das kann nicht sein.

00:32:36: Pädagogische Arbeit muss vorbereitet werden, muss nachbereitet werden und man muss einfach die Kinder im Blick haben, die Entwicklungen auch Dokumenten damit man sehen kann frühstmöglich sehen kann wie die GEW Berlin verfolgt auch kein Defiziter im Blick.

00:32:52: Sehen kann wo sind die Stärken?

00:32:53: Und wie können wir die stärken stärken?

00:32:56: so da setzen wir an Umschauen.

00:33:01: auf dem Papier sieht der Schlüssel im U-Dreibereich gut.

00:33:07: gut aus, aber wenn wir dazu noch rechnen die Ausfallzeiten und die fehlende NPA-Zeiten dann sieht es halt nicht so gut aus.

00:33:14: Genau jetzt macht das Sinn in die Qualität zu investieren, weil jahrelang hat auch die Politik gesagt, die Forderungen der GEW sind nicht umsetzbar, woher sollen wir die Erzieherinnen und Erziehern bekommen?

00:33:25: Wir haben nicht so viele Erzieharren, wir haben ein Fachkräftemangel.

00:33:28: Jetzt sind die Erzierenden im System und jetzt kann man doch in die.

00:33:32: Und ich sage es nochmal, die Verbesserung im U-Dreibereich begrüßen wir ausdrücklich.

00:33:38: Aber wir sagen das reicht nicht!

00:33:40: Wir müssen da weitergehen.

00:33:42: Okay wie weit?

00:33:43: Naja was heißt zum Beispiel konkret die wissenschaftlichen Empfehlungen?

00:33:48: uns noch mal anschauen und an der Stelle gibt es auf Bundesebene eine interessante Diskussion.

00:33:53: unser Grundgesetz sagt niemand darf wegen seiner Herkunft benachteiligt werden.

00:33:58: aber wie ist es denn wenn mein Kind Beim Träger betreut wird, die nicht so viel Personal haben und nicht so viele Mittel haben.

00:34:10: Und andere Kinder werden woanders betreuert, wo wirklich sie vielleicht einen besseren Schlüssel haben?

00:34:16: dann ist es nicht so dass die Herkunft darüber entscheidet welche Bildungsstanden sind die Kinder haben.

00:34:21: Wir sind für bundeseinheitliche Qualitätsstandards.

00:34:24: Die müssen wissenschaftlich begründet sein, nicht dass die Landeskasse oder die Terminlage der Kreissele darüber entscheidet welche Bildungsperspektiven der Kinder haben sondern dass wir feste Kriterien haben.

00:34:37: und dann haben wir nämlich auch nicht solche Situationen wenn die Kinderzahlen sinken.

00:34:41: das man versucht irgendwie im wahrsten Sinne was herbeizuzauern.

00:34:49: Ich würde noch mal einen Moment im Kita-Bereich bleiben wollen.

00:34:52: Jetzt haben wir die letzten Jahre intensiv und viel über das sogenannte Kita Chancenjahr gesprochen, wie schauen Sie denn auf das Thema als GEW?

00:35:04: Also

00:35:04: ich frage es mal bewusst ganz offen erstmal.

00:35:07: Naja sind unterschiedliche Ansätze.

00:35:14: Wenn wir die Besuchskwote uns noch mal anschauen, da gibt es tatsächlich... Hätten wir einen Berlin-Stichon gut dar.

00:35:22: Aber da ist noch Luft nach oben und wenn wir es schaffen könnten, dass die Plätze auch dann ausgelastet werden, dann hätten wir wahrscheinlich nicht so ein Überhang in den Kitas.

00:35:35: Und auf der anderen Seite sehen wir auch die Reelstudie.

00:35:40: Die ReelStudie macht deutlich das die Herkunft darüber entscheidet ob die Kinder ein Kita-Platz bekommen oder nicht.

00:35:47: Obwohl wir einen Überhang haben, jetzt wurden die Zahlen nochmal veröffentlicht, einen persönlichen Überhang, obwohl wir ganz viele umbesetzte Plätze haben sehen wir aber das in manchen Bezirken Eltern weiterhin keinen Kita-Plazz bekommen und da ist auf jeden Fall ganz viel Luft nach oben.

00:36:05: Wir müssen schauen dass wir mehr Eltern erreichen.

00:36:08: Ich habe Freundinnen Neue BerlinerInnen und als ich den gesagt habe, dass sie in der Schwangerschaft sich um einen Priterplatz kümmern sollen dann dachten Sie Ich veräpple sie oder so.

00:36:23: Das heißt aber, dass man frühzeitig vielleicht in der schwangerschaft die Angebote schon ausbaut das klar wird.

00:36:28: wie ist Berliner Bildung so aufgestellt, wie ist die Kita aufgestellt?

00:36:34: Es ist ja auch ziemlich bürokratisch.

00:36:36: überhaupt so ein Bescheid.

00:36:37: Jetzt gibt es ja die Möglichkeit oder jetzt wird das ja auch schon praktiziert dass die Gutscheine nach Hause versendet werden.

00:36:43: aber ich glaube alleine mit einem Jahr wo die Familien verpflichtet wären ihr Kind in der Kita betreuen zu lassen das ist schwer durchsetzbar.

00:36:53: was passiert wenn Familien das nicht machen gibt es dann juristische Auseinandersetzungen, wer soll die an der Stelle das Recht auch durchsetzen?

00:37:03: Kriegen wir das hin.

00:37:04: Wir sind dafür dass erst die Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten Beratungskapazitäten ausbauen Familienhilfe stärken aufsuchende soziale Arbeit stärken und dann kann man nochmal darüber diskutieren wie wir mehr Familien wie wir Kinder erreichen wollen.

00:37:22: so und an der stelle weil sie explizit auch gefragt haben Es soll ja auch mehr getestet werden und da ist unsere Haltung auch ganz klar, unsere Kolleginnen wissen wo die Kinder Bedarfe haben.

00:37:37: Wir haben ganz viele Beobachtungs-Instrumente wir haben ganz viel Dokumentationsinstrumente Und wir glauben nicht dass durch mehr testen Die Ergebnisse sich dann auch verbessern.

00:37:49: Wir brauchen erstmal mehr Personal.

00:37:51: wir müssen erst mal schauen das es berliner Bildungsprogramm überhaupt umgesetzt wird.

00:37:56: Da hakt es schon oft.

00:37:59: Dann müssen wir schauen, dass die Kolleginnen tatsächlich beobachten können, dokumentieren können, Ressourcen und Stärken orientiert den Kindern auch Angebote machen können Und dann kann man an der Stelle darüber nachdenken wie weitere Schritte, wie viele Instrumente installieren wollen.

00:38:23: Wir sprechen beim Kita Chancen ja immer so von einem Jahr vor der Einschulung.

00:38:27: Wie schauen Sie denn da jetzt nicht administrativ, sondern vielleicht pädagogisch drauf?

00:38:31: Also reicht dieses eine Jahr um den beabsichtigten Zweck zu erreichen?

00:38:36: Nämlich mehr Sprachkompetenz bei den Kindern?

00:38:40: Nein ich möchte einen ganz anderen Ansatz Herr Fischer.

00:38:44: Ihr Ansatz verfolgt halt die Frage was braucht Schule?

00:38:49: Nee, aus der Richtung wollte ich es gar nicht aufmachen.

00:38:54: Die Argumentation ist ja, wenn wir die Kinder ein Jahr vorher in sozusagen energetierter Sprachförderung bringen dann natürlich am Ende sozusagen der Übergang in die Schule.

00:39:05: das Ziel aber die Frage ist erreicht dieses eine Jahr um den Sprachniveau signifikant anzuheben?

00:39:12: Aber lassen Sie uns trotzdem beim Ansatz festhalten?

00:39:15: Wir müssen zuerst die Frage stellen Was brauchen Kinder?

00:39:20: Und Sprachförderkräfte hatten wir an einigen Berliner Kitas.

00:39:27: Die Fördertöpfe sind ausgeschöpft und Berlin hat sich dafür entschieden, die Mittel nicht bereitzustellen.

00:39:36: Wir reden über durchgängige Sprach förderung.

00:39:39: was heißt denn überhaupt Sprach-Förderung?

00:39:42: Ich hatte mal eine interessante Unterhaltung.

00:39:48: Da hatten eine Kollegin erzählt, dass sie Dienstag noch mal Sprachförderung betreiben.

00:39:52: Ich habe gesagt und was ist wenn das Kind philosophische Fragen stellt?

00:39:58: Und dann hat die Kollegin gesagt also philosophiert wird bei uns am Freitag.

00:40:02: ich meine nur Sprachörderung durchgängig zu denken.

00:40:07: da sind so viele Bildungssituationen wo man auch Themen der Kinder aufgreifen kann übergreifend auch Sprachförderung betreiben kann.

00:40:19: Da ist unglaublich viel Potenzial und deshalb müssen wir eher schauen, dass Kitas personell besser ausgestattet werden, dass die Kolleginnen auch Instrumente in die Hand gegeben werden.

00:40:31: In der Schule hatten wir die Diskussion mit den Tablet zum Beispiel, mit den Dokumentationsinstrumenten.

00:40:36: Ich weiß, dass ganz viele Kitas diese Möglichkeit halt nicht haben.

00:40:40: Es war mal Thema bei den Eigenbetrieben, sodass sie da auch die Möglichkeit haben medial was anzubieten und was zu machen.

00:40:48: Aber alleine aus der Perspektive jetzt Kita Chansenjahr damit Sie besser starten können und da sollen sie ein Jahr mehr die Schule besuchen... ich kann Ihnen sagen das wird nicht funktionieren.

00:41:03: es kann nur funktionieren wenn wir genügend Fachkräfte in den Kitas haben.

00:41:09: Dadurch, dass wir einen Fachkräftemangel hatten hat es auch bei einigen Kitas dazu geführt, dass das fachkräftige Boot aufgeweicht wurde.

00:41:18: Das heißt da werden Kolleginnen beschäftigt die haben nicht die Erzieherinnen Ausbildung.

00:41:24: Da fehlen auch Qualifizierungsangebote für die Kolleginnen und Kollegen Und das sind, glaube ich, wichtige Schritte.

00:41:29: Dass wir die Kolleginnen weiter unterstützen, Fort- und Weiterbildungsangebote, Sprachförderkräfte können eingesetzt werden der jetzt hier in Kindschlüssel müsste verbessert werden und die Kitas müssten besser ausgestattet werden auch materiell damit sie die Kinder effektiver begleiten und unterstützen können.

00:41:48: Jetzt gibt es in Teilen der Politik... Ich würde das gar nicht parteipolitisch adressieren.

00:41:53: aber in Teilena Politik wird ansinnen dieses Konzept-Kitaschancen ja in Richtung eines Vorschulformats weiterzuentwickeln.

00:42:03: Wie schauen Sie auf dieses Thema, also diese Idee Vorschule?

00:42:08: Also ihr könnt es mir vorstellen aber ich frage trotzdem...

00:42:12: Wir haben ja auch interessante Studienergebnisse.

00:42:14: wenn man sich das Französische Bildungssystem anschaut wo die Vorschulle durchgängig auch installiert ist und die Ergebnisse anschaut wie schneiden französische Schülerinnen ab und wie Berliner Schülerinnen, dann sieht man das in den ersten Jahren.

00:42:31: Wir schon die Verganzen feststellen aber das gleist sich dann aus.

00:42:34: wir sind gegen die Verschulung der Kindheit.

00:42:38: Die Kinder haben das Recht auf Spiel auf Erholung auf Freizeit und wir haben einen ganz anderen Ansatz.

00:42:45: Und die Überlegungen war ja in Berlin dass in der Kita schon Themen aufgegriffen werden, die mit dem Berliner Bildungsprogramm schon die Kinder in ihren Kompetenzen gestärkt werden so dass sie auch gut in die Schule starten können.

00:43:07: Und da müssen wir doch ansetzen!

00:43:09: Wir müssen festhalten das Kitas überfordert sind personell und dass ihr im Bildungsauftrag nicht gerecht werden könnt.

00:43:18: So und weil ansonsten haben wir nochmal ein Konstrukt Und werden irgendwann feststellen, dass das auch nicht funktioniert?

00:43:25: Was kommt dann?

00:43:28: Okay.

00:43:30: Ich würde gerne Sprung machen nochmal thematisch.

00:43:32: Wir haben jetzt schon ein bisschen über die Vergangenheit gesprochen und ich wollte es ganz gerne mal so über die nächsten fünf Jahre sprechen.

00:43:37: wir sind kurz von der Abgeordnetenauswahl

00:43:41: und

00:43:42: wüsste ganz gern aus Ihrer Sicht was sind eigentlich so die Baustellen und vielleicht würde ich mal thematischen kurzen Einstieg probieren oder machen.

00:43:52: Sie sprachen vorhin von Schulen in Marzahn-Hellersdorf.

00:43:54: Jetzt haben wir ja seit Jahren diese Diskussion über die Verteilung von Personal im Land Berlin, dann gibt es da gibt's diejenigen Akteure, die sagen nein, wir müssen die Lehrkräfte gezielt zuweisen in bestimmte Bezirke, in bestimmten Schulen, die müssen wir dann im Zweifel umsetzen.

00:44:09: und dann gibt's andere Akteuren die sagen nee lass uns die lieber als Referendarinnern schon in die Schulen bringen und hoffen dass sie denn da kleben bleiben.

00:44:17: Wo stehen Sie in dieser Diskussion?

00:44:20: Also war das Ihre Position dazu.

00:44:22: Vielleicht kann ich da einmal ganz kurz vorher einsteigen bei der Frage, wo sollen denn die neuen Lehrkräfte für die nächsten Jahre überhaupt herkommen?

00:44:32: Weil bevor wir zu der Frage kommen, wo wir sie hinsetzen ist ja erstmal der Punkt.

00:44:37: Wir hatten davorhin schon drüber gesprochen.

00:44:39: selbst bei der Rechnung von Frau Günther Wünsch fehlen immer noch einige und ich hatte ausgeführt warum wir dieser Rechnungen nicht unbedingt zustimmen.

00:44:49: Wir gucken uns ja auch die Lehrkräftebildung an und organisieren auch generell Kollegen an Hochschulen.

00:44:58: Die Berliner Hochschule haben ihre ganz eigenen Herausforderungen Da fängt es ja schon an.

00:45:08: Wir haben die Situation, dass das ganze Berliner Hochschulsystem geschrumpft werden soll oder es wird gerade schon geschrumpsft.

00:45:16: aus einem Aufwuchs von fünf Prozent der Mittel hat der Senat durch Vertragsbruch schnell mal eine Kürzung um zehn Prozent gemacht und davon haben sie gesagt nehmen wir die Lehrkräftebildung aus.

00:45:30: Das ist natürlich etwas was wir begrüßen.

00:45:33: nichtsdestotrotz verschlechtern sich damit höchstwahrscheinlich perspektivisch die Bedingungen für die Lehrkräftebildung in Berlin, wenn da nicht gegen gesteuert wird.

00:45:44: Und das ist etwas was wir eben als große Herausforderung sehen für den nächsten Senat.

00:45:51: wie wird damit umgegangen?

00:45:53: Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Themas was ja immer über allem hängt Wie wird überhaupt finanziert?

00:46:00: weil wir wissen der nächste Doppelhaushalt Wartet und... alle Beteiligten, alle die irgendwie eine Form von Einblick darin haben erwarten dass das Tendenz ja noch schlimmer wird als der letzte Doppelhaushalt.

00:46:16: Vor diesem Hintergrund machen wir uns vor allen Dingen Gedanken darüber wie wollen die Parteien die Lehrkräftebildung angehen und wie wollen sie sich auch stärken?

00:46:26: welche Ideen haben Sie auch dafür die Themen wie beispielsweise Verzahnung mit der Praxis zu verbessern?

00:46:33: Und ein wichtiges Thema was wir sehen da Da schließt sich dann wieder der Kreis so ein bisschen zu dieser Bedarfsberechnung.

00:46:41: Ist die Frage, wie können wir den Ausbildungscharakter des Referendariats erhalten?

00:46:46: Ein Mittel von Frau Günther Wünsch um den Bedarf runterzurechnen war ja die Referendarinnen mit mehr Stunden auf dem Bedarf der Schulen anzurechnet und da sind wir von sieben auf zehn Stunden in den letzten Jahren hochgegangen.

00:46:59: das ist etwas was dringend wieder geändert werden muss um überhaupt die Chance zu haben, dass neue Kolleginnen da gut reinkommen und nicht schon im Referendariat.

00:47:12: quasi verbrannt werden.

00:47:13: Also das hören wir aus in Gesprächen immer wieder, dass das Referendariat – es ist immer eine Herausforderung natürlich und deswegen haben wir das ja auch begrüßt, dass generell über eine Reform nachgedacht wurde.

00:47:26: aber das was da im Moment passiert ist sehen wir extrem kritisch und da muss auf jeden Fall wieder ran gegangen werden um diesen Ausbildungscharakter zu erhalten um die jungen Kollegen gut zu unterstützen.

00:47:39: Bevor wir überhaupt zur Frage kommen wie wir dann die Kolleginnen, die wir haben verteilen können.

00:47:47: Das ist mir tatsächlich ein sehr wichtiges Anliegen, dass wir das mitdenken und diesen Teil der Bildung nicht zuletzt natürlich auch die Tatsache, dass ja ganze Bereich Wissenschafts- und Hochschulen für Berlinin unheimlich wichtiges Thema an und für sich ist aber durch die Lehrkräftebildungen natürlich für unsere Organisationsbereich eine enge Verbindung besteht.

00:48:13: Sie sagen es gerade, dass sie befürchten das die Lehrkräftebildung sich verschlechtert wenn Hochschulen kürzen müssen selbst dann wenn der Bereich der Lehrkräfte aus ihr spart bleibt bei den Kürzungen?

00:48:25: Wie meinen Sie das?

00:48:27: Es geht beispielsweise einen Punkt den wir sehen ist dass es um bei den kürzenden so eine Hochschule hat nicht so wahnsinnig viele Möglichkeiten zu kürze.

00:48:38: da gibt's auf der einen Seite die Personalkosten einer der größten Posten, oder der größte Post in den Personalkosten.

00:48:48: Die sind halt fix.

00:48:49: Da kann man schon kräftig kürzen beim Personal.

00:48:52: Das sehen wir auch.

00:48:52: da wird eingespart.

00:48:55: Wir haben eine extrem hohe Befristungsquote im allgemeinen Arbeitsmarkt bei sieben bis acht Prozent unter WissenschaftlerInnen bei über achtzig Prozent Acht Null in Zahlen.

00:49:08: Das heißt, die Kolleginnen werden dann einfach nicht weiter beschäftigt

00:49:11: etc.,

00:49:12: es wird auch geguckt wo Lehrstühle also Professuren eingespart werden können wenn jemand in Rente geht.

00:49:18: Also auch da wird geschrumpft.

00:49:20: ein ganz wichtiger Punkt ist aber auch Flächen also Miete bzw.

00:49:27: Fragen von Entstandhaltung und dass ich denke, jeder Mensch in Berlin hat mittlerweile der Presse entnehmen können wie es um die Gebäude der Hochschulen gerade der Universitäten in Berlin steht.

00:49:38: an der Technischen Universität ist man froh wenn man noch einen trockenen Raum findet und das wirkt sich natürlich darauf aus wie die Studienbedingungen für alle Beteiligten sind wie die ganze Stimmung auch an der Hochschule ist.

00:49:53: Das ist ja auch eine Hochschulgemeinschaft, die da die Lern- und Forschungsbedingungen, die Entwicklungsbedingung... wieder nicht zuletzt auch für angehende Lehrkräfte bestimmt.

00:50:04: Und ein Faktor, der noch dazukommt ist die Zeit an so einer Hochschule in der Universität hat ja auch was damit zu tun sich auch außerhalb des engen Seminarplans, das der Themen, die in der Vorlesung vorkommen als Mensch, als Erwachsener beteiligter Staatsbürger an eine Demokratie weiterzuentwickeln.

00:50:24: und wir haben große Befürchtungen dass studentische Räume diesen Kürzung zum Opfer fallen werden, die eben wichtig sind für diese Entwicklungsmöglichkeiten der jungen Menschen an den Hochschulen.

00:50:37: Wieder auch wir wollen ja auch Lehrkräfte haben, die als mündige Staatsbürgerin dann an die Schule kommen und auch ihre Aufträge in der Demokratiebildung beispielsweise, aber auch einfach schlicht und ergreifend als Menschen die an Gemeinschaft teilnehmen.

00:50:52: Die sich einbringen, die sich engagieren dort weitergeben.

00:50:56: und dafür sehen wir da ganz wichtig die studentischen Räume, die Akademie schon studentische Selbstverwaltung.

00:51:03: und je höher der Druck auf Personal, auf den Menschen vor Ort, auf die Flächennutzung ist desto schwieriger wird das natürlich denn da diesen Raum für sich finden.

00:51:18: Welche weiteren Baustellen sehen Sie für die nächsten fünf Jahre?

00:51:23: Wir haben mehrere Punkte genannt, einmal die Situation in den Kitas, die Belastungssituationen in den Schulen und was wir vorhaben.

00:51:41: Wir haben eine Machbarkeitsanalyse für ein mögliches Volksbegehren gute Bildung in Auftrag gegeben.

00:51:50: Wir werden schauen welche Forderungen können wir mit einem Volksbegehren angehen, wir werden schauen können wir die für diese Forderung auch mobilisieren?

00:52:04: Wir werden in die Bündnisarbeit gehen und sie können sich sicher sein dass nach den Wahlen die GEW Berlin bildungspolitische Themen setzen wird in der Stadt und das wir ganz viel bewegen werden Und mit der Entlastungsvereinbarung geht in die richtige Richtung.

00:52:25: Sie muss aber weiter geführt werden da.

00:52:27: wir brauchen unbedingt eine Perspektive für Weiterbildende-Schulen, für Sekundarschulen und für Gymnasien.

00:52:35: das ist total wichtig weil die Arbeitszeitstudie macht ja auch die Belastungen ziemlich sichtbar insbesondere bei den Gymnasiern.

00:52:45: Und was interessant ist an der Stelle, dass die Belastung fächerübergreifend nahezu gleich auf ist.

00:52:52: Da müssen wir schauen, wie die Kolleginnen und Kollegen entlasten.

00:52:56: Es wird schwierig weil alle demokratischen Fraktion sagen das harte Zeiten bevorstehen Das Kürzung bevorsteht und sie sagen nicht alle bildungspolitischen Vorhaben auch finanzierbar wären.

00:53:22: Wir denken nicht, wir werden dafür kämpfen dass im Bildungsbereich nicht gekürzt wird.

00:53:30: Und da sind wir auch gerade dabei.

00:53:32: Felicia Kompio kann sehr gerne auf die bevorstehenden Demos nochmal eingehen.

00:53:40: Da sind wir in Bündnissen unterwegs und wir werden diese Bündnisarbeit weiter vorantreiben Und wenn die Politik denkt, dass sie in diesem Bereich kürzen können, dann werden Sie auf Widerstand der GEW Berlin treffen.

00:53:52: Wie Gökern angesprochen hat sind wir in Bündnissen aktiv nicht zuletzt natürlich als DGB-Gewerkschaft mit unseren Schwestergewerkschaften, mit denen wir die Einschätzung teilen das in Berlin aber auch allgemein wir gerade dabei zugucken wie unser Sozialstaat komplett zerschlagen und abgebaut wird.

00:54:15: Als Bildungsgewerkschaft berührt das natürlich unsere Kernthemen.

00:54:20: Und wir sind da gemeinsam mit den anderen DGB-Gewerkschaften, aber auch mit anderen Akteuren aus dem sozialen Bereich, aus dem kulturellen Bereich Berlins dabei.

00:54:32: Schon seit einer Weile, im Grunde seit Beginn schon letzten Jahres, auch in den Verhandlungen zu dem damaligen Doppelhaushalt haben sich schon viele Bündnisse gebildet auf die Straße zu gehen, in die Gespräche mit den Politikerinnen Petitionen zu starten etc... jeden möglichen Hebel in Bewegung zu setzen.

00:54:51: und jetzt am zwölften neunten werden wir gemeinsam auf die Straße gehen, um für eine weltoffene Stadt soziale Zusammenhalt zu demonstrieren.

00:55:02: Und auch am sechsten, zwanzigsten Neunten gibt es noch mal bundesweit von den Gewerkschaften Demonstrationen wo wir eben gemeinsam mit den Kolleginnen aus diversen Bereichen aufzeigen, warum wir die soziale Infrastruktur brauchen.

00:55:15: Warum wir den Sozialstaat brauchen als Grundlage für unser Zusammenleben und auch für eine starke Wirtschaft was ja dann immer um die Ecke kommt.

00:55:23: also würde sich das irgendwie widersprechen.

00:55:26: Da sind wir ja auch beim Thema, es geht ja auch darum um Teilhabe und so weiter.

00:55:32: Wir sehen das ja der Bildungsbegriff immer weiter eingeengt wird.

00:55:38: gerade bei jetzt der aktuellen konservativen Bildungspolitik ist das was uns große Sorgen macht und wo wir erwarten dass eine Bildungpolitik in Berlin nach der Wahl da auch wieder umschwenkt und nicht Einschränkungen auf sogenannte Kernfächer vornimmt, auf die sich dann immer wieder berufen werden soll etc.

00:56:00: Das hat für uns mit einem... wissenschaftlich basierten, auch erfahrungsbasierten ganzheitlichen Bildungsbegriff den wir hier zu Grunde legen.

00:56:11: Von dem wir aber auch dachten dass er eigentlich jetzt mittlerweile für alle die Grundlage sein sollte nichts mehr zu tun.

00:56:17: Wir stehen da natürlich ganz klar für Teilhabe in der Bildungspolitik Aber als Gewerkschafterin natürlich auch bei der Vertretung der Beschäftigten in ihren eigenen Angelegenheiten weil sie nach Baustellen gefragt haben.

00:56:32: der Beteiligung sehen wir da schon auch noch, weil wir gerade auch noch sehen dass die Regierung jetzt vor der Wahl auch noch einen Gesetz zur Personalvertretung durchbringen möchte wo wir einige kritische Punkte sehen.

00:56:47: Das heißt da greift Bildungspolitik und andere Fragen der Teilhabe greifen da auch oft ineinander und wir sehen das schon als gesamte politische Richtung wo wir uns wünschen und auch sehr aktiv und kämpferisch daran arbeiten werden, dass das in den nächsten Jahren wieder in der Anbericht.

00:57:07: Jetzt sagten Sie gerade, ich würde noch mal ein bisschen auf eine technische Ebene runtergehen wollen, wo wir Themen Ressourcen waren und Kürzungen usw.

00:57:15: Am Ende geht es ja immer darum wie viele Lehrkräfte sind da?

00:57:19: für viele Stunden können sie am Ende erteilen und dem Moment führen wir immer wieder die Diskussion auch hier im Land Berlin um die Frage welche Relevanz hat die Stundentafel oder welche Relevant sollte sie haben in ihrer Verbindlichkeit?

00:57:33: Sollten wir im Zweifel auf Stunden in der Stundentafel verzichten oder den Umfang der Fächer verbringern?

00:57:43: Also den Anteil von Fächern in einer Stundentafe.

00:57:45: Dazu würde ich als allererstes sagen, das muss wenn dann eine pädagogische Entscheidung sein und es ist einfach ein großes Problem, wenn das von der Ressourcenüberlegung getrieben wird.

00:57:58: Das ist einfach die falsche Kategorie, um das zu entscheiden.

00:58:04: Weil wir da dieses Phänomen sehen, dass ab einem gewissen Punkt in der Debatte akzeptiert wird, dass es zu wenig Ressourcen gibt und dann an allen möglichen anderen Dingen geschraubt wird, wo man sich auf Dinge geeinigt hat, in der Bildungspolitik vor pädagogischem Hintergrund auf wissenschaftlicher Basis diskutiert werden und dann aber von diesem Finanzvorbehalt sozusagen überlagert werden.

00:58:34: Und das ist natürlich, das ist einfach hochproblematisch.

00:58:38: Da geht es nicht darum dass man auf gar keinen Fall über Stundentafeln reden darf sondern aber dann möchte ich da ein pädagogisches Argument für vorgelegt bekommen.

00:58:46: Ich glaube an dieser Stelle

00:58:48: auch

00:58:50: Anstatt sich die Frage zu stellen, wo wir kürzen können, müssen wir auch schauen wie wir die Einnahmeseiten erhöhen können.

00:58:58: Die Zahlen sind safe.

00:58:59: es gab eine Anfrage im Abgeordnetenhaus von der SPD-Fraktion glaube ich Schlüsselburg war und die zeigt dass sie eine unterirdisch geringe Prüfquote haben was Steuerprüfquote bei den großen und mittleren Unternehmen haben.

00:59:14: nach unseren Berechnungen könnte Berlin bis zu zwei, drei oder zwei Milliarden Euro zusätzlich einnehmen.

00:59:24: Und daher müssen wir erst schauen wie kann Berlin die Einnahmeseite erhöhen?

00:59:30: Welche Möglichkeiten hat das Land?

00:59:32: und nicht gleich schauen wo kann Berlin kürzen?

00:59:35: Ich kann mich an die Diskussion sehr gut erinnern letztes Jahr glaube ich als auf einmal die Rede von der gratis Mentalität war und wir können uns die gratis mentalität in dieser stadt nicht mehr leisten.

00:59:52: Die kostenfreie Keter- und Schulmittagessen?

00:59:54: Ja, das kostenlose Schülerinticket, das kostnose Mittagsessen... Und an der Stelle haben wir auch ganz klar gesagt, was wir uns nicht leisten können sind Unternehmen die von unserer sozialen Infrastruktur profitieren aber sich bei den Kosten nicht beteiligen.

01:00:10: Das kann sich diese Stadt nicht leisten.

01:00:13: Wir sehen einen Zusammenhang zwischen Kita-Ausbau, Kitaplätzen und Erwerbstätigkeit Und da ist es folgerichtig, dass Unternehmen sich auch an den Kosten beteiligen und an die Politik gerichtet.

01:00:25: Sagen wir auch ganz klar Sie sollen sich nicht mit den Kindern anlegen Nicht mit den Schülerinnen, nicht mit dem Beschäftigten.

01:00:32: sie sollen sich mit den Unternehmen anlegen, die sich an der Finanzierung dieser Stadt nicht beteiligt.

01:00:38: Das ist unsere klare Botschaft!

01:00:40: Wenn sie sich mit Schülern anlegen und mit den Kinder dann wären sie auf unser Widerstand treffen.

01:00:45: Ich würde vielleicht nur noch eine ganz kurze Ergänzung.

01:00:47: ich würde doch einfach mal verlinken Der gute Mann hat die Frage gar nicht politisch, sondern bildungswissenschaftlich aufgemacht.

01:00:54: Professor Dr.

01:00:54: Aladin Elmar Falani, der gesagt hatte wir können im Grunde unsere Erwerbsquoten auch nur halten und so beschäftigen Quoten nur erhalten mit zwei Maßnahmen.

01:01:05: Erhöhung der Müttererwerbsquote und Migration.

01:01:08: Ich würde es einfach mal verlinken.

01:01:10: also ich glaube das ist nicht nur noch eine politische Frage, sondern da wird sozusagen auch wissenschaftlich nochmal unterlegt.

01:01:21: Tatsächlich möchten Sie zu dem Punkt noch was hinzufügen?

01:01:25: Ich hatte ja auch noch ein Thema.

01:01:27: Ja, da ist es wichtig dass wir Felicia Compio und ich haben das auch mehrmals betont Wir lassen uns bei den Kürzungen nicht gegeneinander ausspielen.

01:01:37: Gesundheit gegen Bildung Kultur gegen Sicherheit.

01:01:43: Wir ziehen alle an einem Strang.

01:01:45: Wir werden mit unseren Schwester Gewerkschaften zusammen Widerstand leisten.

01:01:48: Das ist glaube ich wichtig hier das ganz klar auch nochmal zu sagen weil wir letztendlich alle im selben Boot sitzen.

01:01:55: Wenn man den Bädern gespart wird, dann macht es ja auch was mit der Schule.

01:01:59: ich kann sagen in meinem Bezirk in Friedrichsburg ein Kreuzberg wurde das Bärwald-Bad geschlossen.

01:02:04: die Kinder mussten mit irgendwelchen Büssen durch die Stadt kutschiert werden und was viele Kosten an entstanden sind.

01:02:12: vielleicht kurzfristig werden Kosten eingespart aber langfristig entstehender.

01:02:20: die sind dann nicht mehr deckelbar und das ist überhaupt nicht mehr wirtschaftlich.

01:02:25: Und da werden wir noch mal schauen, Kultur ist betroffen.

01:02:27: Wir haben uns ganz stark gemacht gegen Kürzungen im Kulturbereich und insbesondere bei Kinder- und Jugendtheatern aber auch bei Demokratieförderprogrammen.

01:02:38: Es kann doch nicht sein dass auf der einen Seite die Politik kritisiert das Straftaten im Bereich Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit steigt und auf der anderen Seite aber sie genau da kürzen, zum Beispiel bei der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus.

01:02:57: Und da müssen wir auch schauen dass diese Angebote uns weiterhin erhalten bleiben weil Sie einen unglaublichen Beitrag leisten damit Bildungseinrichtungen überhaupt sich mit diesen Themen auseinandersetzen können, weil Sie halt das Personal oft nicht haben und alleine dastehen.

01:03:13: Jetzt haben Sie quasi schon unbewusst am nächsten Thema übergeleitet oder?

01:03:18: auf meinem Zettel für heute.

01:03:21: Demokratiebildung, Stadtgesellschaft, wir haben noch neulich Interview mit Ihnen gelesen nicht nur in dieser Stadt sondern bundesweit.

01:03:28: eine große rechtsextreme Partei die sich anschickt auch bei den nächsten Landtagswahlen mehr Mandate zu gewinnen und in Ämter- und Führungspositionen zu kommen.

01:03:39: sie hatten jetzt neulig unter anderem darüber gesprochen, dass diese Partei dann am Ende auch in den Selbstverwaltungsorganen der Eigenbetriebe mit beteiligt sein könnte über die Bezirksämter.

01:03:47: Aber ganz allgemein, wie stellt sich die Lage aus GEW-Sicht im Moment da?

01:03:52: Im Bildungsbereich.

01:03:53: Ich frage jetzt mal wieder ganz bewusst offen.

01:03:57: Ja, unsere Beschlusslage ist erstmal um die Beschlusslagen... Die GEW ist in der Frage ganz klar.

01:04:04: Wir haben ein Unfaireinbarkeitsbeschluss.

01:04:06: wir werden mit der AfD nicht zusammenarbeiten Und ich habe, glaube ich auch ganz klar unsere Position dargelegt.

01:04:14: Dass wir auch Widerstand leisten werden wenn die AfD demokratische Prinzipien angreifen sollte und Sie haben schon angesprochen eine Möglichkeit wäre über Jugendstadträte sich in die Bildungspolitik einzumischen Druck zu machen.

01:04:32: das ist wichtig dass wir im Jugendbereich im Bereich Bildungsafd-Stadträte weiterhin verhindern.

01:04:41: Unsere Personalräte werden unsere Kolleginnen und Kollegen beraten, welche Möglichkeiten sie haben demokratisch auch Widerstand zu leisten.

01:04:48: Wir werden unseren Mitglieder beraten Und da müssen wir auch schauen wie welche Möglichkeiten die AfD sonst hätte.

01:04:57: zum Beispiel über Schulstadträte könnten Sie auch bestimmte Sachen versuchen durchzusetzen und dann müssen wir einfach wachsam sein und die Entwicklung weiter verfolgen.

01:05:10: Und wir sind da wachsam, wir beobachten ganz genau die Entwicklung und es reicht nicht nur wachsam zu sein.

01:05:16: Da braucht das glaube ich viel mehr.

01:05:18: Vielmehr heißt dass wir aktiv auch Widerstand leisten, dass wir weiterhin uns an Bündnissen gegen rechts organisieren und dass wir unsere Kolleginnen und Kollegen da an der Stelle auch sensibilisieren aber auch mobilisieren.

01:05:35: weil sie gefragt haben nach der aktuellen Situation.

01:05:39: eine Sache, die wir ganz stark sehen und wo wir auch schon viel Arbeit leisten ist bei dem Thema des Mythos Neutralität.

01:05:52: was ja auch ein großes Thema ist, das immer wieder behauptet wird.

01:05:56: Staatliche Stellen müssen neutral sein und dann wird im Bildungsbereich der Beutelsbacher Konsens überwältigungsverbot etc.

01:06:03: angeführt.

01:06:05: Was definitiv eine Entwicklung ist, wo schon dieser Rechtsruck eben auch den Schritt gemacht hat in diesem Kulturkampf umkämpften Bereich der Bildung sich Tür zu eröffnen.

01:06:22: Wir stehen da ganz klar auf dem Standpunkt, es geht um parteipolitische Neutralität – es geht aber auf gar keinen Fall um generell politische Neutralität.

01:06:33: Das Berliner Schulgesetz ist ganz eindeutig da, dass es einen Bildungsauftrag gibt der zentral zum Ziel hat das die jungen heranwachsenden Menschen in der Lage sind sich gegen ein erstarkendes Nationalsozialismus zur Wehr zu setzen.

01:06:49: Und wenn dann kritisch Wahlprogramme behandelt werden, im Unterricht und dort die Kolleginnen und gemeinsam mit den Schülerinnen zu dem Ergebnis kommen.

01:07:01: Zudem ja jetzt auch das fundierte Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte gekommen ist dass es sich bei der AfD eben um eine verfassungsfeindliche Partei handelt Dann ist das absolut gedeckt Ein Teil des Auftrags der Demokratiebildung.

01:07:20: diese Art und Weise wie dieser Begriff Neutralität, wie so ein Schild da getragen wird.

01:07:27: Und auch leider teilweise von demokratischen Akteurinnen in einem falschen Verständnis was da passiert und was da wichtig ist angeführt wird um dann Bemühungen, um Demokratiebildung, um Erhalt- und Schutz der Demokratie zu topedieren Das ist etwas das wir mit extrem großer Sorgen sind gesehen.

01:07:50: Das haben wir eben an Schulen, da gibt es ja das Thema was immer wieder auftaucht mit irgendwelche Parteien können eingeladen werden wie können die wie können beispielsweise so ein Podium strukturiert werden?

01:08:03: Was dürfen Lehrkräfte und was dürfen sie nicht?

01:08:05: wo wir auch sehen dass da eine Verunsicherung langsam einsetzt bei den Kollegen vor Ort was natürlich schon ein Riesenproblem ist und da sehr problematische Debatten teilweise ablaufen oder befürchtet werden.

01:08:19: Häufig ist das ja so ein Graubereich, wo es dann so rüber wandert.

01:08:23: und da kann ich auch noch mal berichten aus dem Hochschulbereich, wo wir ja schon sehen dass studentischen Gruppen da Räume versagt werden weil sie die dafür nutzen wollen um sich eben demokratisch zu betätigen und auch um den notwendigen Widerstand an manchen Stellen vorzubereiten.

01:08:42: Das sehen wir mit sehr großer Sorge tatsächlich.

01:08:46: Welche Wünsche haben Sie diesbezüglich an die Stadtgesellschaft und an die Politik?

01:08:50: Sich hinter die Kolleginnen zu stellen, sich hinter diejenigen zu stellen.

01:08:54: Die aktiv für Demokratie eintreten... ja auch fundiert auf Faktenbasis, Aufzeigen wo das Problem liegt.

01:09:03: Es gibt dann immer diese Vorwürfe mit.

01:09:05: ich habe jemand hätte müsste nur dass und das sagen würde in eine Ecke gestellt.

01:09:09: Das ist alles belegbar.

01:09:11: Diese Menschen sagen das ja in Mikrofone.

01:09:13: was sie denken Sie schreiben es in Wahlprogramme.

01:09:16: Wir müssen uns da nichts ausdenken Und wenn wir das schwarz-weiß haben Beziehungsweise uns das anhören können von ihnen Dann müssen wir als demokratische Gesellschaft auch in der Lage sein zu sagen bis hierher nicht weiter.

01:09:28: Wir haben einen demokratischen Debattenraum, wir haben da ein Spektrum.

01:09:32: es gibt ein paar Dinge die den begrenzen und das sind Werte- und Grundannahmen auf die wir uns geeinigt haben.

01:09:40: jeder der sich auf diese Grundannahme stellt ist Teil dieser Debatte.

01:09:45: und wenn dieser Mensch dann Meinungen vertritt wo sie ich mir die Zehnnegel hochrollen?

01:09:49: Dann ist meine Aufgabe das auszuhalten aber habe auch die Aufgabe als Staatsbürgerin und auch als Bildungsgewerkschafterin zu sagen, wo ist die Grenze?

01:09:59: Dass sich jemand von dieser gemeinsamen Grundlage entfernt.

01:10:03: Und dann müssen wir alle gemeinsam sagen, dass es da eine Grenze gibt.

01:10:07: Diese Grenzziehung fehlt uns leider häufig und das ist die Grenzziehungen, die eben auch die KollegInnen vor Ort brauchen, die am Ende des Tages auch die Schülerinnen brauchen damit sie eben sagen können, okay hier kann ich mich orientieren.

01:10:20: Hier kann ich dann auch in der Debatte in der Schule dran reiben.

01:10:24: das ist ja dann auch fair.

01:10:27: aber da gibt es auch was zum Reiben.

01:10:28: Da wird nicht so getan als wäre eine diskriminierende Haltung ne vollkommen normale Meinung wie andere Meinungen auch.

01:10:35: Das ist halt der entscheidende Punkt und dafür müssen die Kolleginnen die Rückendeckung haben dass sie dann auch sagen können Das ist eine diskriminierende Meinung, das müssen wir gemeinsam bearbeiten was dahinter steckt.

01:10:50: Vielleicht noch ich sehe so die Tendenz dass immer mehr die Verantwortung in Richtung Politik geschoben wird und die Politik soll jetzt Antworten finden, die Politik sollte überlegen wie man Restextremismus bekämpfen kann.

01:11:13: Das ist auch ihr Job, die Lebensumstände der Menschen sich in unserem Land verbessern lassen.

01:11:20: Aber ich sehe auch das es in unserer Hand liegt und auch in unserer Verantwortung diese Stadt dieses Landes lebenswerter zu machen uns tagtäglich dafür einzusetzen dass Demokratie nicht nur über Demokratie sprechen sondern dass wir Demokratie auch leben und dass wir schauen, dass wir im Rahmen zivilgesellschaftlichen Engagements auch bestimmte Themen der bestimmten Probleme selbst in die Hand nehmen.

01:11:50: Und ich bin davon überzeugt das wir auch was bewegen können.

01:11:55: Und selbstkritisch... Wir müssen uns glaube ich vom Gedanken oder von der Haltung verabschieden.

01:12:07: Ich schau mir die Situation an und die Verantwortung und die Lösung.

01:12:13: Damit möchte ich mich nicht so befassen.

01:12:16: Ich habe vielleicht ein paar Wunschvorstellungen, wie es aussehen soll.

01:12:20: aber tun oder liefern sollen andere das funktioniert.

01:12:27: Das würde ich gerne noch mal unterstreichen, weil gerade das ist ja auch unsere tägliche Arbeit.

01:12:31: die GEW würde ohne Ehrenamt.

01:12:35: Würde hier einfach nichts passieren.

01:12:37: wir unsere Personalräte Schwerbehindertenvertretung Frauen Gleichstellungs Vertreterin und alles was hier sonst in dieser Gewerkschaft passiert würde ohne ehrenamt überhaupt nicht funktionieren.

01:12:50: das heißt dass es bei uns ganz ganz tief drin dass wir es eben selber in Angriffen müssen.

01:12:57: Und ich kann das nur unterstreichen, was mein Co-Vorsitzender gerade gesagt hat – dass ist eben etwas, was wir uns natürlich auch einfach generell in der Gesellschaft wünschen und was wir auch an vielen Orten sehen.

01:13:09: Wieder auch natürlich vor allen Dingen bei unseren Schwestern Gewerkschaften aber auch an sehr, sehr vielen anderen Orten.

01:13:14: Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass es funktioniert.

01:13:17: Okay, sozusagen ein ganz gutes Schlusswort

01:13:19: denke

01:13:19: ich!

01:13:20: Ich danke Ihnen!

01:13:22: Danke sehr!

01:13:22: Ja, danke für die Einladung!

01:13:25: Alles Gute weiterhin für Sie.

01:13:27: und liebe Hörerinnen und Hörern, vielen Dank mal wieder fürs Einschalten wenn sie mögen.

01:13:32: Gerne bis zum nächsten Mal!

01:13:33: Ich habe es vorhin schon erwähnt nächste Gast wird Stefan Spieker von Fröbel sein in gar nicht allzu vielen Tagen Und dann ist auch kommt noch einmal ein zwei weitere Folgen und dann ist irgendwann eine Warme.

01:14:03: Aber wir seien das noch ein bisschen Zeit.

01:14:14: So haben Sie erstmal eine gute Zeit.

01:14:22: bis dahin und bis bald.

01:14:27: Vielen Dank fürs einschalten.

01:14:34: Dies war der Fächler-Litzung, ich lade mir in diesem Podcast regelmäßig Menschen die im Bildung und Kurzlutzung herauszufinden.

01:14:47: Alle weiteren Episode.

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