#119 Steffen Krach (SPD), Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters
Shownotes
Für diese Episode meiner Gesprächsreihe mit den Spitzenkandidierenden zur Berliner Abgeordnetenhauswahl habe ich mich mit Steffen Krach, dem Spitzenkandidaten der Berliner SPD, im Kurt-Schumacher-Haus in Berlin-Wedding getroffen.
Aus seinen Social-Media-Kanäle erfuhr ich in den Wochen vor dem Gespräch, dass er nicht Kai Wegner, aber auch nicht Stefan Evers ist, also wollte ich von Ihm wissen, wer Steffen Krach ist und warum er sich für geeignet hält, dieses Amt zu übernehmen.
Außerdem wollte ich von ihm wissen, was heute das Alleinstellungsmerkmal der SPD im Parteienwettbewerb ist, wo sich die SPD mit Umfragewerten zwischen 13 und 20 Prozent in der Stadtgesellschaft verortet und was "soziale Gerechtigkeit" für ihn konkret bedeutet.
Ich wollte mehr über sein Wahlkampf-Motto "Wieder Berlin" wissen. Was oder welchen Zeitpunkt meint dieses „Wieder“, wenn Berlin doch schon immer eine Stadt der Veränderung war und jede Generation ihr eigenes "Damals" hat.
In seinen Antworten ging es unter Anderem um Familienfreundlichkeit, bezahlbaren Wohnraum, Kitaplätze, die Zukunft der Lehrkräftebildung und die Stimmung in der Stadt.
Auch hat mich aus Eltern- und Familienperspektive interessiert, was er in der Verkehrspolitik vorhat, brauchen Familien doch eine umfassendere Verkehrspolitik, als Eine, die darauf ausgelegt ist, Eltern zum Arbeitsplatz und zurück zu bringen.
Außerdem: was braucht es neben einem AfD-Verbotsverfahren noch, um die Gesellschaft wieder zusammenzuführen und warum spricht das Wahlprogramm der SPD für einen Kampf gegen viele Arten der Diskriminierung, lässt aber einen eigenen Schwerpunkt zur Feindlichkeit gegen Armutsbetroffene vermissen?
Vielen Dank für das Gespräch!
Transkript anzeigen
00:00:01: Das folgende Gespräch wurde am vierzehnten Juli, zwei tausend sechsundzwanzig aufgezeichnet.
00:00:16: So hallo und herzlich willkommen zurück bei Fischnalli zum Gespräch.
00:00:19: mein Name ist Marco Fechner und heute geht es weiter in der Runde der Spitzenkandidierenden der Berliner Parteien zur Wahl des Abgeordneten Hauses.
00:00:28: Heute sitze ich im Kurzschumacher Haus in Berlin Wedding Und hier gegenüber sitzt der Spitzekandidat der Berlina SPD Steffen Krach.
00:00:34: Schöng-Untag Erkrach
00:00:35: Einen schönen guten Tag.
00:00:36: Ich freue mich dass sie sich die Zeit nehmen Und dass wir hier zusammensitzen können.
00:00:41: Herr Krach, ich habe natürlich im Rahmen meiner Recherchen in den letzten Wochen auch ihre sozialen Kanäle verfolgt... ...was die jetzt rausbekommen haben ist, dass sie weder Kai Wegner noch Stefan Evers sind!
00:00:51: Aber wer, Steffen Krach?
00:00:53: Also erstmal ist das richtig.
00:00:55: Ich bin weder Karl Wegner oder Stefan Ebers.
00:00:59: Ja, ich bin hier nach Berlin gezogen, also ich kenne Berlin sehr gut.
00:01:07: So wie jetzt auch die ganzen anderen Spitzenkandidaten und Kandidaten nicht in Berlin geboren, sondern in Hannover.
00:01:13: Da mache ich auch gar kein Geheimnis draus.
00:01:15: Es geht nämlich ganz vielen Menschen hier in Berlin so dass sie nach Berlin gezogen sind und sich ihr wunderbar fühlen.
00:01:21: Und ja... Ich bin ein Familienmensch.
00:01:24: Bin verheiratet habe drei kleinere Kinder wobei der Große jetzt schon gar nicht mehr sagen würde das er noch ein kleines Kind ist.
00:01:31: Die gehen in die Schule.
00:01:32: Zwei davon einer geht nur an die Kita.
00:01:35: also von daher kenne Bildungssysteme ganz gut und kenne Berlin einfach sehr, sehr gut weil ich hier studiert habe.
00:01:41: Mein erster Arbeitsplatz hatte meine Frau kennengelernt.
00:01:44: Wir haben hier geheiratet.
00:01:45: Ich kenne Kitas die Schulen auch die Schwierigkeit Arzttermine zu bekommen für den einen oder anderen.
00:01:52: also von daher Die Herausforderungen Berlins sind mir bekannt
00:01:57: der krankes fast so ein bisschen entschuldigen dass sie nicht aus berlin kommen.
00:01:59: ich hab mal festgestellt das waren bisher tatsächlich nur vier der regierenen Bürgermeisterinnen oder Bürgemeister von Berlin, die tatsächlich selber aus Berlin kam.
00:02:07: Ja ich finde
00:02:07: die
00:02:08: ganze Diskussion auch total absurd.
00:02:10: Die hat aber der jetzt noch kurzzeitig regierende Bürgermeister Kai Wegner begonnen.
00:02:16: das thematisierte dass ich nicht in berlin geboren bin geht eben übrigens auch für Werner Graf und LFE Reib und im übrigen auch für Stefan Evaßt.
00:02:26: er glaube ich aus Der Weltmetropole Paderborn kommt.
00:02:31: Was qualifiziert sich für das Amt des Regierenden Bürgermesters?
00:02:34: Also man muss ja irgendwann mal morgens vorm Spiegel stehen und sich angucken und sagen, ich möchte gerne Regierter Bürgermeister werden.
00:02:39: Ganz so fast bei mir nicht!
00:02:41: Ich stand nicht vor dem Spiege und dachte jetzt muss das sein.
00:02:46: Sondern tatsächlich wurde auch gefragt von den ehemaligen Landesvorsitzenden der SPD.
00:02:51: aber wenn man gefragt wird dann stellt man sich natürlich die Frage erstens traut man sich das zu und zweitens möchte man das.
00:02:58: Ich fange mal an mit der zweiten Frage.
00:03:00: möchte man dass?
00:03:02: Die habe ich für mich sehr schnell beantwortet.
00:03:05: Ich hab hier über zwanzig Jahre meines Lebens verbracht und diese Stadt ist einfach einzigartig in Deutschland, eine wunderbare Stadt.
00:03:14: Und da als Regierender Bürgermeister arbeiten zu können, ist ein unglaubliches Privileg und deswegen war das für mich ganz schnell klar dass ich es versuchen möchte.
00:03:28: Eins beziehungsweise zwei ob man sich das zutraut, die muss man schon sehr genau überlegen weil gerade auch das Management der Hauptstadt Deutschlands kann man nicht mehr so nebenher machen.
00:03:42: Und darauf muss man gut vorbereitet sein.
00:03:44: Ich habe jetzt zwölf Jahre Regierungserfahrung, war ja sieben Jahre auch Staatssekretär hier für Wissenschaft und Forschung in Berlin, war fünf Jahre davon auch schon im Roten Rathaus bei Michael Müller.
00:03:54: Von daher ein bisschen kenne ich das Rote Rathau schon, möchte es jetzt gerne ab September noch besser kennenlernen und war danach Chef einer sehr großen Verwaltung regiert sozusagen und kenne das Management auch von Regierung.
00:04:13: Und das sind erstmal Grundvoraussetzungen, dann gehört natürlich auch dazu dass man eine Idee hat von dieser Stadt und die Idee muss sein dass wir das was viele Jahre hier selbstverständlich war, dass wir weltoffen sind, dass Wir tolerant sind sie Menschen hier gerne hinkommen Dass wir das wieder hinbekommen und aktuell ist so dass ganz viele genervt sind auch gestresst sich fühlen von der Hauptstadt Und dieses lebenswerte ein Stück weit zumindest im Gefühl von vielen verloren gegangen ist.
00:04:41: Daran müssen wir wieder arbeiten und dafür braucht man eine klare Idee, was man verändern will.
00:04:46: Das habe ich mir sehr genau überlegt und hab dann gesagt okay, ich werde in diese Wahlkampf auseinandersetzen und gehen.
00:04:53: jetzt werden wir am siebten mal sehen, was bei raus kommt.
00:04:57: Okay da kommen wir nochmal drauf zurück auf Ihr Wahlprogramm bzw die Ideen die Sie so mitbringen.
00:05:03: Ich würde mal ganz kurz über Ihre Partei sprechen.
00:05:05: Die SPD Berlin hat ja, ich sage mal in Berlin eine sehr lange Tradition regierende Bürgermeister zu stellen und ich habe mal hier guckt gab mir eine Zeit in der die Berliner SPD war neunzehnhundertsechzig bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus tatsächlich über sechzig Prozent der Stimmen bekommen hat.
00:05:21: Das sind wir jetzt mit Willy Brandt entspielten
00:05:23: kann.
00:05:23: Genau da sind wir ein bisschen von entfernt hat auch damit zu tun dass sich das Parteiensystem so ein bisschen ausdeferenziert hat.
00:05:30: Im Moment kann man ja tatsächlich mit zwanzig Prozent schon eine regierende Bürgermeister stellen, weil man dann stärkste Kraft ist.
00:05:36: Im Moment liegt die SPD wenn man sich zu den Umfragen anguckt irgendwie immer so zwischen dreizehn und zwanzich Prozent je nachdem welchen Zeitraum man betrachtet.
00:05:45: was ist die Rolle einer SPD in dieser Schwankungsbreite zwischen zwölfundzwanzig prozenten in einer Stadtgesellschaft?
00:05:55: Also, die Situation ist wirklich nicht mehr vergleichbar mit der Situation von vor einigen Jahrzehnten.
00:06:02: Es sind Parteien dazugekommen.
00:06:04: Alle Parteien sind ja in diesem Spektrum zwischen dreizehn und neunzehnzwanzig Prozent.
00:06:12: Man kann erster werden, man kann fünfter werden – das ist eine Riesenherausforderung, aber auch eine riesige Chance!
00:06:17: Und natürlich schmerzt das als Sozialdemokrat, wenn man sich die Ergebnisse von vor dreißigvierzig Jahren anguckt und jetzt die Ergebnisse sieht.
00:06:26: Aber das motiviert mich ehrlich gesagt eher daran zu arbeiten dass es auch wieder besser wird.
00:06:33: also ich gehe nicht davon aus wie in Kürzungen wieder solche Ergebnisse bekommen wie sie zitiert haben aber zumindest mein Anspruch.
00:06:44: Wir regieren hier seit sechsunddreißig Jahren.
00:06:46: Wir haben ganz sicher nicht alles richtig gemacht, wir haben Fehler gemacht aber auch vieles schon in die richtige Richtung bewegt und daran anzuknüpfen um den Menschen zu zeigen dass es einen Unterschied macht wer regiert.
00:06:59: also das ist gerade auch ein Bildungsbereich im Jugendbereich.
00:07:01: ein Unterschied ist ob jetzt die CDU ein Regierende Bürgermeister stellt oder die SPD arbeiten und dann auch wieder möglichst viele davon zu überzeugen.
00:07:14: Aber ich sage auch ganz klar, bei der war jetzt während zwanzig Prozent ein Erfolg.
00:07:19: das will ich so ganz klar sagen und da stellt mich nicht auf Dauer zufrieden.
00:07:24: aber jetzt kämpfen wir tatsächlich um jede einzelne Stimme und müssen auch erst mal sehen wie wir in diesem Parteinspektrum weiterhin eine führende Rolle haben.
00:07:35: Das ist eine Herausforderung.
00:07:37: Ich weiß nicht, ob ich mich das Missverständnis ausgedrückt habe.
00:07:41: Also natürlich war ein Vergleich mit Wahlergebnissen vor sechs Jahrzehnten mittlerweile.
00:07:45: Die kann man nicht vergleichen, sie haben ja so gerade sehr weit dazu rausgeführt.
00:07:50: aber das macht einen Unterschied, ob man in einem drei Parteien Parlaments sich befindet wovon eine Partei vierzig bis sechzig Prozent abbildet oder die beiden größeren jeweils und dann gibt es noch ne kleinere Weil diese beiden großen Parteien dann natürlich auch, ich sage mal einen sehr großen Anteil der gesellschaftlichen Debatten in sich selber schon abbilden können.
00:08:09: Hat natürlich bei, ich sag mal, dreizehn bis zwanzig Prozent deutlich schwerer fällt.
00:08:14: und da wir an einfach meine Frage was ist die Rolle von einer Partei in der Größe heutzutage?
00:08:19: Naja... Ich will nicht dass wir eine Partei werden nur für bestimmte Berufsgruppen, für bestimmtaere Bereiche sondern ich will schon das wir wieder daran arbeiten eine Möglichkeit haben, wieder ein Volkspartei zu werden.
00:08:35: Also ich will nie ne Klientelpolitik machen dass wir nur für die einen oder die anderen Bereiche irgendwie Politik machen und nur für... ...die Innenstadtbezirke oder die Außenbezirk.
00:08:46: Das halte ich für falsch.
00:08:48: das ist finde ich oder es kann nie der Anspruch sein der Sozialdemokratie.
00:08:53: Und da unterscheidet sich das für mich nicht ob ich das mit dreizehn Prozent oder mit vierzig-fünfzig Prozent mache.
00:08:59: Ich will immer Schauen, dass die Mehrheit der Menschen für die das notwendig ist.
00:09:05: Es gibt auch einen Teil der Menschen, die brauchen keinen Support von der Politik vom Staat und von der Sozialdemokratie.
00:09:12: aber es gibt eben doch einen gehörigen Teil, der braucht das.
00:09:16: und deswegen will ich nicht, dass wir uns nur auf einzelne Bereiche fokussieren weil wir jetzt gerade nur einen ganz geringen Prozentsatz abbilden, die uns wählen ... sehe, dass es gerade eine Herausforderung ist.
00:09:33: Weil wir gerade ganz viele verlieren die dann eher auf... aus welchen Grund noch immer?
00:09:38: Dann CDU-Wählenden, Linkspartei Grüne oder was auch immer oder auch die AfD und an die müssen wir aber wieder ran.
00:09:45: da müssen wir zurückholen.
00:09:47: das schaffen wir nicht wenn wir uns nicht breite Ausstände.
00:09:50: ich will nach wie vor dass wir ne Volkspartei sind.
00:09:54: Aber vielleicht also die SPD regiert seit keine Ahnung, solange ich selber wählen kann regiert die SPD entweder im Bund oder in Berlin.
00:10:02: Oder weitestzeitgleich immer in wechselnden Koalition.
00:10:06: und eine Frage, die wahrscheinlich nicht mehr ich mich stelle mittlerweile oder ich mir stelle was ist eigentlich das Alleinstellungsmerkmal der SPD?
00:10:16: Ja definitiv immer noch das Thema soziale Gerechtigkeit auch wenn das gerade leider viele infrage stellen aber dass es immer noch meisten Kompetenzen zugeschrieben werden und ich bin auch der feste Überzeugung, dass das unser Kernthema sein muss.
00:10:35: Ich habe das ja gerade versucht zu erklären.
00:10:37: es gibt einen Teil der Menschen um die muss sich an Staat die Politik nicht in übermäßigen Maße kümmern weil sie mit sich alleine zurechtkommen.
00:10:47: aber es gibt eben ein Teil wo das nicht der Fall ist.
00:10:51: Ich will nach wie vor, dass wir eine Partei sind die genau das ausgleicht auch und deswegen ist das Thema soziale Gerechtigkeit nach wie Vor.
00:10:59: Das Kernthema der Sozialdemokratie Auch wenn aktuell gerade viele aus welchen Gründen noch immer Ob es die Rentenreform, die Gesundheitsreform oder sonstige Dinge sind dieses Vertrauen grade nicht ausreichend haben.
00:11:12: aber genau darum wirds gehen in den nächsten Jahren Dass wir uns das wieder zurück gewinnen.
00:11:16: Wenn wir das verlieren als Kernthema Dann werden wir es sehr schwer haben.
00:11:22: Jetzt ist mir aufgefallen, ich hab's ja gerade schon mal gesagt, seit ich selber wählen kann und insofern auch provostpolitisch irgendwie denke regiert die SPD immer irgendwo.
00:11:31: Und was mir aufgefallen ist dass die SPD-Inlandtagswahlkämpfen relativ häufig sehr bemüht ist um eine Abgrenzung zu ihrer Bundespartei.
00:11:39: Wie lange kann man das durchhalten als Partei glaubwürdig?
00:11:45: Ich will mich nicht abgrenzen!
00:11:47: Ich bin Sozialdemokrat Und auf Bundesebene sind auch Sozialdemokraten.
00:11:51: Aber ich kritisiere Entscheidungen und das finde, kann man auch als Landespolitiker machen.
00:11:58: Mir ist durchaus bewusst wie schwierig es ist dort jetzt gerade in einer großen Koalition mit CDU und CSU Politik zu machen – in einer extrem angespannten Situation.
00:12:08: Dass mir alles bewusst.
00:12:09: und trotzdem gibt's Dinge die ich nicht nachvollziehen kann und wo ich auch einfach sage dass es ein Fehler sei es die Wohngeldkürzung oder Jetzt aktuell auch die Begrenzung vom Unterhaltsvorschuss und so weiter, und sofort.
00:12:23: Und das heißt aber nicht, dass ich mich abgrenze von der Sozialdemokratie, sondern ich grenze mich von Ergebnissen ab, die die Bundesregierung als Kompromiss vorschlägt und meint, dass sich da mit Deutschland positiv entwickelt.
00:12:38: Und daran glaube ich nicht, der Großteil des Reformpakets dazu führt, dass es in Deutschland irgendwie wieder bergauf geht oder sonstige Dinge die damit In Verbindung sind bzw.
00:12:53: erhofft werden.
00:12:55: und Das heißt aber nicht das ich ein Wahlkampf gegen die eigene Partei für weil das funktioniert auch aus meiner Sicht nicht ist auch unglaubwürdig Weil die Menschen da ja nicht groß unterscheiden die sagen hier ihr seid sozialdemokraten Und auf Bundesebene macht ihr das auf landesebene was für mich anderes.
00:13:15: Das kann man nur begrenzt machen zu einzelnen Themen, aber nicht grundsätzlich weil ansonsten verliert man komplett dann Glaubwürdigkeit.
00:13:23: ich kann mich auch nicht an einen Wahlkampf erinnern wo das so richtig erfolgreich war dass man gesagt hat mit der Bundes-SWD nichts am Hut und mache hier komplett meinen eigenen Wahlkampf.
00:13:34: An den Wahlkamm kann ich mich nicht erinner'n.
00:13:37: Mal kurz zur Begriffsklinik.
00:13:38: Was ist soziale Gerechtigkeit für Sie?
00:13:40: Weil da haben auch Parteien sehr unterschiedliche Vorstellungen von den Begriffen, von der Begrifflichkeit.
00:13:44: Ja ich kenne jetzt nicht die Vorstellung von CDU oder FDP, die sind zuher nicht ein bisschen anders als von der Linkspartei und von den Grünen als unsere.
00:13:51: aber für mich ist soziale Gerechtigkeit wenn wir denenjenigen die Unterstützung brauchen ein vernünftiges Leben in diesem Staat ermöglichen Chancen für Bildungsangebote eine vernünftig Gesundheitsversorgung einen bezahlbaren Wohnraum so dass sie hier ihr Leben führen können und ein lebenswertes Leben in diesem Staat haben, der immer noch sehr reich ist auch im Vergleich zu vielen anderen Ländern.
00:14:20: Auch wenn er wohlstand nachgelassen hat.
00:14:22: aber es gibt immer noch ganz viele Menschen die gerade ihr Vermögen massiv steigern.
00:14:26: Und deswegen bin ich auch großer Fan von dem Grundgedanken des Sozialstaats hier in Deutschland, dass die die stärkere Schultern haben wenn man in diesem Bild bleiben will.
00:14:37: Dass sie sich auch stärker daran beteiligen das ein Staat funktioniert und denen helfen die eben aus welchen Gründen noch immer weniger finanzielle Möglichkeiten haben usw.
00:14:48: Deswegen ist diese Grundidee ist eine sehr, sehr gute.
00:14:53: Aber wir setzen sie aus Meilsicht in den letzten Jahren nicht ausreichend um und da müssen wir wieder hin zurück.
00:14:59: Was müsste da aus Ihrer Sicht passieren?
00:15:03: Also wenn Sie sagen, dann müssen wir mal wieder hin Zurück
00:15:05: Ich glaube das die Diskussion völlig falsch geführt werden.
00:15:08: Wenn die SPD einen Vorschlag macht zur Einführung einer Abschaftsteuer oder einer Vermögenssteuer Dann wird es immer so aufgefasst als ob wir einfach Leuten etwas wegnehmen wollen.
00:15:21: So aber wir wollen das für welche Dinge auch immer verwenden wollen, sondern wir wollen das ja machen.
00:15:28: Oben mit diesem Steuersystem tatsächlich den Menschen die hier leben und sich weiter entwickeln wollen dass wir den Möglichkeiten schaffen im Bildungsbereich Wissenschaftsbereich, in welchen Bereichen auch immer tatsächlich dies umzusetzen und ich glaube dass es im Interesse der gesamten Gesellschaft ist.
00:15:47: Auch von denen die größere Vermögen haben, größere Erben haben und das soll ja nie gegen diese sein.
00:15:56: Wir wollen damit nicht erreichen, dass sie ein schlechteres Leben haben oder sonstige Dinge sondern wir wollen dadurch erreichen ,dass wir insgesamt in der Gesellschaft einen Menschen ein vernünftiges Leben ermöglichen ist aus meiner Sicht aktuell in der Diskussion völlig falsch wahrgenommen.
00:16:16: Es wird immer sofort als Angriff auf die Reichen und Wohlhabenden gesehen, ich glaube ja im Kern müssen auch die Wohlhaven ein großes... Interesse daran haben.
00:16:28: Das ist auch den anderen Menschen, die hier einfach mit leben und auf den Straßen sind überall einfach mit in der Gesellschaft sind das es denen auch gut geht.
00:16:40: Die wenigsten Reichen sollten ein großes Interesse darin haben dass ganze Bezirke, ganze Stadtteile gibt, die irgendwie abgeschnitten sind von jeglichen Angeboten und sich da gar nicht mehr dran beteiligen können.
00:16:53: Diese Diskussion wird sich völlig falsch geführt in Deutschland und wird immer sofort maximal mit Polarisierungen und Ablehnung geführt.
00:17:03: Und wir sollten dann mal wieder zu einer sachlichen Debatte zurückkommen.
00:17:07: Übrigens wollen ja auch seventy- achtzig Prozent der Menschen durchaus eine Einführungsvermögenschaft.
00:17:12: Jetzt können man sagen, dass sind die achtzig Prozenten, die auch nicht betroffen sind aber sie machen das ja auch nicht um den anderen in irgendeiner Form ein schlechteres Leben zu bescheren.
00:17:22: Das ist überhaupt kein Problem, wenn man da auch nochmal leicht die Steuer anhebt um insgesamt die Gesellschaft voranzubringen.
00:17:30: und da finde ich ehrlich gesagt auch ganz viele Vermögende, die ja das sogar unterstützen auch und die sagen natürlich können wir da mitgehen aber es wird aktuell politisch nicht umgesetzt.
00:17:42: Lassen Sie uns mal zur Berliner Landespolitik zurück.
00:17:46: Zuerst haben wir einen Flyer, den habe ich hier vorhin mal neben mich gelegt.
00:17:48: Da steht der Spruch drauf.
00:17:50: Wieder Berlin!
00:17:51: Den habe ich jetzt ein paar Male lesen und die kann nicht gefragt welches Berlin meint er?
00:17:55: Weil er schreibt wieder Berlin weil das berlin meiner Großeltern waren.
00:17:59: Die haben im Prenzlauberg gelebt Anfang der fünftiger Nutztiere auf dem Innenhof für den Eigenbedarf.
00:18:07: Ich selber bin in den zwei tausend dann mehr oder weniger als als junger Erwachsener sozialisiert worden.
00:18:11: da warten komplett andere Berlin.
00:18:13: Welches Berlin meinen Sie?
00:18:15: Das ist eher ein Gefühl.
00:18:17: Es ist jetzt gar nicht so, dass man sagen kann wir wollen im Bereich ÖPNV oder im Bereich der Schulpolitik oder der Wissenschaftspolitik wieder zurück zu und einer Situation die wir mal hatten.
00:18:31: aber das Wiederberlinen ist entstanden durch ganz viele Gespräche auch die ich geführt habe und wo ganz viele Menschen mir immer wieder gespielt haben diese Dynamik, den Mut auch die Weltoffenheit und die Toleranz des Berlins Anfang der zweitausender sich eigentlich wieder wünschen.
00:18:52: Und dass man hier einfach leben kann wie man möchte das es mehr Sicherheit auf den Straßen gibt, dass es da weniger Angriffe gibt, weniger Polarisierung.
00:19:05: und das ist eigentlich das was immer wieder in den Gesprächen mir gespiegelt wurde.
00:19:10: und so ist das dann entstanden, dass wir gesagt haben, wir wollen dieses Berlin-Gefühl was man gab und was anscheinend bei dem ein oder anderen Appanen gekommen ist tatsächlich wieder rufen und wieder beleben.
00:19:23: Woran liegt es denn aus Ihrer Sicht, dass diese dafür verloren gegangen
00:19:26: ist?
00:19:27: Es hat sicherlich nicht nur den Eingrund.
00:19:30: Wir leben jetzt gerade seit vielen Jahren in diversen Krisen angefangen von Corona über internationale Krisen wirtschaftliche finanzielle Krisen.
00:19:39: Und in so einer Situation ist es immer schlecht, oder die Stimmung immer schlechter.
00:19:47: Ich habe jetzt gerade auf dem Weg hierher einen großen Post gesehen, weil es jetzt zwanzig Jahre her der Sommermärche in zwei Tausend Sechs mit zehn Komma fünf Millionen Besuchern auf der Fanmeile, die wir hier am Brandburger Tor hatten.
00:20:00: Jetzt bei der WM gut, die war auch nicht so erfolgreich, hatten wir gar keine Fanmeilen.
00:20:04: Ich hab Bilder gesehen wie ausgelass und gut die Stimmung in dieser Stadt war.
00:20:09: Und die ganze Welt hat Berlin gefeiert, weil die Menschen aus der gesamten Welt hierher kamen.
00:20:16: und dieses Gefühl ist aktuell nicht da und wir schaffen es auch gerade nicht dass irgendwie...und das wird keiner schaffen auf Knopfdruck wiederzubeleben.
00:20:24: dafür brauchen wir eine Zeit und das müssen wir aber wieder gewinnen, weil ich will schon, dass Berlin auch eine Stadt ist wo die Menschen von der ganzen Welt gerne hin kommen nicht nur aus Deutschland, sondern wirklich international.
00:20:38: Und auch da habe ich den Eindruck dass es ein bisschen verloren gegangen ist.
00:20:42: vor zwanzig, fünfzwanzig Jahren wollten alle Menschen nach Berlin und haben gesagt das ist der Ort wo's einfach alle Möglichkeiten gibt.
00:20:52: Das ist, wenn man aktuell die Umfragen sich anguckt oder wenn man in anderen Städten umhört nicht mehr so der Fall.
00:20:59: Oder wenn man sich auch hier in der Stadt umhörte wo Familien aber sich keine Wohnung mehr leisten können deswegen wegziehen wo andere gestresst genervt sind und das müssen wir alles wieder beleben.
00:21:13: Kurze Schlaglicht war von den Prenzloberkots angesprochen.
00:21:17: Der ist ja ein Beispiel dafür.
00:21:19: also man kann sich die Wohnungen nicht mehr leisten junge Familien ziehen da gar nicht mehr hin.
00:21:23: Und jetzt haben wir auch plötzlich wieder Kita-Plätze in dem Ortsteil.
00:21:27: Es ist total interessant, wie sich bestimmte Viertel verändern.
00:21:31: Was bedeutet dann wieder Berlin für Familien und Jugendliche aus ihrer Sicht?
00:21:39: Ja ich habe ja von Anfang an gesagt dass ich Berlin zu Familienfreundlichsten Metropole Europas weiterentwickeln möchte.
00:21:46: Wir haben hier im Grundsatz erstmal gute Rahmenbedingungen.
00:21:49: Wir haben aktuell ausreichend Kitaplätze.
00:21:52: Wir haben auch in vielen Bereichen ein Schulsystem, was ich durchaus sehen lassen kann mit einer guten Ganztagsbetreuung.
00:21:59: Aber viele Eltern beklagen sich über Verlässlichkeit und wir haben nicht ausreichend ausgebildete Lehrkräfte.
00:22:08: Wir haben tolle Sportvereine aber es warten trotzdem fünfzehntausend Kinder auf den Sportverein aktuell.
00:22:16: Und das sind alles Dinge.
00:22:18: da müssen wir ran!
00:22:19: Wir haben zu wenig Schwimmkurse für die Kinder gerade auch für Jugendliche oder herangehende Erwachsene weniger Clubs als noch vor einigen Jahren und sie sind auch teurer geworden.
00:22:30: Und das sind ja alles Rahmenbedingungen, die haben sich in den letzten fünf bis zehn Jahren verändert und unser Ziel muss sein dass wir das wieder hinbekommen, dass wir all diese Dinge, die für Familien wichtig sind, die Für Kinder jugendliche wichtig sind Dass wir die wieder hier herstellen und dazu gehörten also zum Beispiel als allererstes mal bezahlbar Wohnraum.
00:22:51: Also wenn Familien wegziehen müssen, weil sie sich nichts mehr leisten können dann ist das absolut verteil für die Stadt.
00:23:00: Wenn Familien nach Brandenburg oder in den Stadtrand ziehen wollen, weil Sie da gern hinziehen wollen, ist das völlig okay.
00:23:08: aber ganz viele machen das, weil sich nichts anderes mehr leisten kann.
00:23:11: Das nicht ok.
00:23:13: Jetzt haben Sie ein paar Sachen schon angesprochen von dem von den Sachen, die sich meine nächste Frage bezieht.
00:23:18: Was macht Berlin bei der Familienfreundlichkeit im Moment gut und wo gibt es noch einen erheblichen Nachholbedarf?
00:23:24: Wo man uns sagen kann, da sind möglicherweise Hebel, die wir als Landesregierung, als Senat direkt haben.
00:23:31: Also Gut macht Berlin dass wir den Zugang zu den Kitas tatsächlich sehr stark geöffnet haben auch durch die Gebührenfreiheit.
00:23:41: Die darf auch nicht infrage gestellt werden.
00:23:42: das eine Riesenerrungenschaft.
00:23:44: Da wundert mich auch, dass so etwas als erstes dann von anderen Parteien infrage gestellt wird bzw.
00:23:51: wieder abgeschafft wird.
00:23:53: Also da finde ich macht Berlin sehr viel gut auf.
00:23:56: was die Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen angeht ist das etwas was durchaus Vorbild für andere Städte sein kann.
00:24:06: Was noch nicht so optimal läuft Die Frage des Zugangs auch zu Schulen, gerade auch zur weiterführenden Schule.
00:24:15: Da merke ich das ganz viele Eltern und Kinder super gestresst sind wegen des Verfahrens.
00:24:21: Gerade dann wenn man von der sechsten Klasse auf die weiterführen Schulen geht da müssen wir ran weil diese Monate einen langen Stress den die Kinder haben und die Eltern auch belastet total und das muss sich ändern.
00:24:35: Und insgesamt in den Kitas und Schulen geht es glaube ich um Verlässlichkeit, um Qualität.
00:24:41: Wir haben sehr viele Quereinsteigerinnen und Querensteiger.
00:24:44: Das sind tolle Lehrkräfte da bin ich mir sehr sicher.
00:24:46: aber trotzdem müssen wir weiterhin die Ausbildung der Lehrkräft investieren und dürfen jetzt nicht weil möglicherweise einigen Jahren weniger Kinder da sind wieder bei der Lehrkraftzubildung an den Universitäten sparen.
00:24:57: das sollten wir möglichst lassen.
00:24:59: Auf die Universitäten komme ich nochmal darauf zurück von jugendlichen Höhreg relativ regelmäßig, dass sie aufgrund der eskalierenden Klimakrise pessimistisch sind und was ihre Zukunft angeht.
00:25:11: Was macht das mit ihnen wenn ich sage mal zwölf bis siebzenjährige mehr realisiert haben?
00:25:16: Was so die Veränderungen da draußen im Klima bedeuten werden als weite Teile der Politik sind bereits in Anzuerkennen.
00:25:24: also ehrlich gesagt erst einmal ist ein gutes Zeichen wenn ihr zwölft bis sieben jährigen sich dafür richtig interessieren und auch engagieren freut mich das erstmal, weil ich mich einfach grundsätzlich erst mal über politisches Engagement freue.
00:25:39: Es dreht sich dann aber sozusagen ins nicht mehr so positive wenn man sieht dass auf Bundesebene sei es aus dem Wirtschaftsministerium oder aus anderen Bereichen tatsächlich Dinge wieder komplett zurückgedreht werden, ob das jetzt Katharina Reiche und andere sind Und ich kann das nachvollziehen, weil wir sehen ja schon jetzt die Auswirkungen vom Klimawandel.
00:26:03: Wenn wir hier auf einmal Tage haben oder Wochennahmen wo hier viertzig und grad und mehr sind und wir eine völlig überhitzte Stadt haben.
00:26:10: Deswegen ist es aber auch wichtig dass wir dagegen gesteuert haben zum Beispiel mit dem Baumgesetz, wo ganz Deutschland sich über Berlin erst mal lustig gemacht hat, dass wir aus einem Sondervermögen Geld nehmen um hier Begrünungsanlagen zu errichten in Wirklichkeit aber absolut notwendig, gerade in so einer Stadt wie Berlin.
00:26:30: Und deswegen ist es auch richtig und wir geben ja nicht nur Geld dafür aus als Bäume gepflanzt werden sondern das gesamte Bewässerungs- und Entwässerungssystem wird erneuert.
00:26:40: Das sind alles Investitionen in die Zukunft und das gleiche geht auch für die Frage Wie können wir Parks wieder stärker begrünen?
00:26:47: Seien es kleinere Parks größere Parks oder die Frage Bauen wir dass Tempelhofer fällt sowie ist die CDU will komplett zu Oder erhalten wir das weiterhin als die grüne Lunge Berlin, so wie es der Central Park auch in New York ist?
00:27:02: Soll sich mal nur jemand vorstellen, dass New York würde oder hätte den Central Park zugebaut.
00:27:07: Dann würde man das da klimatisch nicht mehr aushalten und jetzt ist Berlin nicht mit New York vergleichbar.
00:27:14: aber wenn man einmal anfängt solche Plätze zuzubauen dann wird man es nicht mehr rückgängig machen und deswegen ist das eine sehr wichtige Diskussion.
00:27:24: Ich zumindest kann sagen, ich habe auch in meinen bisherigen Jobs sehr ernst genommen was gerade die jungen Leute zum Klimawandel sagen und hab deswegen zum Beispiel auch in meinem letzten Job massive Photovoltaik- und Windkraftanlagen ausgebaut um erneuerbare Energien zu schaffen.
00:27:39: Jetzt haben Sie gerade das Stichwort Templo verfällt reingebracht.
00:27:42: Hatte ich jetzt nicht auf den Zettel wurde aber tatsächlich noch anschneiden?
00:27:45: Mir ist jetzt aus der CDU Also eine Debatte, dass das gesamte Temploverfeld verbaut werden soll, kenne ich nicht.
00:27:50: Ich höre immer nur diese Debatte um die Randbebauung.
00:27:52: Ja ist doch immer so.
00:27:55: Aber es wäre die Frage an Sie sind sie für die Rand-Bebauungen?
00:27:59: Wir haben jetzt einen klaren Beschluss im Wahlprogramm und wir haben andere Ideen fürs Templowerfeld.
00:28:05: Wir wollen daraus tatsächlich diesen Park noch weiterentwickeln auch mit Bäumen weil es natürlich auch schattige Plätze braucht, gerade für ältere Menschen.
00:28:14: Wir wollen Sportanlagen, Kulturanlagen und Demokratieförder, Klimaprojekte dort etablieren.
00:28:21: Und von daher glaube ich, dass wir diese Debatte um die Rand-Bebauung – und ehrlich gesagt ist doch immer so!
00:28:30: Wenn man einmal anfängt dann wird er auch immer weitergebaut.
00:28:34: Und deswegen soll mir doch keiner von der CDU sagen, die wollen nur am Randen ein paar Häuser bauen.
00:28:39: Sondern im Kern geht es um deutlich mehr.
00:28:44: Also ich sprung zurück in meine eigentliche Idee Bildung.
00:28:48: Hatten Sie das auch schon ein paar Mal angesprochen?
00:28:51: Wir bekommen immer wieder adästiert sowohl als Bundesrepublik aber der gilt für das Land Berlin genauso dass die Bildungschancen zu sehr von der sozialen Herkunft abhängig sind.
00:29:01: Jetzt hat die Berliner SPD seit fast dreißig Jahre die Bildungssenatoren gestellt.
00:29:06: Was ist dann da schief gelaufen?
00:29:09: Es ist so wie bei den anderen Themen auch.
00:29:12: Ist nicht alles gut gewesen, es ist aber auch nicht alles schiefgelaufen.
00:29:15: Also die Schulstruktur, die Jürgen Zöhner, sieben bis zweitausend neun entwickelt hat geht immer noch.
00:29:21: Gymnasien integrierte Sekundarschulen, Gemeinschaftsschulen werden immer mehr.
00:29:29: Es hat bisher keiner in Frage gestellt, diese Schulstruktur zu verändern.
00:29:33: Und das zeigt, dass es ja durchaus ein etabliertes Modell ist und eine etabliere Struktur.
00:29:40: Das Gleiche gilt für die Ganztagsbetreuung.
00:29:42: Berlin ist bei der Ganztags- betreuung deutlich besser als andere auch was die Gebirnrichtungen.
00:29:48: Auch die Frage des Schulmittagessens sind alles Errungenschaften wo ich sagen würde da können wir durchaus stolz auf sein.
00:29:54: und auch die zwei Tausendsechzehn ins Leben gerufene Schulbauoffensive.
00:29:58: Mittlerweile sind darüber sieben Milliarden in die Modernisierung von Schulen gegangen.
00:30:03: So, das ist das Positive.
00:30:04: und das Negative ist wir haben viel zu spät begonnen mit der Modernisierung und dem Neubau von Schulen.
00:30:12: deswegen sehen manche Schulen immer noch so aus wie Sie gerade aussehen und wo man sagt da können wir uns eigentlich nicht leisten.
00:30:19: und das Zweite ist Wir haben auch ein Fehler vor über zwanzig Jahren gemacht dass wir bei der Lehrkräftebildung zu stark gespart haben Und eben nicht ausreichend Lehrkräfte ausgebildet.
00:30:29: Deswegen habe ich vorgeschlagen, dass wir die Lehrkräftebildung völlig neu aufstellen und alle Lehrkräften bildenden Studiengänge tatsächlich zusammenführen zu einer Universität, die sich ausschließlich darum kümmert, die besten Lehrkräfter hier für die Stadt hervorzubringen.
00:30:49: Wir haben da Fehler gemacht – gar keine Frage!
00:30:51: Weil wir hatten einen Schulausfall, wir haben Defizite in der Sprachförderung gehabt Wir haben, wie gesagt marode Gebäude gehabt.
00:31:01: Aber es ist nicht so dass da nichts passiert ist und deswegen wenn man das sich in Gänze anguckt wir haben sicherlich nicht die Schulnote eins verdient aber auch nicht die schulnote fünf oder sechs sondern irgendwas zwischen zwei minus und vier plus oder so würde ich sagen.
00:31:19: Das stellt mich auch nicht zufrieden dass andere Parteien das in irgendeiner Form besser gemacht haben.
00:31:25: Es hätte ja immer, in jedem Senat... Die SPD hat ja nie alleine regiert in dieser Stadt.
00:31:31: Hätten ja auch mal die Grünen, die Linken, die CDU sagen können Wir wollen mal das Bildungsressort haben!
00:31:37: Die ersten, die es jetzt machen sind tatsächlich seit der Zeit neunzehntig.
00:31:41: Die CDU davor haben alle anderen Parteien es immer abgelehnt weil sie wussten wie schwer dieses Ressort zu managen ist.
00:31:49: und deswegen hat die SPD bei uns Bildung wichtig ist und die Förderung von kleinen Kindern wichtig ist, haben immer eine Verantwortung für dieses Resort übernommen.
00:31:57: Und deswegen kann man schon durchaus selbstbewusst sagen wir haben da einiges erreicht aber definitiv auch nicht alles richtig gemacht.
00:32:03: Sie sprachen jetzt gerade die pädagogischen Hochschulen an, die sie gerne gründen
00:32:08: möchten?
00:32:08: Nein das ist keine pädagogische Hochschule ausdrücklich nicht sondern eine eigenständige oder eine Institution als Tochter der vier Universitäten ist auf jeden Fall Auch in Kooperation mit der Forschung an den Universitäten, das ist keine Wiederbelehrung der pädagogischen Hochschule.
00:32:28: Sondern eine absolute Spitzenuniversität.
00:32:31: für das Wichtigste was wir haben, dass unser Bildungssystem dafür brauchen werden die besten Lehrerinnen und Lehrer Und darauf muss alles fokussiert sein.
00:32:39: Das geht auch weiter.
00:32:40: Es geht auch über Qualifizierung von Schulleiterinnen und Schulleitern Man kann Weiterbildung für Erzieher machen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeit, Schulpsychologinnen usw.
00:32:50: dass alles an einer Institution zu machen, wo es wirklich den absoluten Fokus darauf gibt auch auf die Veränderung.
00:32:57: Wir sehen doch das jetzt ein Curriculum ganz anders sein müsste als vor zwanzig oder fünfzwanzig Jahren was Digitalisierung angeht, was Demokratiebildung angeht und was Empathie usw.
00:33:07: angeht.
00:33:07: Und darauf kann man aus meiner Sicht
00:33:10: nur
00:33:11: gezielt reagieren wenn tatsächlich das nicht neben den ganzen anderen Fächern an den Universitäten mitläuft sondern eine eigenständige Institution.
00:33:18: Haben wir dafür die Kapazitäten im Land Berlin?
00:33:21: Wenn man sich den Forschungs- oder Wissenschaftssektor anguckt, dann haben wir da ohnehin schon einen erheblichen Investitionsbedarf.
00:33:27: Also das letzte was wirklich Presseöffentlich hoch ploppt war die TU und die Sperrung der Räumlichkeiten.
00:33:33: Und jetzt zu sagen, wir wollen noch mal einen weiteren Zweig haben... Ist das finanzierbar?
00:33:39: Ja es muss finanzierbar sein!
00:33:40: Es geht um das Wichtigste, was wir haben.
00:33:42: Da sind wir uns ja vermutlich alle einig.
00:33:45: Genau, da wurden viele unterschreiben.
00:33:46: So
00:33:48: und dann muss man sagen also erst mal für die laufenden Kosten brauchen wir gar nicht mehr Geld, weil wir geben ja ganz viel Geld.
00:33:54: Wir geben rund zwei Hundert Millionen Euro pro Jahr für die Lehrkräftebildung an den Berliner Universitäten aus.
00:33:59: so natürlich braucht man dann einen zentralen Ort aber den kann man ja etablieren Und natürlich erwarte ich auch dass wir Die Modernisierung der Gebäude von den Universitäten vorantreiben.
00:34:13: Ich glaube aber auch das wir uns besser abstimmen müssen.
00:34:16: Also wir sind hier ein Standort.
00:34:18: Wir brauchen nicht an jeder Universität alle Fächer, da gibt es schon sehr gute Weiterentwicklung auch aufgrund der Berlin University Alliance wo es Kooperationen gibt.
00:34:27: Die Universitäten stimmen sich heute viel besser ab als noch vor zwanzig, fünfzwanzig dreizig Jahren.
00:34:32: das ist richtig so und deswegen werden wir in Zukunft die Universitäten wieder deutlich stärker unterstützen müssen weil wir sie brauchen.
00:34:40: Wissenschaft ist das zentrale Zukunftsfeld Berlins weil sie natürlich die Fachkräfte ausbilden für die Schulen, für die Medizin und es fehlen gerade Ärztinnen und Ärzte in ganz vielen Bezirken.
00:34:53: So wo kommen die her?
00:34:54: Die kommen von den Hochschulen.
00:34:55: das gleiche gilt für Ingenieure, für Erzieherinnen und Erziehe, Pflegekräfte usw.
00:35:00: Und deswegen ist diese Kooperation und diese Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftseinrichtungen auch so wichtig.
00:35:09: Das muss in den nächsten fünf Jahren in der nächsten Legislaturperiode Tatsächlich absolute Priorität sein, weil wir nur diese Chancen haben.
00:35:19: Wir haben eine sensationell gute Ausgangslage mit der Wissenschaft aber die dürfen wir nicht verspielen.
00:35:24: Wir haben gerade so ein bisschen einen Ritt durch die Themen.
00:35:26: Ich habe noch eine Frage zum Thema Verkehrspolitik.
00:35:29: Oh ja, das ist jetzt ein Sprung?
00:35:31: Ja, so ist es in der Wissenschaft.
00:35:32: Wobei die Wissenschaft auch sensationelle Verkehrsexperte und Experten hat.
00:35:37: eigentlich haben wir auch da wie ich mal sagen wir brauchen nicht so viel neu erfinden als Politik.
00:35:41: Wir können all die Leute ob sie bei technischen Universität oder an den anderen Universitäten sind.
00:35:46: Die könnten wir alle einsetzen, die könnten uns hier ganz viele Probleme, die wir haben auf den Straßen, auf den Schienen
00:35:51: usw.,
00:35:51: können die uns sehr viel schneller lösen wenn wir sie nutzen würden.
00:35:56: Okay, dann haben Sie ja vielleicht doch eine Antwort auf meine Frage.
00:36:00: Wenn ich mir die Verkehrspolitik der letzten Jahre angucke, dann habe ich immer das Gefühl, es geht primär darum Erwachsene von zu Hause zum Arbeitsort zu bringen.
00:36:08: Wo sehen Sie denn die Bedarfe in der verkehrsgerechte Stadt auch für Kinder und Jugendliche herzustellen?
00:36:14: Ja ist absolut zentral.
00:36:16: deswegen bestimmte Debatten, das ist ein bisschen wie... oder
00:36:19: welche Bedarfe sehen Sie?
00:36:20: Ja die ganzen Verkehrsdebatten.
00:36:23: ich glaube nirgends in keinem anderen Land werden sie so einen Niveau losgeführt wie in Deutschland.
00:36:29: Es geht ja immer darum man will dem einen den Parkplatz klauen und dem anderen den Fahrradweg usw.
00:36:35: Lasst uns doch mal ein Gesamtkonzept erarbeiten für diese Stadt und da kann man sich ja ganz objektiv einfach mal nur die Zahlen angucken.
00:36:44: Viele Menschen sind einfach noch per Fuß unterwegs.
00:36:48: Ein großer Teil in Berlin ist mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs und ein großer Teil ist per Fahrrad unterwegs oder eben mit einem Auto.
00:36:56: Und es gibt auch Unterschiede, in den Innenstadtbezirken und den Außenbezirkten.
00:37:00: Das kann man alles ehrlich gesagt berechnen lassen – von den Experten die wir haben in der Verkehrsforschung.
00:37:09: Man kann viele Dinge auch digitalisieren und deutlich anders organisieren.
00:37:14: Und wenn man sich jetzt die Straßen anguckt, dann kann man schon sagen das hat sich ein bisschen was in die richtige Richtung bewegt.
00:37:21: Wir haben eine bessere Fahrradinfrastruktur wir haben abgegrenzte Fahrradwege auch vom Autoverkehrs aus meiner Sicht extrem wichtig.
00:37:30: aber es ist ein Kulturkampf geworden der überhaupt nicht notwendig ist weil ich will niemanden das Auto verbieten.
00:37:36: das kann man auch nicht in Deutschland und sollte man auch.
00:37:40: Mein Ansatz in der Verkehrspolitik war immer die anderen Bereiche, die wir in dieser Stadt haben so attraktiv zu machen dass sie Menschen mit großem Interesse und Freude umsteigen weil sie eben keine Lust haben im Stau zu stehen mit dem Auto einen Parkplatz zu suchen usw.
00:37:59: Und deswegen natürlich sind wir hier die Hauptstadt des öffentlichen Nahverkehrs.
00:38:02: Wir können auch eine Fahrradhauptstadt werden.
00:38:04: und trotzdem sage ich auch anders als möglicherweise andere Parteien, dass sich jetzt niemand verbieten werde nochmal mit dem Auto in die Innenstadt oder wohin auch immer zu fahren.
00:38:13: das macht keinen Sinn man kann ausreichend Platz um das alles zu organisieren Man muss es nur machen und man darf es auch nicht an den kommunalen Grenzen von einzelnen Bezirken entlassen.
00:38:23: Es gibt ja teilweise Fahrradwege, die ändern einfach oder werden nicht weitergebaut oder sehen komplett anders aus als im Nachbarbezirk.
00:38:31: Das macht alles keinen Sinn in einem Stadtstaat.
00:38:34: da sollten wir uns deutlich enger abstimmen auch mit den zwölf BezIRKS Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern und das nicht so als Kulturkampf verkommen lassen ist wirklich unterkomplex.
00:38:45: also auch die ganze Diskussion die hier geführt wurde, als das Volksbegehren am Laufen war und dann Plakate aufgehängt wurden irgendwie gegen das Autoverbot oder was da alles plakatiert wurde.
00:38:58: Das löst kein einziges Verkehrsproblem.
00:39:02: Übrigens dazu kommt noch unser Baustellenmanagement oder fehlendes Baustell-Management, was eben auch dazu führt dass wir massive Verkehrs Probleme
00:39:09: haben.
00:39:11: Mir hat einfach immer wieder auffällt, in dem Zusammenhang ist diese Debatte für Rik als Elternteilern und Vertreter auch die Frage von Schulwegssicherheit.
00:39:19: Wir haben jetzt zum Beispiel bei uns an der ehemaligen Grundschule meiner Kinder die Situation, dass wir eine merkwürdige Bewegung haben rund um die Schule herum und die Frage war jetzt wie kann man diesen Weg sicher machen für Kinder mit einem Fahrrad?
00:39:34: Für Kinder unter zwölf oder ein riesen Problem!
00:39:37: Das habe ich ja sehr frühzeitig auch thematisiert, weil ich mir auch angeguckt habe in Paris wie das dort organisiert worden ist.
00:39:43: Wir führen hier eine Debatte ob da wieder Tempo-Fünfzig erfolgen kann – also jetzt nicht direkt in der Straße vor der Schule aber an grenzenden Straßen.
00:39:52: totaler Schwachsinn!
00:39:54: Weil natürlich gerade auf dem Schulweg nichts wichtiger sein kann als die Sicherheit.
00:39:59: Es geht definitiv dann da auch vor Schnelligkeit von irgendwelchen Autos Und deswegen werden wir uns diese Schuhstraßen oder angrenzenden Schuhstraßen sehr genau angucken.
00:40:10: Und natürlich muss da Tempo dreizig geben und es kann auch in verschiedenen Bereichen dann Verkehrsbericht des Straßen geben, das ist entscheidend dass die Kinder sicher zur Schule kommen.
00:40:20: Machen wir mal einen Sprung in den nächsten Teilkomplex Demokratie und Stadtgesellschaft.
00:40:23: habe ich denn überschrieben?
00:40:26: Sie schreiben in ihrem Wahlprogramm auf Seite neunundzwanzig.
00:40:30: Wir lehnen jede Form extremistischer oder religiös motivierter Gewalt entschieden ab.
00:40:34: Berlin braucht eine Strategie für lebendige Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Netz, ergänzt um digitale Präventionsansätze gegen Hassrede, Desinformationen und Radikalisierung.
00:40:44: dabei setzen wir Schwerpunkte auf Antisemitismus Rassismus Sexismus Misogyny Queerförndlichkeit und geschlechtsspezifische Gewalt.
00:40:54: Was ich mich gefragt habe, als ich diese Auflösung gesehen hab.
00:40:56: Warum fehlt ein Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Feindlichkeit gegen Armuts betroffen?
00:41:01: Davon haben wir ja einige hier in Berlin und die Diskussion ist ja sehr virulent im Moment.
00:41:08: Also... Die Aufläsung ist ehrlich nicht vollständig.
00:41:13: Da haben da einige Punkte aufzählt.
00:41:15: Es gibt sicherlich noch weitere.
00:41:17: Beim Grundsatz geht für die Sozialdemokratie das war jegliche Ausgrenzung, Gewalt, sonstige Dinge ab.
00:41:25: einfach ablehnen.
00:41:27: Und das geht natürlich auch für diejenigen, die Sie gerade genannt haben, dass Menschen, die von Armut betroffen sind, eben Gewalt erfahren.
00:41:38: Das gehört für mich dazu, wenn man sagt, man ist gegen jegliche Formen von Gewalt und Ausgrenzung.
00:41:45: Von da haben wir dann eine sehr klare Position.
00:41:47: Also ich frage deshalb – weil wir erleben es ja im Moment immer wieder in dieser Diskussion, dass Leute zum Beispiel auf Sozialleistungen angewiesen oder jetzt vielleicht nicht im Bürgergeld stecken, sondern auf andere finanzielle Leistungen des Staates angewiesen sind.
00:42:00: Dass die häufig nicht nur als Bittsteller gelabelt werden in den öffentlichen Debatten, sondern sozusagen auch tatsächlich sehr negativ kornotiert werden und teilweise ein Stück weit auch als verfügungsmasse herhalten müssen für Debatten von... Die können wir ja da und da einspannen.
00:42:15: Genau das Diskurs hat sich da in den letzten Jahren komplett verschoben und ist auch gefährlich.
00:42:22: Also das geht nicht nur für den Diskurs, sondern auch für andere.
00:42:26: Und das ist auch eine Aufgabe der Sozialdemokratie da sehr deutlich zu sagen dass es mit uns nichts zu machen ist und das wird aus meiner Sicht in einem oder anderen Fall auch zu wenig gemacht.
00:42:37: Wir haben im Moment wenn wir beim Thema Armut- und Armutsrisiken bleiben.
00:42:41: ich sage mal einer Verschiebung der ökonomischen Verhältnisse jetzt mal ganz akademisch formuliert Sieht so aus, früher war es oder ganz lange war es so gewesen.
00:42:50: In der klassischen Ökonomie nehmt sich jetzt einfach mal wir hatten Unternehmen da haben Mitarbeiter drinnen gearbeitet man hat einen Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen und dann am Ende wurde dann.
00:42:59: nach Arbeitsverträgen oder Tarifverträgern wurde dann sozusagen verhandelt was die Arbeit nehmen dann erhalten.
00:43:03: Jetzt im Moment bewegen wir uns in Richtung einer Plattformökonomie wo die Wertschöpfung komplett anders funktioniert und teilweise unabhängig von Personen ist von Menschen die in den Unternehmen arbeiten.
00:43:15: Wie muss dann, wenn man soziale Gerechtigkeit ausbuchstabieren möchte?
00:43:19: Wie muss da soziale Gerächtigkeit organisiert werden.
00:43:24: Im Kern muss man erst mal sagen die hier arbeiten müssen auch von der Arbeit Wenn das jetzt gemeint war Die müssen von ihrer Arbeit leben können.
00:43:35: und in ganz vielen Fällen zum Beispiel die Frage des Mindestlohns ist noch nicht ausreichend.
00:43:40: also mit dem Mindestlohnen wenn man den kriegt hat man im berlin Probleme sich
00:43:45: eine Wohnung
00:43:45: zu leisten oder bezahlen zu können und dann noch diverse andere Nebenkosten, die man hat.
00:43:51: Und deswegen geht es im Kern immer darum, dass neben denen, die im Sozialsystem sind und da Unterstützung bekommen müssen, dass diejenigen, die tatsächlich arbeiten auch von der Arbeit leben können – das ist leider in ganz vielen Fällen nicht der Fall!
00:44:07: Wir sehen es vor allem dann später beim Renteneintritt ein noch viel größerer Teil eben von der Rente nicht mehr leben kann und sich die Miete nicht mehr leisten kann, ganz abgesehen dann noch von Pflegekosten usw.
00:44:23: Deswegen ist das sozusagen also wichtigste Bestandteil auch der sozialen Gerechtigkeit dass man das wieder hinbekommt und da ist die Tendenz in den letzten Jahren eher in die falsche Richtung.
00:44:40: Ich würde es nochmal tatsächlich eine andere Richtung versuchen zu besprechen.
00:44:44: Wenn wir über Plattformökonomien sprechen, und über Digitalisierung reden wir im Moment auch ganz viel über KI.
00:44:50: Und die Frage wie werden diese KIs, diese Modelle trainiert?
00:44:53: Diese Modelle werden ja nicht dadurch trainiert dass da Menschen sitzen, die den ganzen Tag irgendeinen PC mit Informationen füttern sondern im Prinzip füttert jeder Nutzer das Internet der sozialen Kanäle permanent irgendwelche Kis durch die Daten die er oder sie einspült.
00:45:08: Die Leute sind gar nicht da beschäftigt und es führt dann dazu unterm Strich von Beschäftigten nicht mehr gebraucht wird, weil eine KI oder ein large Language Model mittlerweile so gut ist dass es Stellen sozusagen ersetzen kann.
00:45:23: So wie vermeidet man und bei dieser Entwicklung wie vermeidet man da Armut?
00:45:28: Naja also wenn jetzt sozusagen die Kernfrage dahinter ist wird KI irgendwann Menschen ersetzen dann würde ich sagen ja es wird Bereiche geben wo das der Fall sein wird aber die Aufgabe vom Staat, von der SPD und von anderen Parteien ist.
00:45:47: Dass wir dann entweder die Menschen, die in dem Job waren, dass wir die weiter qualifizieren, das da auch andere Möglichkeiten gibt weil es wird Bereiche geben.
00:45:56: Wir werden auch eine öffentlichen Verwaltung ganz viele Dinge komplett digitalisieren können und es wird dazu führen, dass es andere Beschäftigungen gibt.
00:46:03: ich würde aber nicht sagen, dass dann weniger Beschäftigung ist.
00:46:06: Es würden vielleicht auch andere Dinge sein.
00:46:09: Das wird auch noch ein bisschen dauern.
00:46:13: Kern ist es schon so, dass ich die Hoffnung habe das viele Dinge.
00:46:17: Das muss man sehr genau angucken.
00:46:18: und mein Problem ist bei dem Thema ein anderes werde ich gleich zu sagen, dass man Dass man dass es schon sein wird, dass künstliche Intelligenz und auch Digitalisierung helfen werden um Arbeitsprozesse zu verbessern zu beschleunigen.
00:46:32: Mein problem ist eher damit, dass wir darauf überhaupt nicht vorbereitet sind überhaupt nicht ausreichend im Blick haben, was da gerade passiert an Veränderungen und Bewegung.
00:46:44: Und wir brauchen eigentlich in den ganz vielen Bereichen, brauchen wir da klare Vorschläge auch wie wir das nutzen und wie das nicht sozusagen missbraucht wird oder dazu führt dass eben ganz viele Menschen Ersatzlos gestrichen werden in den Jobs und so weiter.
00:47:02: Und da, glaube ich, haben wir erhebliche Nachholbedarf.
00:47:06: Ich glaube das ist ganz viel die Auswirkungen von KI noch nicht richtig auf dem Schirm haben in der Politik.
00:47:11: Okay.
00:47:14: Jetzt sind wir davon wieder ein bisschen weggekommen.
00:47:17: Demokratie- und Stadtgesellschaft.
00:47:19: In den vergangenen Jahren wurde sowohl im Bund als auch in Berlin durch Reagierungskoalitionen, denen die SPD also ihrer Partei angehört tatsächlich eine Menge Porzellanz erschlagen wenn es um die demokratische Zivilgesellschaft geht, beziehungsweise um den Zusammenarbeit.
00:47:33: Warum war das nötig?
00:47:37: Also erstmal würde ich ja meine Frage stellen ob es überhaupt nötigt war.
00:47:41: Ich verfolge das natürlich auch gerade auch was auf Bundesebene passiert mit Kürzungen und so weiter von Projekten... Ich glaube also erst mal von der SPD kamen diese Kürzungen auch auf Bundesebene nicht.
00:48:03: Das kann man sagen, wir sind trotzdem in der Koalition, das stimmt.
00:48:06: aber man muss auch mal sagen mit sechzehn Komma vier Prozent auf Bundsebene werden wir uns hier alles alleine entscheiden können und deswegen wären wir auch einzelne operative Veränderung die in einem Ministerium vorgenommen werden.
00:48:19: bei Kürzung von Demokratieprojekten kann man nicht alles verhindern.
00:48:24: Auf Landesebene kann ich sagen, dass wir die schlimmsten Einschnitte, die es geben sollte schon wieder rückgängig gemacht haben.
00:48:33: Und trotzdem sehe ich da eine große Unzufriedenheit und das sind Themen über die wir reden müssen in den nächsten Jahren.
00:48:39: aber auf eins können sich die Menschen verlassen.
00:48:42: Die SPD will definitiv nicht in irgendeiner Form zivilgesellschaftliches Engagement oder Engagement für Demokratie einschränken oder bekämpfen, sondern genau das Gegenteil.
00:48:52: Und da können Sie sich auch bei mir darauf verlassen?
00:48:56: Jetzt haben sie darauf gerade angespielt, dass ihr sozusagen der Juniorpartner sind in der aktuellen Koalition im Bund und dass sozusagen diese Maßnahmen vom Koalitionspartner CDU eingeleitet worden sind oder beabsichtigt sind.
00:49:10: Kann die CDU wenn Ihnen nicht wichtig ist noch ein Koalitionspartner sein beispielsweise hier in Berlin?
00:49:15: Ja...
00:49:16: Also Sie haben sich alle Optionen offen gehalten?
00:49:17: Genau, so wie die Grünen auch.
00:49:19: Die Grünen sagen auch, sie würden gerne entweder mit der CDU, den Linken oder der SPD kollieren.
00:49:24: und zwei von diesen drei.
00:49:26: Und die gleiche Äußerung, die Werner Graf macht, mache ich auch.
00:49:31: Ich will Regierender Bürgermeister werden – das sagt Berner Graaf auch!
00:49:34: Ich will Platz eins, das sagt Bernhard Graf auch.
00:49:36: Und danach sagen beide Parteien in der Mitte dann gucken wir uns an, mit wem wir dann danach zusammenarbeiten können.
00:49:45: Situation, wo fünf Parteien nahezu gleich auf sind durchaus sinnvoll dass man das macht.
00:49:49: Ich halte nichts davon wenn die CDU sagt Die Linke ist genauso wie die AfD und Wenn die linke sagt die CDU ist genau so wie die afd.
00:49:57: Das hilft niemanden.
00:49:58: das hilft auch im übrigen Kampf gegen die afD nicht Und deswegen will ich die CDU nicht ausschließen.
00:50:04: Ich werde mir aber ganz genau angucken was sie CDU vor hat und ich habe rote linien die hab ich ja schon skizziert.
00:50:10: natürlich werde ich keine einsparung keinen Rasen mehr bei Kindern, Jugendlichen im Bildungsbereich oder im Kita-Bereich akzeptieren.
00:50:20: Genauso wie ich wirklich extreme Schwierigkeiten habe mit dem Wahlkampf von Kai Wegner im Jahr und im Jahr ist es in den letzten sechs Wochen durchaus als rassistisch bezeichnet werden kann.
00:50:33: Damit hab' ich ein Problem!
00:50:35: Das werde ich genauso thematisieren und dann werden wir nach der Wahl sehen, mit wem wir koalieren
00:50:41: können.".
00:50:42: Aktuell bin ich auch nicht in der Situation mit den Prozenden, die der SPD gerade zugeschrieben wird zu sagen wir machen jetzt auf gar keinen Fall das eine oder das andere.
00:50:53: Wie gesagt, wir haben rote Linien, inhaltlicher Art.
00:50:58: Ich hatte auch ne rote linie zu Kai Wegner gezogen weil er über sieben Monate die Bevölkerung hier belogen hat.
00:51:03: Der ist jetzt aber Geschichte und jetzt werden wir uns angucken wie wir danach Mit den Parteien zusammenarbeiten können.
00:51:09: Sie haben jetzt gerade die AfD schon angesprochen.
00:51:12: Die SPD mischen AfD-Verbotsverfahren erreichen, das ist ein, ich sag mal relevantes juristischer Instrument beim Bundesverfassungsgericht aber da kann ja nur Teil der Auseinandersetzung sein.
00:51:22: Also es gibt dann noch den Teil der auseinandersetzung, der gesellschaftlich geführt werden muss und politisch geführt wird.
00:51:28: Und wo sei jetzt mal ein bisschen pathetisch Politik und Zivilgesellschaft anhande auch brauchen?
00:51:33: Wo sehen sie die SPD an dieser Stelle?
00:51:37: Ja in der Seite der Demokraten und deswegen Ich will das ein bisschen nochmal klarstellen.
00:51:45: Wir fordern vor allem, dass die Institutionen, die in Deutschland dafür zuständig sind, die Demokratie zu schützen und die zum Beispiel auch für so etwas wie ein Parteiverbootsverfahren zuständig ist, dass sie dieses Verbot verfahren prüfen.
00:51:58: Das ist die Aufgabe nach dem Grundgesetz.
00:52:01: wenn wir sehen, dass es Institution, Parteienvereine was auch immer gibt, die die Demokraties gefährden und den Frage stellen.
00:52:10: Da müssen die geprüft werden, das steht im Grundgesetz und das ist der Auftrag.
00:52:15: Die SPD kann nicht darüber entscheiden – und das sollte auch nie suggeriert werden -, dass wir darüber entscheiden ob eine andere Partei verboten wird.
00:52:25: Das ist nicht unsere Aufgabe.
00:52:27: Unsere Aufgabe ist nur darauf hinzuweisen, dass die Institutionen, die es gibt, das überprüfen.
00:52:31: Und das erwarte ich.
00:52:33: wenn der Verfassungsschutz in großen Teilen feststellt, dann erwarte ich, dass das geprüft wird.
00:52:41: Das löst aber natürlich das eigentlich Problem noch nicht und selbst wenn die AfD dann verboten ist haben wir natürlich immer nur das probleme was ganz viele menschen gibt Die absolut unzufrieden sind die verärgert sind die frustriert sind sie kein Bock mehr haben auf die partalen von cu über grüne fdp bis zur spd.
00:52:57: So das löst das problemi und das ist unsere eignliche Aufgabe dass wir darum kämpfen dass wir diese menschen wieder zurück gewähnt.
00:53:04: Ich glaube nicht dass der großteil der afd wählerinnen und wähler im Kern wirklich rechtsextreme ist.
00:53:10: Ich glaube, dass viele von denen frustriert sind und keinen Bock mehr haben auf die anderen Parteien und das sie deswegen aus Frust über die anderen Parteien die AfD wählen.
00:53:20: Es würden Prozentsatz geben, die sind wirklich rechtsextrem.
00:53:23: und ich sage auch einen immer, ihr müsst euch schon genau überlegen wenn ihr sauer seid.
00:53:27: auf der SPD könnt ihr sein, könnt ihr mir auch alle sagen sollte aber nie eine Begründung sein eine in weitesten Teilen rechtse extreme Partei zu wählen, da sag' ich jedem der mir das auf der Straße sagt Und dann würde ich gerne ins Gespräch kommen.
00:53:40: Dann würde ich mit jedem einzelnen ins Gespräche kommen und sage so, was ist los?
00:53:43: Was können wir verbessern damit ihr wieder sozusagen auch euer Vertrauen zurückgewinnt in die Demokratie wieder Lust habt hier euch zu beteiligen usw.
00:53:51: Das ist die eigentliche Aufgabe.
00:53:54: das verbotsverfahren müssen andere entscheiden.
00:53:56: am Ende entscheiden dass Gerichte es auch gut so sollte auch kein anderer entscheiden und Ich habe die hauptaufgabe tatsächlich um die menschen wieder zu werben, damit die zurückfinden zu den demokratischen Parteien.
00:54:10: Gerne natürlich zur sozialdemokratischen Partei aber erstmal ist es auch wichtig als überhaupt wieder demokratisch wählen, damit wir mal wegkommen aus dieser Diskussion.
00:54:21: Wer läuft wem hier hinterher?
00:54:22: Mir ist das viel zu stark fokussiert darauf.
00:54:24: die AfD, die ganzen Diskussionen.
00:54:26: Es gibt immer noch siebzig Prozent der Menschen in Deutschland, die nicht die AfD wählen.
00:54:30: also wenn man die Umfragen auf Bundesebene glaubt Und wir sollten nur einfach mal gucken, was können wir besser machen im Bildungssystem?
00:54:37: Im Gesundheitsbereich beim ÖPNV bei der Wirtschaft.
00:54:41: Wir brauchen Jobs arbeitsweise gut bezahlte Arbeitswehr so dass sich die Menschen hier ein vernünftiges Leben leisten können und darum das ist unsere Kernaufgabe und um die möchte ich mich kümmern.
00:54:51: alles andere wird sich dann von alleine zeigen und die Institutionen sollen sich in der Zwischenzeit darum kümmern ob die AfD nun die Demokratie stürzen will und verboten sein muss.
00:55:03: Jetzt haben Sie gerade ganz viel über die Wählerinnen und Wähler der AfD gesprochen, ich würde da ganz gerne diese Diskussion nochmal aus einer anderen Richtung ganz kurz finden, aber aus einem anderen Blickwinkel, weil wir reden sehr viel über den Anhänger-Rundanhänger der AfD, aber das gibt ja auch einen anderen Teil der Bevölkerung, der vor allem betroffen ist von dieser Partei, von dem er diese Partei möchte.
00:55:23: Und die fehlt sich nach meinem Eindruck relativ häufig allein gelassen von der Politik im Moment.
00:55:28: Ja es kann ihr auch nachvollziehen?
00:55:30: weil er auch versucht wird von eins in Parteien sozusagen Positionen der AfD zu übernehmen.
00:55:37: Also da, wir haben vorhin schon mal über eine Diskursverschiebung gesprochen.
00:55:41: die gibt es hier auch.
00:55:42: also können mittlerweile auch Politiker und Politiker ja von Parteien die sich zum Spektrum der Demokratinnen und Demokraten zählen in die Mitte.
00:55:52: sozusagen können sie Aussagen leisten die vor zehn fünfzehn zwanzig Jahren ausgeschlossen waren.
00:55:58: so Das kann ich verstehen.
00:56:02: Das war viele Angstvorme, also wenn einfach mal eine wochenlange Diskussion erfolgt über das Stadtbild in dieser Stadt dann kann ich mir vorstellen dass es viele Menschen abschreckt und die dann auch Angst bekommen.
00:56:14: deswegen habe ich da auch sehr klar gesagt, dass es überhaupt nicht geht, dass wir solche debatten solche populistischen Debatten führen insbesondere dann nicht wenn sie vom Bundeskanzler kommen.
00:56:23: der soll schon für alle Menschen in diesem Land zuständig sein Und von daher kann ich das durchaus nachvollziehen.
00:56:33: Mal ganz kurz nochmal geerdet aus dem Bundeskanzleramt ins Rote Rathaus hinein, wenn sie regender Bürgermeister werden auch noch mal zum Thema AfD insbesondere Wir haben die Situation dass Schulen und Lehrkräfte sehr stark im Fokus also in der Beobachtung sozusagen durch diese Partei stehen und man dann sagt okay liebe Eltern lieber Schülerinnen und Schüler Wenn ihr das Gefühl habt dass da ein Lehrkraft gegen uns argumentiert.
00:56:56: er meldet die Person bitte Wie wollen Sie denn da den Schulen den Rücken stärken und mit welchen Instrumenten?
00:57:04: Wenn die Schulen Rückmeldung bekommen, dass da Lehrkräfte
00:57:08: sind.
00:57:08: Ja, in dem Moment sind es ja persönlich Angriffe einfach einzelne Personen.
00:57:12: Na dann verstehen wir uns eindeutig hinter.
00:57:16: die Schulen.
00:57:17: und Angrffe an Schulen, wenn ich das jetzt durch Verstanden habe, sind auf gar keinen Fall akzeptabel Und egal im Übrigen aus welche Richtung sie kommen, aber wir haben das ja auch erlebt.
00:57:29: Ich glaube es war in Brandenburg wo Lehrkräfte von einer Schule weggegangen sind weil sie gesagt haben Es geht nicht mehr.
00:57:36: Das ist Kapitulation des Staates.
00:57:38: wenn Lehrerinnen und Lehrer ihren Job kündigen Weil sie in der Schule für ihre demokratische Haltung nicht mehr akzeptiert werden?
00:57:50: Das geht gar nicht!
00:57:51: Da müssen wir sofort einschreiten ist, glaube ich auch gemacht worden.
00:57:55: Aber das ist nicht nur ein Alarmsignal sondern das ist schon weit drüber.
00:58:02: Letzte Frage für heute aber nochmal ganz groß gibt diese Metaphe von Berlin als Stadt der Freiheit.
00:58:10: Die geht zurück auf die Insellage aus der Zeit des Kalten Krieges und mittlerweile bewegt sich Berlin ja wieder in so eine Insel Lage hinein.
00:58:18: also wenn man sich die Wahlumfragen anguckt insbesondere auf Ebene der Bundesländer dann sieht Tatsächlich in den ehemaligen, also in den Bundesländern die mal die ehemalsige DDR waren.
00:58:30: Tatsächlich bei den größten Parteien überall blau mittlerweile nur noch AfD.
00:58:36: Welche Rolle kommt dann einem regierenden Bürgermeister in der Situation zu?
00:58:41: Der Regierende Bürgemeister muss vereinen und verbinden und sollte nicht weiter spalten.
00:58:48: Und deswegen glaube ich auch dass bestimmte Vertreter und Vertretern nicht gut werden für die Stadt weil man eben nicht nur für die eine oder die andere Seite Politik machen kann, sondern wenn man dann gewählt ist, ist man für die drei Kommandoen Menschen, die hier leben.
00:59:05: Selbst wenn sie anderer Auffassung sind zuständig und das muss man verinnerlichen.
00:59:09: Das muss man auch können und da braucht man ein verbindendes Element und es muss der regierende Bürgermeister sein.
00:59:17: und von daher glaube ich dass ich das auch in den letzten Jahren schon gezeigt habe, dass ich genau das kann.
00:59:26: Und ich bin der festen Überzeugung wir können diese Polarisierung und diese Speitung die wir in vielen Teilen Berlins haben, die können wir nur überwinden wenn wir tatsächlich ein bisschen das Ganze runter kochen, die Polarisierungen endlich aufhören und wieder dazu kommen, dass wir vernünftig miteinander reden und gucken wie wir dieses Stadt weiter entwickeln können.
00:59:46: Okay
00:59:47: herzlichen Dank!
00:59:49: Vielen Dank
00:59:49: Alles Gute für Sie.
00:59:50: Danke schön!
00:59:51: Liebe
00:59:52: Hörerinnen und Hörern, wenn sie mögen, gerne bis zum nächsten Mal in dieser Runde der Spitzenkandidierenden.
00:59:56: Bis dahin eine gute Zeit und bis bald.
01:00:18: Vielen Dank fürs Einschalten.
01:00:20: Dies war Herr Fechner-Lied zum Gespräch.
01:00:22: Ich lade mir in diesem Podcast regelmäßig Menschen die mit den Themen Bildung und Kultur zu tun haben
01:00:27: zum Gespräche ein um herauszufinden
01:00:29: wer sie sind was sie tun und was ihre Motivation ist.
01:00:33: Alle weiteren Episoden dieses Podcasts finden sich unter marcofechner.de und auf Gänge im Podcast.
01:00:41: Die Musik für diesen Podcast stammt von FrameTracks.de.
01:00:45: Vielen Dank!
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