#122 Louis Krüger (Bündnis '90/Die Grünen), Bildungspolitischer Sprecher
Shownotes
In dieser Folge sprachen Louis Krüger, bildungspolitischer Sprecher der Berliner Grünen, meine Wenigkeit und weitere Bildungsinteressierte über den Zustand des Berliner Bildungssystems und die Pläne der Berliner Grünen für die nächste Legislatur.
Es ging um die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, um das soziale Miteinander im Klassenzimmer und darum, wie Bildungsarmut und finanzielle Armut voneinander entkoppelt werden können. Louis Krüger erklärt, warum er nach der Wahl eine Schärfung des Bildungsbegriffs für nötig hält und wie eine bessere Ressourcensteuerung an Schulen aussehen könnte.
Außerdem geht es um den von den Grünen gewollten Ausbau der Gemeinschaftsschulen, um marode Schulgebäude und die Frage, wie Schulbau, Hitzeschutz und die Entsiegelung von Schulhöfen möglich werden können. Wir sprachen über Schülerbeteiligung, über Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung und darüber, was die zunehmende Politisierung von Wissenschaft, etwa beim Klimawandel, für Debatten und Unterricht in den Schulen bedeutet.
Außerdem sprachen wir über die Entlastung von Lehrkräften und eine Arbeitszeiterfassung.
Vielen Dank für das Gespräch!
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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zurück bei Herr Fechner-Lied zum Gespräch.
00:00:04: Mein Name ist Marco Fechener, dies ist Episode onehundertzwanzigund.
00:00:09: es ist eine besondere Episode.
00:00:10: ich habe mir aus Anlass der diesjährigen Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus ein besonderes Format überlegt nämlich den sogenannten Kandidierendencheck.
00:00:17: Ich hab die bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der demokratischen Abgeordneten Hausfraktionen angefragt ob sie sich vorstellen könnten im Rahmen einer Videokonferenz Mit mir aber auch mit weiteren Bildungsinteressierten in den Austausch zu kommen, darüber was ihre Vorhaben für die nächste Legislatur sind.
00:00:34: Genau und auch darüber was vielleicht die weiteren teilnehmenden bildungsinterassierten Anfragen mitbringen.
00:00:40: diese Aufzeichnung die jetzt gleich folgen wird Es ist vom sechsten Juli, es war in der Reihe die erste, die aufgezeichnet worden ist.
00:00:48: In der Ausstrahlung ist Episode Nummer zwei nachdem Zuletzt Marja Larsitsch von der Berliner SPD zu Gast gewesen ist.
00:00:53: Ich war ein bisschen aufgeregt am Anfang.
00:00:55: Wie wird's eigentlich?
00:00:56: Ich glaube das ist eine ganz gute Episode geworden und war ein gutes Gespräch Und wünsche jetzt erstmal viel Spaß beim Reinhören!
00:01:06: Schönen guten Abend Herr Krüger.
00:01:09: Hallo,
00:01:09: schönen Guten Abend!
00:01:10: Und schönen guten Abend an alle weiteren Teilnehmenden.
00:01:13: Ich würde es mal für den Anfang so machen.
00:01:16: Ich hatte hier die Beden drum, dass Sie vielleicht mal einen ganz kurzen Input geben Herr Krüger.
00:01:19: Was sind eigentlich so die großen Vorhaben der Berliner Grünen für die nächste Legislatur?
00:01:24: Und genau ich würde Ihnen einfach mal das Wort erteilen und dann gucken wir mal weiter wie wir durch dieses Format kommen heute Abend.
00:01:31: Machen wir so!
00:01:32: Uns fehlen mir auch gar nicht so leicht zu überlegen was stelle ich jetzt ins Zentrum und wie fange ich an?
00:01:36: Dann dachte ich, vielleicht fang ich einfach bei unserem Plakat an.
00:01:40: Wir haben zu dieser Wahl wieder ein Plakat zum Thema Bildung Und das überschrieben mit Schulstress abbauen, Kinder aufbauen.
00:01:50: Davon ausgehend würde ich vielleicht skizzieren was wir vorhaben.
00:01:54: und beim Thema Schulstress fällt glaube ich vielen Eltern und insbesondere denen aus Pankow wo ja auch mein Wahlkreis ist das Thema Übergang ein also diese Phase von der Grundschule auch die weiterführende Schule die genau eigentlich sage man so eine fast traumatische Erinnerung oder Erlebnis angrenzt das irgendwie zu schaffen.
00:02:15: Das ist ja jetzt auch noch mal verschärft worden mit der Übergang aufs Gymnasium, dem sogenannten Probeunterricht mehr so ein Assessment Center ist.
00:02:25: also da erleben wir eine große Belastung.
00:02:28: deswegen wollen wir auf jeden Fall den Übergangen reformieren.
00:02:33: Wir wollen wieder zurückgehen zur alten Förderprognose den Förder den Probe Unterricht abschaffen genau und durch Genau, Entscheidungen der Klassenkonferenz ersetzen.
00:02:45: Und wir wollen auch die Schulformen stärken, die gar keinen Übergang haben und das sind die Gemeinschaftsschulen, die eben von der ersten bis zur letzten Klasse gemeinsames Lernen ermöglichen.
00:02:57: Davon gibt es bisher in Berlin noch nicht so viele wie wir gerne hätten, damit auch alle, die gerne an eine Gemeinsachschule gehen wollen, dort einen Platz finden.
00:03:06: Deswegen würden sie gerne ausbauen.
00:03:09: Wir wollen andererseits auch das Wohlbefinden der Schüler in Stärke, in den Fokusrücken.
00:03:14: Wir alle kennen die Zahlen und Berichte.
00:03:17: Junge Menschen sind wahnsinnig psychisch belastet als Folge der Corona-Pandemie, als Folge Der Unsicherheiten, die in der Welt mit Kriegen oder anderen Katastrophen einhergehen aber auch in Folge von einem Social Media und Medienkonsum, der sich ja auch seinen Teil dazu beiträgt.
00:03:38: Und gleichzeitig ist das Wohlbefinden ja auch die Voraussetzungen für gutes Lernen.
00:03:42: Also ich sage immer, wenn man will dass die Schüler in mit besseren Abschlüssen mit mehr Kompetenzen aus der Schule kommen dann muss man auch als allererstes einmal dafür sorgen das sie sich in der Schule wohlfühlen weil das eben ein sehr entscheidender Faktor ist.
00:03:56: Das bedeutet eben aber auch zu gucken, da Schülerinnen in der Schule nicht gemobbt und diskriminiert werden.
00:04:01: all das schließt sich in diesen Themenbereich wohlbefinden mit ein.
00:04:07: und als drittes natürlich das große Thema Personal.
00:04:11: Wir alle wissen, wir haben einen großen Personalmangel in Berlin.
00:04:15: Wir versuchen den Bedarf hinterher auszubilden aber sind noch nicht da wo wir sein wollen und gleichzeitig erleben wieder immer mehr Personal die Schule verlässt weil sie sagt unter dem Rahmenbedingungen kann Sie es nicht machen?
00:04:29: Und deswegen ist die Entlastung des Personals eine ganz große Baustelle in der nächsten Legislaturperiode.
00:04:36: so und die Frage wie schafft man Das, wie kann man diese Themenfelder angehen?
00:04:41: Von denen es natürlich auch noch mehr gibt.
00:04:42: Aber ich habe jetzt hier einmal eine kleine Auswahl zusammengestellt und glaube dafür muss man den Auftrag von Schule wieder etwas schärfen.
00:04:50: Wir müssen einmal gucken was für ein Bildungsbegriff liegt eigentlich in der Schule zugrunde?
00:04:55: um welche Kompetenzen geht das eigentlich?
00:04:58: Was muss man eigentlich in die Schule lernen?
00:05:00: Wie bereitet man Kinder und Jugendliche auf die Zukunft vor, die ja eine ist, von der sie noch nicht wissen wie sie aussieht?
00:05:09: Aber wir müssen auch eben gucken, und ich habe schon die Verengung der Förderpoglose angewiesen.
00:05:14: Dass auch andere Kompetenzen neben den Basiskompetencen diesen Schreiben rechnen wie wichtig sind.
00:05:21: zum Tragen kommen also auch kreative Potenziale auch demokratisches Miteinander?
00:05:26: Wie handel ich genau in einer Gesellschaft, die sehr heterogen ist?
00:05:31: Kompromisse aus.
00:05:32: Ich glaube dass das auch ganz wichtige Dinge sind die Schule einen Raum finden müssen Und wir müssen uns den Ressourceneinsatz anschauen.
00:05:41: Ich habe es gerade schon gesagt, wir haben zu wenig Personal um alles abzudecken was gerade in Schule gefordert wird und deswegen müssen wir eben gucken wo können wir vielleicht auch auf Dinge verzichten um anderen Dingen mehr Raum einzuräumen?
00:05:56: Und ich weiß das ist auch der Kommen gleich nochmal draufzusprechen auch ein kontroverses Feld.
00:06:02: aber gerade ist es so.
00:06:04: Wir haben zu wenige Lehrkräfte.
00:06:06: Trotzdem laufen unsere Schulen, die Frage ist also wo macht sich das bemerkbar?
00:06:11: In der Regel nicht in der Stundentafel weil sie quasi oberste Priorität hat.
00:06:15: Dafür aber eben in der sonderpädagogischen Förderung, in der Sprachförderung im Teilungsunterricht.
00:06:21: genau dort wird dann quasi Notgedrungen gestrichen, weil einfach das Personal nicht da ist und dass es deine Schwerpunktsetzung, die wir uns glaube ich nochmal anschauen müssen ob das wirklich das ist was wir machen wollen.
00:06:34: Und als allerletztes und dann bin ich auch durch mit meinen drei bis fünf oder vielleicht auch sechs, sieben Minuten die ich mir jetzt hier genommen habe.
00:06:42: Ich glaube wir müssen auch die Verwaltung nochmal anders aufstellen.
00:06:47: Wir hatten jetzt in Berlin eine große Verwaltungsreform.
00:06:49: Ich glaub aber auch dass die Bildungsverwaltung in sich noch mal genau unter die Lupe genommen werden muss insbesondere auch die Rolle der Schulaufsichten quasi als Bindeglied zwischen Bildungsverwaltungszentrale und der Einzelschule, gerade in der Frage Beratung und Kontrolle.
00:07:09: Aber auch Beteiligungsstrukturen auszubauen, also dass ich nicht als Schule, als Elternteil als Lehrkraft das Gefühl habe jetzt kommt wieder Freitagabend die E-Mail was bis Montagmorgen umzusetzen ist sondern da wirklich alle mitgenommen werden und eben im Zusammenhang auch die eigenverantwortliche Schule zu stärken und zu gucken, was kann vielleicht jede Schule auch besser für sich entscheiden?
00:07:35: Und was sind aber wiederum auch Anforderungen, die quasi die Bildungsverwaltung zurecht auch an alle Schulen stellen können.
00:07:44: Genau das vielleicht einmal so als schnell durchritten durch verschiedene Themen.
00:07:50: Alles klar herzlichen Dank!
00:07:53: Das war ja jetzt ich würde mal sagen bunter Blumenstrauß an Themen.
00:07:58: Wir versuchen jetzt mal so ein bisschen, jedes Blümchen im Einzelnen ein bisschen hochzuheben und mal zu gucken was da drunter ist.
00:08:06: Ihre Fraktion hat gesagt oder ihre Partei hat gesagt wir möchten ganz gerne die Zahl der Gemeinschaftsschulen in Berlin verdoppeln.
00:08:13: Da haben Sie gerade auch angesprochen wie wollen sie denn da hinkommen?
00:08:17: Also über Neubauten oder auf welchem Wege
00:08:21: Genau, also wir haben ja drei Möglichkeiten zu Gemeinschaftsschulen in Berlin zu kommen.
00:08:27: Die einen haben sich schon genannt über Neubauten.
00:08:29: Wir bauen in Berlin seit Jahren schon viele neue Schulen weil Berliner wachsende Stadt ist Viele neue Stadtquartiere entstehen.
00:08:37: deswegen brauchen wir einfach diese zusätzlichen Schulplätze.
00:08:39: wir sind immer noch hinten dran.
00:08:41: Deswegen müssen Kinder von Pankow nach Charlottenburg fahren für die Oberschule genau.
00:08:46: aber es werden neue Schulen gebaut und da würden wir sagen das ist ein guter guter Moment, um dort auch verstärkt Gemeinschaftsschulen zu bauen nach unserer Ansicht überall womöglich.
00:08:58: Eine Gemeinsschaftsschule weil die eben auch und das ist gar nicht so relevant Auch ja von der also die Primärstufe und die Sekundarstupe abdeckt Das heißt auch auf sich verschiebende Bevölkerungszahlen ein bisschen flexibler reagieren kann als sage ich mal wenn man nur eine Grundschule oder nur eine Oberschule hat.
00:09:18: wir haben Jetzt schon wieder diese Tendenzen, dass jetzt einzelne Schulstandorte gerade im Grundschulbereich, weil einfach die Kinderzahlen sinken.
00:09:27: Einzelne Grundschultandorte geschlossen oder zusammengelegt werden müssen gleichzeitig an anderer Stelle Oberschulen gebaut werden und da könnten wir über eine flexiblen Schultypien auch die Gemeinschaft schlucht darstellt vielleicht ein bisschen für Entlastung sorgen.
00:09:43: das zweite zweite Möglichkeit sind aufwachsende Schulen.
00:09:48: Auch hier merken wir die sinkenden Schülerinnenzahlen, sodass ja zum Beispiel an zwei Grundschulen in Pankow eine Oberschule rangebaut wurde.
00:10:00: Das heißt, die Kinder bleiben einfach nach der sechsten Klasse in der Schule weil man freie Raumkapazitäten hat, weil eben nicht mehr so viele Kinder von unten nachkommen angesichts sinkender Geburten zahlen und so kann man quasi den Raum weiter sind, vernutzen.
00:10:13: und die dritte Möglichkeit sind eben die Fusion.
00:10:16: Das heißt eine Grundschule und eine Weiterführende Schule, die in der Nähe liegen im besten Fall sagen wir haben Lust gemeinsam eine Schule zu werden.
00:10:24: das ist ein sehr aufwendiger Prozess und dabei möchten wir Schulen aber unterstützen durch Prozessbegleitung und zusätzliche Mittel dass uns quasi die drei Möglichkeiten und vielleicht eine Sache die mir dabei wichtig ist Wir werden nicht nach der Wahl wenn wir in die Regierung kommen durchziehen und sagen, eins zwei drei.
00:10:42: Und du bist jetzt Gemeinschaftsschule?
00:10:44: Sondern das geht uns darum zu gucken wo gibt es Schulgemeinschaften die die Bestrebungen haben Gemeinschaftschulen zu werden und wie können wir die auf diesem Weg unterstützen?
00:10:54: Da wollte ich jetzt an der Stelle tatsächlich auch gleich nochmal nachhaken.
00:10:58: also Wie schafft man Bereitschaft bei Schulleitungen?
00:11:01: Also erst mal Ansprechpartnerinnen sind ja in aller Regel die Schulleitung zu sagen ich lass mich auf so eine Fusion ein.
00:11:10: Ich glaube, wichtig und warum viele ja auch das Konzept der Gemeinschaftsschule so gut finden sind natürlich pädagogische Gründe.
00:11:19: Also Gemeinsschaftsschulen arbeiten häufig nach anderen pädagogischen Modellen und es gibt ja auch viele Lehrkräfte und auch Schulleitungen die auch vielleicht diese Art des Unterrichtens des gemeinsamen Lernens bevorzugen.
00:11:36: und vor allen Dingen schafft die Gemeinschaftsschule mehr Bildungsgerechtigkeit.
00:11:40: Und auch das ist was, wo ich überzeugt bin, dass es den meisten Pädagoginnen sehr am Herzen liegt, die zu fördern.
00:11:48: Das ist dann sage ich mal so ein bisschen mehr die intrinsische Motivationen.
00:11:52: Dann versuchen wir es aber natürlich auch von außen zu unterstützen gerade eben nicht schon gesagt indem man in diesen Fusionsprozessen eben auch Unterstützung von Außen bekommt.
00:12:02: dass nicht, sage ich mal irgendwie in den Abendstunden oder am Wochenende noch so ein zurziges Projekt alleine stemmen muss.
00:12:08: Weil dann ist es natürlich sehr unattraktiv.
00:12:11: Gibt's an der Seite Ihrer Fraktion schon mal eine Art Vorhergebung vielleicht?
00:12:16: Wie viele Schulen interessiert sein könnten?
00:12:20: Das ist natürlich schwierig genau rauszufinden.
00:12:25: wir haben auch die Möglichkeiten aber das wäre tatsächlich einer der ersten Dinge In Angriff nehmen würden mehr Öffentlichkeitsarbeit auch für die Gemeinschaftsschule zu machen.
00:12:38: Also ich erlebe oft, dass mir Lehrkräfte und Eltern sagen, sie kennen die Gemeinchöpfschule eigentlich gar nicht so genau und wissen gar nicht was das ist.
00:12:49: Und das andere ist natürlich, wenn man dann in der Verantwortung ist – und das werden quasi die Anforderungen an die nächste Bildungssinatur hin.
00:12:57: da auch die Schulaufsichten quasi mit uns boh zu holen und auch mal eine Abfrage zum machen bei den Schulen.
00:13:03: Und mal zu fragen, gibt es da welche?
00:13:05: Die Gemeinschaftsschule werden wollen würden.
00:13:07: gerade haben wir noch nicht so ein klares Bild.
00:13:09: man hört's immer mal wieder hier und da aber es gibt quasi keine systematische Erhebung bisher dazu.
00:13:16: Jetzt haben wir grad in so einem Nebensatz gesagt die nächste Bildungs-Synatoren.
00:13:21: Haben die das schon jemandem im Blick?
00:13:24: Muss man natürlich sagen vor der Wahl.
00:13:27: Wir alle haben bestimmt Personen im Kopf, denen wir das zutrauen und anderen, dem wir das ungerne übergeben würden.
00:13:34: Aber das sind natürlich Entscheidungen die erst nach der Wahl getroffen werden wenn klar ist wie sie wird die Jungs Konstellation aus, werkt sich welches Ressort?
00:13:43: Und dann kann man sich nochmal mit der Personalfrage beschäftigen.
00:13:46: ich würde behaupten dass da alle Parteien jemandem im Angebot haben und dann muss man eben gucken, der es dann wird.
00:13:53: Okay, das war eine sehr diplomatische und erwartbare Antwort.
00:13:58: Auf die Frage habe ich vielleicht auch gerechnet.
00:14:00: Ja, alles klar!
00:14:04: Ich würde an einer anderen Stelle bei dem Thema noch mal einhaken wollen.
00:14:09: Sie hatten gesagt man könnte auch über Neubau realisieren.
00:14:12: jetzt haben wir ja beim Schulbau die Situation dass wir sehr lange Planungszeiträume haben also wohl Planung als auch zusätzlich noch die Umsetzung.
00:14:20: ist es in fünf Jahren überhaupt machbar?
00:14:23: Also im Laufe einer Legislatur
00:14:26: Genau, also wir werden jetzt keine Schulbauten, die quasi nächstes Jahr angefangen werden sollen irgendwie nochmal komplett umschmeißen und da andere Planungen fossieren.
00:14:37: Aber es gibt ein paar Standorte wo's noch nicht ganz klar ist genau in welche Richtung das geht.
00:14:42: Ein Beispiel ist die Elisabeth Aue, das Kutschumacher Quartier, wo Kutschuhmacher Quarteer eine Grundschule unter einer Sekundarschule nebeneinander gebaut werden soll wo es durchaus noch Spielraum gäbe zu sagen, dann macht doch direkt eine Gemeinschaftsschule daraus.
00:15:02: Genau also da gibt's so ein paar Fälle in der Stadt, wo man das tatsächlich noch realisieren könnte.
00:15:07: ob die Schule dann tatsächlich innerhalb dieser fünf Jahre fertig gebaut wird weiß ich nicht.
00:15:13: aber da hängt jetzt auch sage ich mal nicht mein Herz dran.
00:15:16: ob dann die schule- oder- fertig wird davon würde sich jetzt nicht abhängig machen.
00:15:24: Du bist dann sozusagen die Aussage, Hauptsache wir machen uns in den fünf Jahren auf dem Weg wie man immer so schön sagt im Bett einer Schulwesen.
00:15:33: Okay jetzt sind wir ja in Pankow.
00:15:37: also ich wohne ordnmäßig ein paar andere Menschen hier auch in der Runde und sie mit ihrem Wahlkreis wenn ich mir jetzt angucke es gibt diese diese Versprechen um die Zahl der Gemeinschaftsschulen in PANKOW also dann auch in PANCOW wahrscheinlich zu verdoppeln.
00:15:50: Jetzt haben wir im Moment in Panko zwei Gemeinschaftsschulen.
00:15:53: Zwei weitere sind im Moment einer Planung bzw.
00:15:56: in der Umsetzung, beziehungsweise im Hochwachsen.
00:15:59: ist damit das Ziel für die nächste Legislatur schon erreicht?
00:16:04: Ich sage mal mehr ist immer besser.
00:16:07: aber das ist natürlich schon ein guter Schritt und vielleicht genau ohne Spaß geht es natürlich auch darum wie man jetzt die beiden neuen Gemeinschaftschulen auch gut bei ihrem Staat begleitet weil das ja auch nicht nur ohne Hürden ist so eine neue Gemeinschaftsschule aufzubauen, gerade wenn es genau auch eigentlich zwei Grundschulen waren.
00:16:27: Wir haben an der Standort einer Rennbahnstraße, das ja gerade noch eine Zweigstelle von der Wilhelm von Humboldt, also genau auch das sage ich mal kein ganz einfaches Konstrukt.
00:16:38: insofern wäre ich auch schon damit glücklich, wenn wir schaffen die beiden Gemeinschaftsschulen, die jetzt in Pankow gegründet werden sollen auf das Niveau der anderen Gemeinschausschulen zu bringen und den kursen Staat zu ermöglichen.
00:16:53: Ich würde einen kurzen Sprung machen weil wir jetzt schon beim Schulbau gewesen sind und jetzt hier eine Frage im Chat auftaucht wie sieht es denn im Bereich des Schulbordens für die Bestandsgebäude mit dem Hitzerschutz aus?
00:17:03: gibt's da Pläne zum Beispiel den Einbau von Klimaanlagen massiv zu fördern?
00:17:12: Ja, keine ganz einfache Sache gerade bei den Bestandschulen.
00:17:18: Weil wir da eben ja noch andere Faktoren wie Denkmalschutz, den berühmt Berüchtigten haben der manchmal Dinge auch sehr kompliziert und das natürlich am Ende oft auch eine finanzielle Frage ist.
00:17:31: Da glaube ich brauchen wir uns alle ja auch nichts vormachen und dann muss man eben gucken welche welches Maßnahmen Bündel kann man schaffen.
00:17:42: Ich sage mal, Außenverschattung ist ja schonmal so der erste Schritt.
00:17:45: auch da gibt es bei vielen Schulen noch Nachholbedarf und das vielleicht im ersten Schritt ein bisschen einfacher und kostengünstiger als eine Klimaanlage.
00:17:54: gleichzeitig habe ich auch schon in Dach geschossen von Schulen gesessen wo es wahrscheinlich ohne dann irgendwie auch schwierig ist.
00:18:04: genau dass muss man dann quasi bei diesen grundsätzlichen Ja auch Sanierung, die ja auch viel in den Bestandsgebäuden anstehen mit Denken.
00:18:13: Wo kann man dann vielleicht auch direkt Maßnahmen angreifen?
00:18:17: Die auch dazu beitragen, den Herausforderungen der Klimakrise eben gerecht zu werden?
00:18:22: und gleichzeitig ist es aber keine Sache, die nur dem Bestand betrifft wir haben die Schuldrehscheibe an der Werneuercher Wiese Genau, die auch darüber klagen dass bei ihnen genau sehr sehr warm ist im Sommer wo anscheinend noch nicht komplett mitgedacht wurde, wie das im Sommer funktionieren soll.
00:18:41: Und von SchülerInnen wiederum habe ich jetzt schon gehört die wünschen sich einfach zwei bis drei Monate Sommerferien weil sie sagen es ist bei uns nicht aushaltbar.
00:18:47: also da ist auf jeden Fall eine Baustelle sehr wenig total dabei.
00:18:52: und trotzdem ist natürlich die Frage wie wir unsere investiven Mittel genau einsetzen um wo wir dann Schwerpunkte und Fokus drauf legen können Das wird einfach der Finanzrahmen auch ein bisschen vorgeben.
00:19:05: Jetzt hatten wir in unserem kurzen Vorgespräch schon ein Thema Hitze frei.
00:19:09: aufgrund der Bedingungen, die wir jetzt im Moment draußen haben und sie sich auch nicht mehr so richtig verändern werden absehbar.
00:19:16: Jetzt mal unabhängig von der Frage von Klimaanlagen wie wollen Sie denn damit umgehen?
00:19:22: Was haben Sie denn da vielleicht für eine Idee dafür?
00:19:26: Ich sage mal vielleicht noch ein bisschen populistisch mehr Bäume pflanzen.
00:19:30: also das ist natürlich nur einen Ein Teil.
00:19:34: Aber natürlich gibt es ja die Möglichkeit, gerade wenn das Schulgebäude vielleicht im Sommer dann auch sehr überhitzt ist zu gucken kann man rausgehen auf den Schulhof in ein grünes Klassenzimmer und vielleicht auch noch mal bisschen in Wind weht.
00:19:45: Das geht aber natürlich nur, wenn ich da nicht in der prallen Sonne sitze sondern vielleicht unter einem Sonnensegel, unter einem Pavillon, wenn da Bäume stehen wo ich im Schatten bin.
00:19:55: also ich glaube dass das ganz wichtig ist quasi die Schulinnenflächen und die Außenfläche auch gemeinsam zu denken.
00:20:03: Und dann muss man sicher auch über flexiblere Modelle nachdenken, es gibt ja auch oder gab den Schulversuch der jetzt abgeschlossen wurde zum Gebrieben Lernen.
00:20:12: wo also auch die Frage ist kann ich auch außerhalb des Schulgebäudes lernen und ich glaube dass sich die Frage auch noch mal stärker stellen wird wenn wir einfach Temperaturen haben genau wie wir sie jetzt diesen Sommer und die letzten Wochen.
00:20:27: Und gleichzeitig muss man natürlich auch sagen, bei vielen Menschen zu Hause ist es auch nicht kühler als in der Schule.
00:20:33: Also auch da wieder so ein bisschen die Frage was sind denn die kühlen Orte?
00:20:37: Unser Spitzenkandidat hat vorgeschlagen die Museen zu öffnen weil sie sind ja irgendwie immer klimatisiert.
00:20:43: Genau also vielleicht muss man dann mit den Schulklassen ins Museum gehen und dort lernen für den Tag.
00:20:51: Das wird auf jeden Fall eine große Herausforderung der nächsten Jahre gar keine Frage.
00:20:56: Und ich glaube, da ist es gut den Schulen auch individuellen Spielraum zu geben.
00:21:01: Je nachdem was vor Ort möglich ist, sind die Schulen ja einfach sehr unterschiedlich ausgestattet oder haben unterschiedliche Möglichkeiten.
00:21:08: Jetzt haben Sie gerade gesagt Bäume pflanzen.
00:21:11: Da passt eine Frage aus dem Chat dazu.
00:21:13: Wie sieht's mit Hitzeschutz auf Schulhöfen aus?
00:21:16: Zum Teil sind diese stark versiegelt.
00:21:18: Das kann ich selber bestätigen in etlichen Schulen in Berlin deren Höfe wirklich sehr, sehr versieglet sind Inklusive, bei der Schule meiner Tochter.
00:21:29: Da ist quasi nichts möglich und das hat immer die Frage.
00:21:32: Dann müsste man den Hof entsiegeln, dann gibt es wieder Folgefragen, die sich daraus ergeben.
00:21:40: Wie wollen Sie damit umgehen?
00:21:40: Ich frage jetzt mal ganz offen bewusst.
00:21:45: Wir waren auf jeden Fall entsiegeln.
00:21:47: Es gibt ja auch Das Bäume Plus gesetzt, das uns ja auch vorschreibt mehr Bäume in Berlin zu pflanzen.
00:21:53: Und ich glaube dass die Schulhöfe sich da wunderbar vereignen würden und unbedingt mit einbezogen werden sollten.
00:22:01: Genau!
00:22:02: Dann gibt es ein tolles Programm,
00:22:04: d.h.,
00:22:05: Grün-Machtschule, genauer für eine ökologischere Schulhofgestaltung eintreten, das ganze Partizipativ auch gefordert von der Senatsverwaltung.
00:22:18: Ich glaube, dass ist eine große Chance die wir da haben wenn wir Schulhöfe umgestalten, die nicht nur klimaresilienter zu machen sondern auch gemeinsam mit den Schulgemeinschaften so umzubestalten, dass sie vielleicht auch mehr den Bedürfnissen der jeweiligen Schulgemeinstoff und vor allen Dingen den Schülerinnen entsprechen.
00:22:36: In der Theorie klingt es ganz unfassbar toll.
00:22:40: Jetzt stelle ich aber immer wieder fest, gerade bei solchen Fragen.
00:22:42: Also auch diese Programm Grün macht Schule und dann möchte man Schülerpartizipationen mit einbauen.
00:22:50: Und dann stelle Ich fest, dass solche Entscheidungen oder so Themen immer wieder am Ende beim kommunalen oder bezirklichen Straßen-Grünflächenamt landen und da halt eben ziemlich häufig versannen unter das Problem eines einzelnen Bezirks sondern bezirksübergreifend Wie schafft man bei den Bezirksämtern die Kapazitäten oder die Motivationen, diese Sachen dann auch umzusetzen und idealerweise auch die Schulgemeinschaft mit einzubeziehen?
00:23:17: Also gerade was ist das Thema.
00:23:18: Und es ist der Vorteil des Thema Bäume angeht haben wir tatsächlich jetzt einfach ein Gesetz, was uns alle verpflichtet und Sie haben gesagt, die Bezirk sind da maßgeblich in der Umsetzung
00:23:30: d.h.,
00:23:30: wir müssen Bezirke dazu befähigen.
00:23:34: Und da freue ich mich, dass wir jetzt ja auch die Verwaltungsreformen in Berlin haben, die tatsächlich da stärkeren Fokus drauf legt zu gucken, wenn man den bezirkenden Aufgaben zuweist wie man sie auch in der Lage versetzt diese Aufgaben entsprechend umzusetzen.
00:23:50: Genau und das gilt natürlich auch entsprechend für Straßen- und Grünflächenamt und auch da gibt es sicher unterschiedliche Prioritäten je nachdem welche Partei vielleicht dann auch entsprechend den die Stadträte stellt.
00:24:04: Und trotzdem ist es natürlich auch eine Personalfrage, das ist keine Frage und da braucht's dann Leute, die das entsprechend umsetzen können.
00:24:14: Was bedeutet das finanziell?
00:24:15: Ich stelle bei Schulhöfen immer wieder fest dadurch dass ja die Straßengrünflächen in einem dazustellen sind stehen hier halt irgendwie immer einer Konkurrenz mit den städtischen Parkanlagen.
00:24:24: wie bekommt man das aufgelöst?
00:24:27: Genau also ich kann das jetzt nicht finanzielle beziffern was die Entsiegelung aller Schulhöfe in Berlin kosten würde und in welchem Zeitrahmen?
00:24:36: Gar
00:24:36: nicht.
00:24:37: Die Frage von der Höhe von Geldern, sondern erst mal die Frage von wie motiviert man die Bezirksämter gezielt Gelder für den Teil ihrer Aufgaben auszugeben anstatt... Also eigentlich nicht anstelle weil die Parkflächen brauchen wir ja auch.
00:24:51: aber das hat einfach immer wieder so eine günstige Konkurrenz, die da vorhanden ist im Bezirksemptern
00:25:00: Die natürlich nachvollziehbar ist bei geringen Mitteln, der aktuelle Schulbaustartsekretär hat jetzt ins Spiel gebracht.
00:25:09: Er weiß hier aber nicht wie weit das schon vorangekommen ist die Grün Berlin zu beauftragen stärker auch bei der Schulaufgestaltung sage ich mir mitzuwirken also von Landesebene da quasi steuernd mit reinzugehen und den Bezirken vielleicht auch Arbeit abzunehmen weil natürlich diese Konkurrenz auch verständlich ist, zu gucken und das ist wieder ein heißes Thema.
00:25:36: Das weiß ich aber wie man auch gucken kann Schulhöfe zu öffnen.
00:25:40: also gerade wenn man schulhöfe begrünt Aber da gibt es ja auch Sportflächen zu gucken Wie kann der ganze Kiez von partizipieren?
00:25:50: Aber eben so dass nicht die Schule sich am nächsten Morgen ärgert weil irgendwie alles vermüllt und beschmiert und kaputt ist So dass das diese ambivalenz die bitte auch haben, aber in der Stadt wo wir einfach zu wenig Ausgleichs, zu wenig Grünflächen haben.
00:26:05: Müssen wir uns mehr Gedanken darüber machen wie wir die Flächen, die wir haben auch mehr nutzbar machen können für breitere Teile der Gesellschaft und dann in dem Fall quasi nicht nur für die Schulgemeinschaft sondern vielleicht eben auch für die, die drum herum leben wo es vielleicht da nicht den Park um die Ecke gibt.
00:26:22: Okay das sind wir im Bereich der sozialräumlichen Öffnung immer so schön formuliert.
00:26:27: Ich würde jetzt mal Themensprung machen.
00:26:31: Wenn ich jetzt in den Chat rein gucke, dann haben wir da noch verschiedene andere Themenkomplexe.
00:26:38: Hier gibt es ja die Frage wenn von Bildungsgerechtigkeit gesprochen wird denke ich eher an Chancengerechtigkeit.
00:26:44: Wie kann es Chancengerechtigkeit geben, wenn in der Grundsicherung lediglich drei Euro und achtzig pro Tag für Kinder und Jugendliche vorgesehen sind?
00:26:51: Quelle sanktionsfrei eV.
00:26:53: Jetzt ist natürlich die Höhe der Grundssicherung keine Aufgabe des Landes Berlin bzw.
00:26:57: keine Regelungswoche des Abgeordnetenhauses, aber was kann das Abgeordnetenhaus oder der Berliner Senat stattdessen vielleicht tun?
00:27:08: Das trifft einen ganz spannenden Punkt über den wir auch oft jetzt schon diskutiert haben im Bildungsbereich und zwar die Frage würde ich sagen inwiefern eine gute Bildungspolitik auch sozialpolitische Elemente hat wo wir als Grüne zum Beispiel sagen würden, das hängt auf jeden Fall mit zusammen.
00:27:33: Und wo die CDU aber
00:27:34: z.B.,
00:27:36: sagt es sind zwei komplett verschiegende Dinge und ich mache sie jetzt mal plastisch beim Thema Schulmittagessen.
00:27:43: Aber ich könnte auch auf das Thema Schüler entticket ziehen.
00:27:48: Wir haben in Berlin das kostenlose Mittagessen In der Grundschule und das ist natürlich was Was wir auch eingeführt haben um genau diese Chancengerechtigkeit voranzutreiben.
00:27:59: Also um genau den Kindern, wo sich die Eltern vielleicht nicht leisten können zuhause das regionale saisonale Bioessen auf den Tisch zu bringen, denen zu ermöglichen auch jeden Tag eine gute Mahlzeit in der Schule zu haben und weiß ich ja auch dass das Essen in der schule unterschiedlich bewertet wird.
00:28:19: Das wäre manchmal die Frage Anspruch und wie wird es dann umgesetzt?
00:28:22: Und trotzdem erleben wir Schule natürlich da als einen Raum der soziale Ungleichheiten zumindest zum Teil ausgleichen kann.
00:28:30: Und gleichzeitig möchte ich davor warnen, jetzt die Schule nur dafür verantwortlich zu machen sie kann ein bisschen was ausgreichen aber es wird natürlich bestehende Ungerechtigkeit nie ganz auflösen können.
00:28:45: und das bedeutet eben auch zu gucken Und da sind wir jetzt bei der Bundesebene, wie auch Vermögensverteilung anders aussehen kann.
00:28:54: Wir leben in einem Land das relativ wohlhabend ist und trotzdem wachsen jedes dritte Kind im Berlin fast sogar noch ein bisschen mehr in Armut auf.
00:29:09: Wie das gleichzeitig dastehen kann... Das ist eine Frage die sich glaube ich alle Politikerinnen gefallen lassen müssen, um mit dem man sich beschäftigen muss.
00:29:18: Weswegen wir stark für eine Anhebung der Steuern auf der Bundesebene sind.
00:29:26: Stichwort Erbschaftssteuervermögensteuer.
00:29:29: nicht einfach um den Staat mehr Geld zu geben oder irgendjemanden zu ärgern sondern eben ganz gezielt dafür zu sorgen dass jedes Kind genug zu essen hat ein Geschenk zum Geburtstag kriegen kann.
00:29:41: das sind manchmal ja ganz simple Dinge die aber sehr viel mit der Kindheit machen.
00:29:47: Genau, wenn wir da auf der Bundesebene finanzpolitisch ein bisschen umsteuern, dann könnten auch die Länder davon profitieren und unsere Spielräume hier ein bisschen erweitern, um genau dieser Frage der Chancengerechtigkeit mehr gerecht zu
00:30:01: werden.".
00:30:03: Bei den drei Euro von mal achtzig steht das ja gerade noch im Chat geht es tatsächlich um die Ernährung.
00:30:10: Das jetzt quasi nur nochmal als Ergänzung Wenn wir über Überbildung und Chancengerechtigkeit sprechen, dann sprechen wir auch häufig über diese Bildungs- und Teilehabepaket.
00:30:20: Was es gibt was aber extrem bürokratisch ist.
00:30:24: Haben sie noch eine Idee wie man damit umgehen kann oder wie man das entbürokatisieren kann vielleicht?
00:30:34: Ich glaube dazu stecke ich quasi zu wenig in den sage ich mal in der alltäglichen Praxis drin also in der Bescheidungen, Beantragung dem Mittel.
00:30:48: Ich kann aber sagen dass sie nicht so ausgeschöpft werden wie es möglich wäre.
00:30:56: also es scheint wirklich Hürden zu geben um diese Mittel auch entsprechend abzurufen und den Kindern zur Verfügung zu stellen.
00:31:05: ich habe das auch teilweise von Sportvereinen gehört genau die gesagt haben da könnte man Genau, könnte man das vereinfachen.
00:31:17: Aber auch in den Schulen ein Weg wie das ja beim Mittagessen schon gemacht wurde, war das eben quasi kostenlos zu stellen dann auch für die anderen.
00:31:28: Das wird sicher nicht überall gehen aber genau da auf jeden Fall in der Beantragung Dinge zu verändern.
00:31:36: Ich glaube da spricht erst mal nichts dagegen aber ich kann es jetzt nicht konkretisieren.
00:31:45: Sie hatten jetzt vorhin gesagt in die einmal einleitenden Statement, dass wir beim Personal über die Frage diskutieren müssen oder aus Ihrer Sicht diskutieren sollten.
00:31:54: Über das Verhältnis von Stundentafel und gesonderten Formaten wie Teilungsunterricht oder Sonderpädagogischer Förderung.
00:32:01: Wie wollen sie damit umgehen?
00:32:03: Weil am Ende müsste man denn ja aus meiner Sicht tatsächlich sagen, man weicht die Verpflichtungen der Stundentafel auf.
00:32:09: oder sieht es falsch?
00:32:12: Das wäre die Konsequenz daraus.
00:32:16: und ich will da tatsächlich gar nicht mit einem festen Modell reingehen, auch weil ich weiß wie zu Recht aber auch emotional diese Debatte ist.
00:32:32: Weil natürlich dann auch die einzelnen Fächer, die teilweise lange gekämpft haben, das Beispiel Fachpolitik.
00:32:41: Aber auch die anderen Gesellschaftswissenschaften, die ja an Politik abgeben mussten.
00:32:46: Das ist immer eine schwierige Frage und trotzdem sehen wir einfach dass wir diese Lehrkräftelücke haben.
00:32:53: Die werden wir auch in absehbarer Zeit einfach demografisch gar nicht schließen können.
00:32:57: es gibt einfach zu wenig Menschen junge Menschen die nachkommen um das abzudecken.
00:33:04: Und dann muss man sich eben überlegen, was ist die Konsequenz daraus?
00:33:07: Und gerade gibt es quasi umgesteuerte Konse quenzen.
00:33:10: Das heißt bestimmte Dinge fallen einfach strukturbedingend weg und aus.
00:33:15: Es gibt auch jetzt schon Schulen im Marzahn-Hellersdorf, die einen Brandbrief geschrieben hatten, dass sie die Stundentafel eigentlich nicht mehr abdecken können.
00:33:24: so das heißt wir sind eigentlich schon längst an dem Punkt.
00:33:27: und dann würde ich sagen sollten wir lieber als Politik, die wäre ja auch in der Verantwortung stehen da quasi rauf schauen und gucken wie können wir das angehen und nicht einfach nur passieren lassen, so wie es eben gerade der Fall ist.
00:33:44: Und ich glaube nicht dass wir beim Modell rauskommen wo wir sagen werden okay es fällt einfach pauschal eine Stunde Sport oder eine Stunde Deutsch und eine Stunde was auch immer weg.
00:33:52: Ich glaube dahin wird's nicht gehen.
00:33:53: aber eine höhere Flexibilisierung zu schaffen nochmal zu gucken welche Lernenhalte sind eigentlich in Schule gerade noch notwendig.
00:34:01: Was braucht es auch für die Anerkennung von Abschlüssen?
00:34:04: Das ist natürlich ein ganz wichtiges Ding, wir können nicht einfach wahrlos wie wir wollen Dinge wegstreichen weil wenn Kinder umziehen sollen sie ja auch in anderen Bundesländern noch ihren Schulabschluss anerkannt bekommen.
00:34:17: aber ich glaube schon dass da eine Notwendigkeit besteht daran zu gehen weil das Personal es sonst einfach nicht her gibt und ich ehrlicherweise auch nicht bereit bin zu sagen okay dann fahren halt immer die Kinder mit so einer pädagogischen Vorderbedarf hinten runter.
00:34:30: Das, glaube ich, können wir uns nicht erlauben.
00:34:35: Ich würde jetzt mal an dem Punkt nochmal einhaken.
00:34:39: Ich habe viel mit Schulleitungen gesprochen im letzten Jahr und was mir immer wieder begegnet ist in diesem Zusammenhang war die Aussage, das wäre schön wenn wir auch zum Beispiel mit der vorgeschriebenen Länge von Unterrichtseinheiten flexibler umgehen könnten.
00:34:58: Also wenn man halt nicht sagen müsst, okay wir nehmen forty-fünf Minuten pro Stunde einheit weil an diesem forty fünf Minuten Modell ist ja im Grunde alles irgendwie berechnet.
00:35:07: So und so viele Minuten Deutsch müssen in der Woche unterrichtet werden und so und so viel Musikstunden Mathe kann sich die Schule dann einigermaßen flexibel aufteilen wenn sie am Ende auf die Minuten kommt.
00:35:17: aber da ist relativ wenig Flexibilität drin.
00:35:20: können Sie sich vorstellen daran zu gehen?
00:35:24: Ich glaube das schule in jedem Fall flexibler werden muss, um einfach den unterschiedlichen Rahmenbedingungen auch gerecht zu werden.
00:35:32: Es gibt Schulen die das ja auch schon machen und den Rahmen ausnutzen und manche vielleicht ein bisschen darüber hinaus.
00:35:42: Lustigerweise sind das dann oft die Schulen mit dem deutschen Schulpreis.
00:35:45: ausgezeichnet werden also die, sag ich mal so ein bisschen die Regeln dehnen weil sie merken dass sie damit nicht zu Recht kommen.
00:35:54: Und gleichzeitig gibt es ja so Modelle wie den Friday, die gesagt, es gibt das hybride Lernen, projektorientiertes Lernen wo man dann vielleicht gar nicht mehr in jedem Moment noch sagen kann jetzt habe ich die fünf Minuten Deutsch gemacht und dann hab' ich irgendwie zwei Minuten Mathe und weil ich... Das wird ja auch mal in der Komplexität von Aufgabenbewältigung, das lässt sich ja gar nicht in so Säulen eigentlich einteilen.
00:36:18: Und gleichzeitig verstehe ich natürlich die Angst von jedem einzelnen Fachbereich, das wenn alles so vermischt und wenn alles flexibel ist dass dann der eigene Fachbereich gar nicht mehr vorkommt.
00:36:29: Mit dieser Angst muss man glaube ich umgehen.
00:36:31: also zu gucken wie kann man trotzdem die das Erlernen von Kompetenzen absichern?
00:36:37: Und ich glaube wir brauchen auch Und das ist aber dann eine ganz große Aufgabe, ein anderes Arbeitszeitmodell für Lehrkräfte um eben auch von diesem forty-fünf Minuten Stundendeputatsmodell wegzukommen.
00:36:52: Also gerade klingler Lehrkräften gesagt so unsere viele Stunden genau müssen sie unterrichten und daran bemisst sich quasi die Arbeitszeit.
00:37:00: alles andere sage ich mal was irgendwie noch dazu gehört muss irgendwie noch reinpassen und da würde ich sagen brauchen wir glaube ich ein anderes Modell die Arbeit, die Lehrkräfte leisten auch besser abzubilden.
00:37:13: Und damit kommen wir dann vielleicht auch weg von diesem starren, forty-fünfzehn Minuten Blockding was es gerade gibt.
00:37:19: Also über die Lehrkraft der Arbeitszeit?
00:37:22: Auch also ich glaube dass das auch eine Veränderung oder notwendig ist um auch quasi Veränderungen dazu ermöglichen.
00:37:28: Ich würde mal ganz kurz ein thematischen Sprung nochmal zurückmachen weil hier ne Frage im Chat aufgetaucht ist.
00:37:36: da geht's noch einmal um den Hitzeschutz.
00:37:38: Wir wissen mal ganz kurz vor, wenn über Hitzerschutz und lebenswerte Bildungsorte gesprochen wird soll doch das Umfeld von Schulen und Kitas mitgedacht werden.
00:37:46: Jetzt speziell für Pankow.
00:37:47: in Panko sind viele Wohnstraßen stark vom Autoverkehr geprägt, wo es in anderen Bezirken genauso sein.
00:37:53: Und durch hohes Verkehrsaufkommen und teilweise zu hohe Geschwindigkeiten für Kinder unsicher.
00:37:57: welche Maßnahmen sind geplant um den Autoverkehre dort zu reduzieren?
00:38:01: Die Straßen gleichzeitig grüner Öler und sicherer Zugestalten etwa durch Verkehrsbeunigung Grünung und bessere Querungsmöglichkeiten.
00:38:07: Das war jetzt die komplette Frage.
00:38:10: Ja, dafür gibt es das Modell der Schulzonen oder auch Schulstraßen oder läuft auch unter verschiedenen anderen Namen, dass eigentlich genau das macht also sich das Umfeld von Schule anschaut und guckt wie kann man das quasi mehr nutzbar machen für die Schule?
00:38:30: einerseits im Sinne von der Verkehrsberuhigung, aber auch im Sinne davon Aufenthaltsqualität zu schaffen.
00:38:37: Die Stadt Paris ist da ziemlich vorne weg.
00:38:41: Da wurde es auch so apö eingeführt und irgendwann waren alle so begeistert das immer mehr Schulzonen gab dass es in Berlin noch sehr herausfordernd die einzurichten weil es auch in den Ämtern viel Unsicherheiten gibt.
00:38:58: Nahrzeit mehr so best practice ermöglichen, dass auch die Bezirke das höher skalieren können und mehr von diesem Schulzone einrichten.
00:39:09: Die dann während der Schulzeit Aufenthaltsfläche für die Schulgemeinschaft sein können aber eben dann auch außerhalb der Schulzeiten für den ganzen Kiez.
00:39:19: Das heißt, dass sich zum Beispiel die Straße vor der Schule eben für den Individualverkehr sperre entweder nur während der Schulzeit oder eben dauerhaft und dann dafür, dass entsiegle Sitzgelegenheiten schaffen, Spielmöglichkeiten und so quasi die Schulauffläche ein bisschen erweitere aber auch die Verkehrssicherheit erhöhen.
00:39:42: Brauchen wir dafür neue Zuständigkeitsregelungen?
00:39:45: Also das klingt alle irgendwie ganz toll und die Bezirke motivieren Aber im Moment ist es ja tatsächlich so durch diese bezirkliche und Landesaufteilung, wie die Land Berlin für die Hauptstraße zuständig ist.
00:39:57: Die Bezirke für den Nebenstraßen.
00:39:59: Und Schulen liegen halt relativ häufig, sag ich jetzt mal einfach mal in Nebenstraßens.
00:40:03: Jetzt hat man vielleicht eine andere Parteifarbe oder auch eine andere Prioritätensetzung als im Sonat.
00:40:12: Brauchen wir da eine Gesetzesänderung?
00:40:14: Oder bräuchten Sie da eine Gesetze?
00:40:17: Nein!
00:40:18: Wir finden das so schon richtig aufgehoben bei den Bezirkungen.
00:40:22: Wie gesagt... Man kann sicher von der Nahzerwaltungsseite noch mal unterstützen und da auch nochmal für Rechtssicherheit, auch in bestimmten Fällen sorgen.
00:40:35: Ich habe aber auch das Gefühl, also auch Bezirksämter handeln ja auch nach politischem Wählensbegründung vor Ort.
00:40:45: Und wenn es dann Schulgemeinschaften Eltern gibt die sagen wir wollen hier das vor unserer Schule dann glaube ich, werden sich sehr wenige Bezirksstaaträder in Ertrauen dazu sagen.
00:40:58: Das finden wir total doof und das machen wir auf gar keinen Fall so sondern werden da sicher auch gucken wie sie dem Wunsch entsprechen können wenn er von der Schulgemeinschaft geäußert wird.
00:41:09: Sicher nicht in jedem Fall aber ich glaube dass das A und O ist dass da auch eine Wille entsprechend bekundet wird bei denjenigen die der Entscheidung treffen müssen.
00:41:19: Das ist tatsächlich spannend, weil jetzt muss man vielleicht dazu ergänzen.
00:41:23: Louis Krüger ist tatsächlich Wahlkreisabgeordneter auch im Wahlkreist von mehreren Menschen die hier in dieser Runde mit drinnen sitzen und wir haben hier tatsächlich gerade mehrere Schulgemeinschaften, die sich mit diesem Problem rumschlagen und da tatsächlich eben nicht so richtig weiter kommen.
00:41:40: Weil das bezirksam dann eine andere Auffassung vertritt als sich die Bürgerinitiative würde ich es vielleicht nennen sich davor stellt.
00:41:52: Das wird es leider sicher auch in Zukunft noch anstellen geben.
00:41:59: und trotzdem merke ich, also wir haben jetzt in dem Fall eine Stadträte von der CDU die das Straßengrundflächenamt leitet und selbst die macht ja einen anderen Stellen dann leider, aber ja auch Maßnahmen zum Thema Schulwegsicherheit.
00:42:19: Also das ist ja auch nichts was die CDU irgendwie verneint.
00:42:22: ich glaube es ist eher immer die Frage vielleicht der Größe des Eingriffs der da mit vermutet wird und wie viele Parkplätze dann wegfallen und diese Fragen.
00:42:32: Ich glaube aber trotzdem dass das eigentlich auf der bezirklichen Ebene richtig aufgehoben.
00:42:38: Ich verstehe andererseits den Wunsch und die Vorstellung, wenn man alles in Richtung Senat packt, dann greift er da einmal durch.
00:42:44: Und dann genau die wiederwilligen Bezirke werden dann irgendwie mal gezähmt.
00:42:49: Glaube aber dass das am Ende nicht unbedingt zu besseren Lösungen führt weil ja die Bezirk oft vor Ort die Lage noch mal besser im Blick haben als der Senat an vielen Stellen tun kann führt dann aber eben zu solchen Frustmomenten, die ich total nachvollziehen kann.
00:43:09: Ich würde mir auch wünschen dass da mehr passiert und ich tue ja auch meines dafür.
00:43:14: Aber genau das ist quasi am Ende immer diese Abwägung, die wir da auch haben Und in dem wieder auch Verantwortlichkeiten bei den Bezirken lassen.
00:43:23: Kaufen wir uns eben ein, dass auch da manchmal Entscheidungen getroffen werden, die dann vielleicht von der Landesebene so nicht unbedingt mitgetragen werden.
00:43:32: Okay, also nehmen Sie dann den Kauf an der Stelle.
00:43:35: Ja!
00:43:37: Ich würde mal... Jetzt springen wir ein bisschen hin und her zwischen dem Themen aber anders kriegen wir das Klub nicht so ganz hin auch nicht in dem Setting jetzt.
00:43:45: Hier gibt es eine Frage zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung.
00:43:51: Wir geließen mal ganz kurz vor weil die berufliche Bildung da auf hinten runterfällt, inwieweit wird mitgedacht?
00:43:56: Mit IHK kann man ins Gespräch zu gehen um Bildung ist auf dem Schirm, dass da die Prüfungsformate und Prüfungshinhalte angepasst werden müssten.
00:44:06: Gibt es da Kontakte beziehungsweise Bestrebungen?
00:44:09: Könnten wir vorstellen, das da vielleicht klarer schädlich die eigentliche Ansprechpartnerin wäre?
00:44:14: Vielleicht können Sie aber zu sagen...
00:44:17: Genau also da muss ich jetzt auch leider gestehen, dass ich der auch nicht genau weiß wie das im Bereich der beruflichen Bildung ausgestaltet ist nehmen, aber man mit das da auf jeden Fall anscheinend noch was zu tun ist.
00:44:30: Es wird in Berlin gerade ein Masterplan BNE, genau so arbeitet wurde er schon.
00:44:35: Er soll jetzt bald verabschiedet werden und ich hoffe dass da auch dieser Bereich mit adressiert ist.
00:44:46: und ich sage mal im Schulgesetz steht das ja so eigentlich im Auftrag von Schule auch mit drin.
00:44:52: Insofern müsste eigentlich jede Schule da auch in die Richtung mit unterwegs sein.
00:45:00: Aber neben, dass man das bei den Prüfungsvermarkten und Inhalten anscheinend noch nicht so der Fall ist an dem beruflichen Schul- und auch in den Allgemeinbildenden Schulen.
00:45:09: Also wir haben überall noch Arbeit zu tun.
00:45:11: Das ist ja auch gar nicht die Frage.
00:45:16: Okay hier gibt es die Anfrage darf ich mündlich was ergänzen?
00:45:18: Aber natürlich!
00:45:21: Denise Naye Lehrkraft Genau.
00:45:24: Ich bin Lehrkraft in der beruflichen Bildung am Oberstufenzentrum Kaufmännische Berufe und die Lehrpläne sind so vollgestopft, also wir haben ja Leute, die machen ihre Prüfungen nach zwei Jahren, nach zweieinhalb Jahre, nach drei Jahren.
00:45:40: Die kommen mit uns zu uns und wollen auf diese Prüfung vorbereitet werden.
00:45:44: das heißt wenn wir Überbildung für nachhaltige Entwicklung sprechen und diese Hitze hat uns gezeigt wie notwendig es ist brauchen wir für die Prüfung Änderungen.
00:45:56: Weil es jetzt schon so ist, dass die Kolleginnen sagen ich kann nichts rechts und links machen weil ich gerade so durchkomme zu den Prüfungen.
00:46:06: also daran habe ich euch noch gedacht als es darum ging.
00:46:09: naja dann macht da mal was im Museum oder macht was auf dem
00:46:12: Schulhof.
00:46:13: wenn das alles so eng ist Dann geht es nicht.
00:46:18: Das heißt hier müssen die Kammern mit ins Boot Und hier muss die IHK mit ins boot.
00:46:27: Das ist der Vorteil, dass wir in einem allgemeinbildenden Bereich immer unabhängige Dinge verändern und entschlagen können.
00:46:36: Aber ich sehe das auf jeden Fall auch für den Bereich der beruflichen Bildung und dann eben auch in Absprache wie gesagt wurde mit den Kammern unter IHK weil wir also gerade dieses Sie haben so gut gesagt, dass nichts links und rechts geschehen kann.
00:46:50: Dass es glaube ich was uns massiv im Weg steht.
00:46:55: Nehmen wir nur einen Beispiel, wo mir das besonders stark aufgefallen ist.
00:46:58: Das war einerseits nach dem oder mit Staat des Angriffskriegs auf die Ukraine aber eigentlich auch genauso nach dem siebten Oktoberbus massiven Gesprächsbedarf bei den Schülerinnen gab und wo aber viele Schulen gesagt haben Wir müssen ja unseren Unterricht machen.
00:47:16: Wir haben keinen Raum dafür Und dass natürlich fatal weil denn mir diese Sachen im Kopf schwirren Dann bringt das nichts, wenn der Unterricht durchgezogen wird.
00:47:25: Weil dann habe ich gar keine mentalen Kapazitäten, dass auch zu verarbeiten.
00:47:29: also da genau eben diese Kapazität.
00:47:32: nur die Räume zu schaffen, auch Themen links und rechts mit einfließen zu lassen ist glaube ich ganz essentiell und wird auch nur unserer Welt gerecht wie sie gerade aufgebaut ist.
00:47:42: Also wir... Wenn wir erleben, wir kriegen ja alles mit was auf dieser Welt passiert.
00:47:47: Das ist einfach eine andere Lage als vor hundert Jahren wo ich Mein Informationsgradius ein bisschen begrenzter war, dann müsste in Schule auch der Raum sein um damit umzugehen.
00:47:57: und denen das stimmig zu gibt es oft gerade nicht.
00:48:00: Und das führt dann eben auch dazu dass Schülerinnen überlastet sind und dass eben bestimmte Themen so nicht mehr stattfinden können.
00:48:07: Auch wenn Lehrkräfte sie vielleicht gerne mit einbinden würden.
00:48:11: Danke noch eine Nachfrage dazu.
00:48:13: Ich denke, dass das Problem ist erfasst worden tatsächlich.
00:48:16: Also es betrifft ja nicht nur Bildung für nachhaltige Entwicklung halt in den ganzen Krisen, aber auch massiv die Demokratiebildung also die beiden großen Themen abseits aller anderen Krisen die genau so groß sind.
00:48:29: Ich habe vorhin schon mal gesagt wir müssen ein bisschen springen.
00:48:31: der Krieg ist leider alle nicht so ganz elegant überleitet wie hier im Gespräch wo ich sozusagen mir alle Fragen selber ausdenken kann.
00:48:38: deswegen wird man in dem Bereich der Demokratiebildungen hüpfen.
00:48:42: Da gibt es hier die Frage im Chat, §.
00:48:45: I Berliner Schulgesetzes.
00:48:47: Ich würde Ihnen jetzt nicht komplett vorlesen aber da geht's um den Auftrag von Schule und insbesondere um die Frage wie sich die Menschen, die wir in den Schulen heranbilden auch in einer anderen demokratischen Gesellschafts- und in der Welt hinterher bewegen?
00:49:02: Und da ist jetzt die Frage so ein Gesetz lässt sich beispielsweise leichter ändern als eine Landesverfassung Und daraus resultiert die Frage, gibt es vielleicht die Idee, die demokratische Bildung in die Landesverfassung aufzunehmen?
00:49:21: Das ist bisher noch nicht bei mir und uns angelandet.
00:49:28: Gleichzeitig sind wir alle sehr stolz auf dieses Schulgesetz weil das glaube ich wirklich der umfassende Art im Bildungsbegriff beschreibt, der gerade nicht in der Situation sind, wo wir befürchten müssen.
00:49:46: Dass hier in Berlin Parteien die Mehrheit stellen, die das irgendwie vollständig abschaffen wollen und gleichzeitig ist natürlich diese Frage von Resilienz auch der Demokratie, auch im Berlin eine, genau, der wir uns stellen, den wir uns auch in den Schulen stellen, wo ja auch jeden Tag Lehrkräfte auch vor Herausforderungen stehen.
00:50:13: Ich sage nur dieses AfD-Meldeportal, wo der Lehrkräfte gemeldet werden sollen die irgendwelche angeblich ideologischen Dinge formulieren so also das System ist ja jetzt schon auch unter Druck und da muss man glaube ich gucken wie man auch eine klare Haltung genau vermittelt auch seitens der Verwaltung genau dass jetzt in die Verfassung mit aufzunehmen.
00:50:37: wie gesagt wenn wir jetzt aber noch nicht so mit untergekommen.
00:50:42: Es gibt ja quasi neben so inhaltlichen Fragen auch immer die Frage, also ich bin kein Jurist aber mir wurde das mal so erklärt dass es auch bestimmte Dinge gibt, die auf bestimmten Ebenen zu verankern sind oder wo es sage ich mal üblich ist, Dinge irgendwie in eine Verfassung reinzuschreiben und Dinge eher in Gesetze und andere Dinge irgendwie eher in Verordnung.
00:51:02: Also sowas wie Eine Klassengröße würde man jetzt wahrscheinlich nicht in die Verfassung reinschreiben, einfach von der Systematik her.
00:51:08: So sondern eher woanders rein.
00:51:10: und da kann ich nicht beurteilen was man quasi sinnvollerweise aus diesem Paragraf des Schulgesetzes in die verfassung mit rein packen könnte.
00:51:23: und das stellt sich natürlich dann auch schon die Frage wie weit geht man denn also wenn man einmal damit anfängt?
00:51:28: was würde man dann alles versuchen mit in die verfassung Mit rein zu holen?
00:51:32: und ich glaube dass man dass es genau auch schnell so eine sehr große Frage aufmacht, zu der ich jetzt noch nicht genug nachgedacht habe um die Ablesen beantworten zu können.
00:51:43: Wie sinnvoll ich das halte oder nicht?
00:51:47: Aber es ist auf jeden Fall gut, dass im Schulgesetz so stehen und sollte auch für immer so im Schulgesetz stehen bleiben.
00:51:53: Okay vielen Dank.
00:51:54: dazu gab's noch eine Nachfrage.
00:51:55: Ich bin auch in der Lehrkräfte Fortbildung tätig.
00:51:59: Und da halt für die beruflichen Schulen zuständig, aber es kommen halt auch von allgemeinbildenden Schulen, die Leute in meine Fortbildung
00:52:08: ist der Arbeitskreis
00:52:10: Diskriminierungs-Sensin und demokratische Schulentwicklung.
00:52:15: Wir sind in Berlin natürlich wenn wir auf die Umfrageignisse kommen noch in einer relativ komfortablen Situation wie sehen aber auch das der Druck größer
00:52:23: wird
00:52:25: Und ich bitte, das tatsächlich mal so als Nachdenk und Auftrag mitzunehmen.
00:52:28: Weil es gibt bereits Bundesländer die diese Bestrebungen haben, das in die Verfassung rein zu nehmen um es mittlerweile bei Drittel Mehrheit zu schützen
00:52:35: weil die Bildung
00:52:36: – und das sehen wir jetzt bei allen Äußerungen hier in Sachsen-Anhalt zum Beispiel –
00:52:41: kommen
00:52:42: dass die Bildungsbedingung das Erste ist was mit angegriffen und mit umgestaltet werden soll.
00:52:49: Ich habe heute schon in den Fortbildungen Kolleginnen, die sich zurückhalten mit ihren Äußerung.
00:52:57: Weil sie mit ihrer Haltung nicht gestützt werden zum Teil nicht im KollegInnenkreis, zum Teil auch aus der Schulleitung heraus, zum Schalt auch nicht aus der Schulaufsicht heraus und das geht nicht nur um äusserungen zu einzelnen Parteien oder Parteiprogrammen, sondern das geht sogar soweit.
00:53:19: Dass mir eine Kollegin sagte bei uns an der Schule ist die Diskussion ob wir Klimawandel überhaupt noch unterrichten.
00:53:25: Eine Kollegin aus einem naturwissenschaftlichen Bereich hat gesagt mache ich nicht mehr weil ich soll ja neutral sein.
00:53:31: Das heißt wir kommen hier in den Bereich rein wo von außen Framings gestützt werden und Dinge politisiert wären Die zum Beispiel reine Physik sind und in den Lehrplänen steht.
00:53:44: Das heißt, das Meldeportal ist nur die Spitze des Eisbergs.
00:53:47: Das geht mittlerweile schon an den Schulen viel tiefer.
00:53:50: Und da frage ich mich wirklich... Deswegen ist mir es so wichtig dass das mitnehmen bitte und darüber nachdenken und das unter Umständen angehen weil es in anderen Bundesländern schon erfolgt.
00:54:02: und zum zweiten wir wollen sie Lehrkräfte mit Haltung schützen
00:54:07: stärken Und
00:54:09: dazu im Grunde Ihnen das Handwerkszeug und den Rückhalt geben, weiter demokratische Bildung offensiv an den Schulen zu machen.
00:54:18: Und zwar fächerübertreifend!
00:54:20: Das ist ja nicht nur was für ein Politik- oder Geschichtsunterricht sondern es war's für jede einzelne Minute in der Schule.
00:54:28: Darf ich eine Rückfrage stellen?
00:54:30: Ja gerne!
00:54:34: Genau, weil Sie meinen, es gibt in anderen Bundesländern schon Bestrebungen weil ich mir jetzt gerade frage, wie man zum Beispiel die Frage mit physikalischen Fakten, dass man die weiter unterricht.
00:54:48: Also wie würde man sowas in einer Verfassung rein schreiben?
00:54:52: Ich bin gerade quasi noch teile glaube ich das anliegen aber ich weiß nicht was ich reinschreiben müsste um das abzusichern.
00:54:59: Daum geht es also.
00:54:59: es geht nicht darum so einzelne Sachen aus Lehrplänen rauszunehmen, aber grundsätzlich den demokratischen Auftrag der Schule wirklich speziell auf
00:55:07: Schule
00:55:08: mit reinzunehmen in die Landesverfassung.
00:55:11: Also im Grunde das, was in Artikeln eins steht.
00:55:14: einfach nur die Schule hat den Auftrag zur Persönlichkeiten, die auch befähigt sind sich dem Nationalsozialismus, denen zu erkennen, sich dem entgegenzustellen Das allgemein mit rein zu nehmen und da ist ja schon so viel drin dass dann im Schulgesetz Änderungen nicht mehr erfolgen können weil es halt der Landesverfaßung widersprechen würde.
00:55:36: Ich nehme das total gerne mal mit weil ich das wirklich Also eine spannende Frage finde gerade unter diesem genau vermeintlichen Neutralitätsanspruch, der da irgendwie an vielen Stellen formuliert wird.
00:55:51: Wo Schule ja gar nicht neutral sein muss und kann?
00:55:56: Und das für mich auch genau diese Frage adressiert von Haltung also ich erwarte auch von einer Verwaltung dass sie dann die Lehrkräfte schützt, die quasi angegangen werden weil sie zum Beispiel, so wie es jetzt der Fall war eine Demonstration von Schülerinnen genehmigt haben gegen die AfD.
00:56:16: Oder wenn eine Schule sagt, sie lädt die AfD nicht für ein Podium für die Wahl ein, sodass dann nicht die Schule sich irgendwie rechtfertigen muss oder da in Schwierigkeiten kommt, sondern dass da auch eine Verwaltung, sage ich mir den Rücken gerade macht und die Schulbemeinschaft unterstützt.
00:56:37: Okay danke Ich würde bei dem... nochmal ein Stück bei dem Thema schulische Demokratie bleiben, aber das Spiel fällt ganz gern noch mal ein bisschen wechseln in diesem Bereich.
00:56:47: Jetzt haben sich der Freund schon gesagt wir sind im Berliner Schulgesetz da gibt es eine Menge tolle Sachen drin.
00:56:53: unter anderem gibt's eine menge tolle Regelung zum thema-schulische demokratie Eltern mitwirkungen Schüler Mitwirkung und so weiter usw.
00:57:01: ist aber an ganz vielen Stellen.
00:57:03: in einer praktischen Umsetzung bleiben eher unverbindliche Handlungsempfehlungen ganz häufig weil man, ich sag mal, gremeln Prozesse auch tatsächlich auf den Verwaltungsweg ausbremsen kann.
00:57:14: Wie wollen Sie ihn... Also haben Sie da Ideen?
00:57:19: Wie man daran gehen kann?
00:57:20: Wo sehen sie Handlungsbedarfe?
00:57:23: Ich sehe ganz viel, wo sehen Sie welche!
00:57:26: Genau, ich glaube auch dass unser Schuhgesetz eins ist was am meisten verspricht und sich hergibt und trotzdem an vielen Stellen auch in diesem Anspruch gerade noch noch scheitert.
00:57:38: Ich glaube aber, dass man das nicht wirklich gut über gesetzliche Veränderungen hinbekommen kann sondern, dass es an vielen Stellen einmal eine Frage der Haltung ist also der Personen in diesem Schulsystem.
00:57:55: genau dabei sind auch des Wissens über bestimmte Prozesse über Rechte die verschiedene Beteiligte haben und ich glaube es auf der anderen Seite eine Frage, wie gehe ich in Konfliktfällen damit um?
00:58:13: Also wie kann ich mir im Zweifelsfall die Prozesse, die Rechte, die schulgesetzlich irgendwie vorgegeben sind.
00:58:20: Wie kann ich mich dir auch erkämpfen und da sehe ich gerade noch eine große Baustelle.
00:58:24: Ich habe das Gefühl dass viele Eltern aber auch Lehrkräfte oder Schülerinnen sich oft allein gelassen fühlen wenn sie sagen eigentlich hab' ich doch das Recht auf Y. und dann kommt aber eine Schulleitung oder wer auch immer und sagt, ne bei uns nicht.
00:58:40: Haben wir noch nie so gemacht oder was auch immer.
00:58:43: Und dann fühlt man sich oft glaube ich sehr hilflos und weiß gar nicht wo man sich wenden soll.
00:58:47: und dann geht es vielleicht an die Schulaufsicht und dann nimmt das irgendwie alles seine Kreise.
00:58:53: und dann ist immer die Frage wie ist das Verhältnis von Schulleitung, Schulauf Sicht usw.
00:58:57: Also ich habe das Gefühl dass vor allen Dingen da quasi auch noch viel Luft ist weil wir alle... Es gibt in allen Bereichen mögliche Diskrepanz zwischen, was ist gesetzlich vorgegeben und was passiert in der Realität?
00:59:10: Also es gibt eine rote Ampel über die darf man nicht fahren.
00:59:13: Und trotzdem machen es Menschen so und dann gibt's halt ein Mechanismus, der versucht das näher zueinander zu bringen.
00:59:18: So und ich glaube da haben wir im Schulbereich tatsächlich noch viel Nachholbedarf, da eine Struktur zu schaffen, die das quasi näher zusammenbringt und auch... Das muss gar nicht immer nur irgendwie Konsequenz oder Ansage von oben sein.
00:59:36: Es geht mir jetzt nicht darum, irgendwie so nur irgendwelche Beschwerde und was auch immer Portale zu machen, wo dann irgendjemand sagt du hast dein Job nicht gemacht aber da auch ja vielleicht Institutionen Menschen zu schaffen die quasi verschiedene Gruppen befähigen diesen Konflikt aufzulösen weil natürlich entsteht in Beteiligung auch Konflikten als immer kompliziert wenn verschiedene Menschen mitreden und nicht nur einer oben ist der sagt so läuft es Und dann brauchst du aber auch Strukturen, die diese entstehenden Konflikte auffangen können.
01:00:08: Was mir tatsächlich immer wieder auffällt und da bin ich jetzt gerade in so einem kleinen Rollenkonflikt zwischen Elternvertretern und demjenigen der hier irgendwie diese Runde moderiert.
01:00:17: Wenn ich mir das Schulgesetz angucke, dann stelle ich häufig fest, es gibt eine Menge Regelungen oder eine Menge Entscheidungen, die eine Schulkonferenz zum Beispiel erst treffen darf wenn die Gesamtkonferenz zu demselben Sachverhalt entschieden hat.
01:00:30: Diese Regelungen gibt es interessanterweise bei den Schüler- und Elternvertretungen nicht.
01:00:36: Also kann mir auch denken, warum bestimmte Regelung der Gesamtkonferenz vorher vorbehalten sind darüber entscheiden zu müssen?
01:00:43: Die ergeben für sich genommen total Sinn.
01:00:45: Wo ich mir aber denke vielleicht könnte man mit auch auf die Eltern und Schüler Vertretungen ausweiten.
01:00:51: Gibt es ein konkretes Beispiel?
01:00:52: Ich
01:00:52: müsste jetzt tatsächlich das Schulgesetz erst mal aufschlagen.
01:00:57: Aber das steht so auch im, glaube ich, Paragraph seventy oder siebenundsiebzig drin.
01:01:00: Welche Entscheidungen der Schulkonferenz erst treffen darf wenn Sie die Gesamtkonferenz vorher dazu angehört hat?
01:01:07: Genau, also ich fände mir jetzt quasi schwer, dass so pauschal zu beurteilen, genau da so allgemein ja.
01:01:17: deswegen kann ich es jetzt glaub ich nicht sagen auf jeden Fall muss es da irgendwelche Entscheidung geben wo auch vorher die Eltern irgendwie zugestimmt haben oder so.
01:01:29: Das fällt mir grad
01:01:30: schwer.
01:01:30: Genau, aber wie gesagt das war jetzt nur so ein Gedanke den ihr gerade relativ häufig schon hatte dass bestimmte Entscheidungen durch die Schulkonferenz erst getroffen werden dürfen wenn die Gesamtkonferenzen sich freude zu verhalten hat.
01:01:39: und vielleicht wäre zumindest mal Punkt darüber nachzudenken bei Ähnlich gelagerten Themen oder bei anderen Themen, die halt insbesondere Schüler in Vertretung und Elternvertretungen betreffen.
01:01:49: Da noch mal so was mit einzubauen, weil daran hakt es halt ganz häufig, dass man als Schulleitung beispielsweise sagen kann ich bringe hier einen Antrag in die Schulkonferenz ein, was auch rechtlich und der Formal war richtig ist wo aber im Zweifel die Schülerinvertretung oder die Elternvertrettung vorher nicht mehr angehört wird.
01:02:06: Ist mir relativ häufig passiert tatsächlich in meiner Elternvertreter Karriere und durch andere Eltern vertreten.
01:02:10: dann Genau, ich würde jetzt mal ganz kurz vielleicht den letzten Aufruf für heute wie die letzte Runde in der Bar.
01:02:20: Wenn noch Fragen sind entweder direkt mal in den Chat reinschreiben wenn noch jemand Fragen hat oder aber einfach mal kurz die virtuelle Hand heben und dann gerne selber eine Frage formulieren.
01:02:32: Hier steht gerade... Ach genau!
01:02:34: Schulprogramm wäre ein Beispiel.
01:02:35: Gesamtkonferenz legt vor Schulkonferenz beschließt
01:02:38: Ist.
01:02:38: mir ist mehr sichtlich warum die anderen Gruppen da auch gerne vorher mit drauf schauen würden, ja.
01:02:45: Ja genau das ist halt so ein guter Beispiel.
01:02:47: Also Schulprogramm betrifft also es ist total nachvollziehbar dass die Gesamtkonferenz darüber befindet vorher nach welchem Schulprogrammen sie arbeiten möchte aber der Betrift der Schülerinnen und Eltern quasi gleichermaßen.
01:02:59: Sie hatten vorhin.
01:03:00: jetzt sind wir bei den ganz weichen Themen die eigentlich auch harte Themen sind.
01:03:04: Ganz am Anfang haben sie in ihrem Eingangsstatement von Wohlbefinden gesprochen.
01:03:10: Wie kann man das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler erhöhen?
01:03:13: Jetzt haben wir die Situation an vielen Berliner Schulen, aber auch in Pankower-Schulen.
01:03:18: Dass die Schulgebäude einfach heillos überfüllt sind.
01:03:21: Weil jetzt für die wird wohlbefinden nicht unbedingt hilfreich ist.
01:03:26: Wie kommen wir da weg?
01:03:28: also von dieser krassen Überbelegung der Schulen?
01:03:32: Schulen bauen... Also ich glaube dass.. Da hilft ehrlicherweise nicht viel anderes.
01:03:39: Man kann natürlich überlegen was man irgendwie sonst noch an Räumen nutzen kann und auslagern kann oder so.
01:03:47: Und wie man vielleicht... Manche Räume irgendwie nochmal besser nutzt, aber wir haben einen Schulplatz, definitiv immer noch von knapp ca.
01:03:57: twenty-fünfundzwanzigtausend Schulplätzen.
01:04:00: Das kann ich nicht abbauen ohne einfach neue Schulen zu bauen.
01:04:07: Und gleichzeitig verstehe ich das Ein sehr, sehr essenzieller Punkt ist so für das schulische Erleben und für den schulischen Alltag.
01:04:15: Und dass diese Schulen auch nicht innerhalb von einem Jahr gebaut werden und wir dann mit den Grünen in der Regierung... Genau wird das noch eine längerfristige Aufgabe dieser Schulplatzdefizit vollkommen abzubauen.
01:04:30: Sehen Sie irgendwelche Möglichkeiten jetzt mal ganz kreativ irgendwie die Frage gestellt oder vielleicht ganz kreativ in einer Überlegung hinterher?
01:04:40: den Schulen irgendwelche, also Befugnisse zu geben mit denen sie anders mit dieser Überfüllung umgehen könnten.
01:04:46: Also zum Beispiel lernen am anderen Ort oder irgendwie zu flexibilisieren.
01:04:50: Jetzt hatten Sie vorhin schon von diesem Schulversuch hybrides Lernen gesprochen.
01:04:54: der betrifft ja aber höchstwahrscheinlich die oberen Jahrgänge.
01:04:59: Aber wie machen wir denn mit den unteren Jahr gängen?
01:05:04: Ich bin total Fan davon wenn man auch außerhalb der Schule lernt und die ganze Stadt.
01:05:11: Ich habe vorhin schon den Schulhof angesprochen, in dem man nutzen kann aber auch außerschulische Lernorte.
01:05:16: da gibt es ja an sich viel und gleichzeitig ist das natürlich auch wieder ein Aufwand.
01:05:21: also gerade auch in der Grundschule mit einer Klasse sage ich immer irgendwie durch einen halben Bezirk zu fahren um dann irgendwie den Unterricht einem anderen Ort zu machen ist dann wiederum mit Aufwand verbunden.
01:05:34: Deswegen, viele das wahrscheinlich auch denn nicht machen.
01:05:38: Also da sind wir dann genau in so einer Ablegung quasi Raumwörter, Personal.
01:05:42: So wünschenswert das ist.
01:05:44: Das ist glaube ich total unstrittig dass das... also für mich ist es unstritten, dass man auch an anderen Orten als einfach lassen einen Raum was lernen kann.
01:05:51: Okay.
01:05:52: Ich frage nochmal ganz kurz hier in die Runde gibt's noch eine Frage?
01:05:56: Ja!
01:05:57: Also wenn die Klassen so voll sind, das ist ja einmal der Sache der Gebäude.
01:06:00: aber wir haben ja auch Probleme bei den Lehrkräften.
01:06:04: Wie soll denn der Beruf, der Lehrkraft wieder attraktiver gemacht werden?
01:06:10: Die sollen die Schulen ausgerüstet werden mit multiprofessionellen Teams.
01:06:15: Weil wir brauchen ja eher mehr Professionen in den Schulen als weniger Lehrkräfte wenn wir auch beispielsweise und ich meine das würde jetzt wieder ein Riesenthema aber wir müssen es wenigstens mal ansprechen ist Thema Inklusion tatsächlich leben wollen in den Schulen.
01:06:30: also ich glaube dass Beste um Meleköfte zu gewinnen, ist tatsächlich die Arbeitsbedingungen attraktiver zu machen.
01:06:37: Weil uns da wirklich Leute verloren gehen auch die Lehramtsstudien und dann sagen nach dem Studium habe ich das Praxissemester gemacht glaube ich nicht dass das das richtige für mich ist.
01:06:48: oder welche die das Ref gemacht haben und dann feststellen Puh!
01:06:51: Das soll ich jetzt in den nächsten vierzig Jahre machen weiß ich nicht.
01:06:56: Das sagen Sie oft, weil es dann genau diese prekären Arbeitsbedingungen in der Schule an vielen Stellen gibt.
01:07:03: Deswegen müssen wir gucken, dass wir entlasten und ich glaube, der erste Schritt dafür ist die Arbeitszeiterfassung.
01:07:09: Also erst mal zu gucken wer arbeitet eigentlich wie viel so?
01:07:13: Weil erst wenn wir das wissen können, wir gucken wie entlastet wird und wie auch zielgerichtet, weil nicht irgendwie um eine Gießkanne gehen kann kann und das sind eben dann auch andere Professionen, die die Lehrkräfte unterstützen.
01:07:28: Also da gibt es ja auch Studien zu, dass das was Lehrkräften vor allen Dingen belastet, eben das ist etwas außerhalb des Unterrichts stattfindet also vor allem den bürokratischer Aufband, Organisationsdinge, Dokumentationspflichten usw.. Und da muss man, glaube ich, gucken wie man daran gehen kann über Verwaltungsleitung die es jetzt schon in Schulen gibt.
01:07:48: Den entsprechenden IT-Support.
01:07:50: Wir haben eine Schulsozialarbeit wir haben immer mehr Schulen die sich Schülpsychologie leisten indem sie unbesetze Lehrkräfte stellen umwandeln.
01:07:59: das hätte ich gerne alles zusätzlich.
01:08:02: und dann kommt meine Haushälter und sagen mir geht leider nicht so.
01:08:04: also dass ist glaube ich so ein bisschen die Balance die wir da finden müssen oder die Schwierigkeit, die wir da haben.
01:08:12: Deswegen müssen wir auch gucken wie wir innerhalb... Oder warum wir gucken müssen wie wir Aufgaben von Lehrkräften reduzieren können einfach damit mehr Zeit ja auch am Ende für anderes bleibt so.
01:08:26: aber es ist keine einfache Aufgabe weil die größte Entlastung für Lehrkräfte mehr Lehrkräftewähren also ein bisschen so einen Teufelskreis den wir halt auch am ende haben.
01:08:39: Das ist keine so richtig befriedigende Antwort wahrscheinlich, aber es ist auch keine richtig einfache Aufgabe.
01:08:45: Weswegen ich tatsächlich bei diesem Punkt bin von Wir müssen gucken was wir reduzieren und das wird an manchen Stellen wehtun.
01:08:52: Aber wir können mit dem Bestand den wir haben Diesem Anspruch, den wir gerade zum Beispiel mit der stunden Tafel formulieren einfach nicht gerecht werden.
01:09:00: Das geht dann auf dem Lasten der Lehrkräfte oder Beschäftigten allgemein Aber auch der Kinder.
01:09:08: Elaine, du hattest noch eine?
01:09:09: Ja meine Frage hat alles mit den hieses frage zu tun und es ist ich sehe in meiner dochter schule zum bereich inklusion ein riesengroßes problem.
01:09:21: Und das sind die kinder die leserechtschreib schwächer haben dyskalkulier haben alle diese range vom leerenprobleme haben.
01:09:36: Ich sehe, dass die Schule hat das schon festgestellt.
01:09:38: Hat mit Eltern gesprochen, versuchen mit den Kinder weiterzumachen.
01:09:43: Es gibt diese Saison der Pädagogik Bereich, wo die Kinder lernen können.
01:09:49: Aber ich sehe, die Kinder kommen durch die erste Klasse, zweiter Klasse und dritte Klasse oder vierte Klasse haben immer noch das Problem.
01:09:56: Und ich habe einen Fall gesehen wo am Ende die Eltern sie nicht so viel Geld hatten, müssten ein Privatkurs für das Kind bezahlen.
01:10:06: So dass das Kind weiter machen kann und das tut mir echt leid für Sie.
01:10:13: Ich verstehe auch es gibt viele Probleme mit riesengroßen Mangel an Lehrkraftkräfte aber gibt es Ideen in diesem Bereich?
01:10:27: Wie kann das besser werden?
01:10:31: ist wahrscheinlich was, was auch meine Kollegen Marianne Burghardt-Ollitz noch mal besser beantworten könnte.
01:10:38: Die wirklich seit Jahren Jahrzehnten würde ich sagen in diesem Inklusionsbereich aktiv ist.
01:10:46: Was ich nur immer wieder sagen kann das es vor allen Dingen auch eine bessere Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche braucht also dass der Bildungsbereich oder der Schulbereich stärker auch mit dem Jugendfamilienbereich, aber auch mit den Gesundheitsbereichen zusammenarbeitet.
01:11:02: Also dass da auch Ressourcen gemeinsam genutzt werden.
01:11:08: Ich glaube das ist ganz zentral.
01:11:12: und dann sind sie eben tatsächlich auch die, denen es nahe angesprochen hat, die verschiedenen anderen Professionen, die in Schule auch wirksam werden müssen auch zum Beispiel Gesundheitsfachkräfte, wo es jetzt ein Pilotprojekt in Berlin gibt, die auch was für die Inklusion tun können.
01:11:32: Gerade bei Kindern, wo's einfach auch körperliche Beeinträchtigungen gibt.
01:11:41: und gleichzeitig glaube ich das auch der Thema Raum-und Zeit für Dinge dass da auch der Ganztag eigentlich eine große Chance darstellt, weil genau in diesem Ganztag gibt es halt noch mal Zeit für auch individueller auf die Kinder einzugehen.
01:12:01: Dafür brauchste natürlich wieder die Personen und die Ressourcen.
01:12:04: also das ist dann genau da kommen wir irgendwie nicht drum herum.
01:12:10: aber genau darum muss es ja gehen zu gucken wie kann man Schule so gestalten oder so organisieren dass genug Zeit bleibt jedem Kind irgendwie individuell gerecht zu werden gerade eine sehr, sehr große Herausforderung.
01:12:27: Vielleicht eine Sache dazu noch.
01:12:30: ich glaube man es gibt auch ein Chance da drin und dann sind wir gleich mit der Zeit auch gleich vorbei.
01:12:37: eine große Chance da drinnen eben lernen nochmal anders zu organisieren.
01:12:42: also wenn ich schaffe Schüler in stärker zu einem selbst organisierten Lernen zu bringen so dass sie vielleicht eigenständiger lernen und ich vielleicht eine ganze Lernetage habe, und dann nur noch zwei drei Lehrkräfte die quasi als deren Begleiterin mit dabei sind.
01:13:02: Habe aber andere Lehrkräften, die sich dann um andere Schüler in individueller kümmern können.
01:13:06: Ich glaube das ist auch eine Chance zu gucken wie können wir Ressourcen ein bisschen effizienter und gerechter Nutz- und Ressoursen meint jetzt in dem Fall quasi Lehrkräftel?
01:13:16: Also so zu gucken wer braucht wann welche Unterstützung auch schon gut in die Alleinerlegung.
01:13:25: Elaine, möchtest du so eine Nachfrage stellen?
01:13:30: Nee okay dann danke erst mal bis hierher.
01:13:33: genau Sie haben es gerade gesagt wir sind mit der Zeit eigentlich so gut wie am Ende.
01:13:39: Dann bleibt mir erstmal nix.
01:13:40: also ich sehe jetzt ja auch keine weiteren Fragen mehr im Chat.
01:13:43: Dann bleibt für heute erstmal nichts weiteres als Danke zu sagen.
01:13:47: fürs Kommen Herr Krüger Danke an alle weiteren Mitdiskutanten und Mitschreibenden hier im Chat fürs mitmachen, fürs dabei sein und ja erst mal alles Gute weiterhin.
01:14:01: Und bis dahin und liebe Hörerinnen und Hörern wenn sie mögen gerne bis zum nächsten Mal und bis bald!
01:14:25: Vielen Dank für's Einschalten.
01:14:26: Dies war Herr Fechnerli zum Gespräch.
01:14:29: Ich lade mir in diesem Podcast regelmäßig Menschen die mit den Themen Bildung und Kultur zu tun haben zum Gespräche ein um herauszufinden wer sie sind was sie tun.
01:14:38: Motivation ist.
01:14:40: Alle weiteren Episoden dieses Podcasts finden sich unter marcofechner.de und aufgängigen
01:14:46: Podcasts.
01:14:47: Die Musik für diesen Podcast stammt von frametracks.de.
01:14:51: Vielen Dank!
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